
Frau nach Geständnis der Tötung ihrer Stieftochter (8) in Portugal in Haft
Eine 48-jährige Frau wurde nach ihrem Geständnis, ihre achtjährige Stieftochter in der Nähe von Valpaços, Portugal, erstickt zu haben, in Untersuchungshaft genommen, während sich vor dem Gerichtssaal öffentlicher Zorn entlud.
Verschwinden und Entdeckung
Am Mittwoch, dem 17. Juni, wurde die achtjährige Lara Barreira von ihrer Stiefmutter Eulália Silva vom Schulbus abgeholt, die einer Schulangestellten sagte, das Mädchen habe einen Arzttermin. Sie fuhr dann 40 km zur Serra da Padrela, wo sie laut Rekonstruktion das Kind mit bloßen Händen erstickte. Der Vater, Carlos, bemerkte erst etwas, als der Busfahrer ihm sagte, dass die Stiefmutter Lara abgeholt hatte. Er meldete sie noch am Abend der GNR als vermisst. In den frühen Morgenstunden des 18. Juni fand die Polizei die Leiche hinter großen Felsen versteckt, ihren Rucksack in der Nähe.
Gerichtsanhörung und Aussagen der Verdächtigen
Eulália Silva, 48, wurde am 18. Juni festgenommen und erschien am 19. Juni vor einem Richter am Tribunal de Vila Pouca de Aguiar. Sie hatte bereits gegenüber der PJ ein Geständnis abgelegt und die Beamten zum Tatort geführt. Vor Gericht sagte sie jedoch, sie erkenne sich in den Taten nicht wieder und führte emotionale Probleme an.
Ich war es nicht, die Lara getötet hat, ich habe das nie getan.
Sie gab auch an, Opfer häuslicher Gewalt zu sein, dass ihr Sohn von Laras Vater misshandelt wurde und dass sie Stimmen höre. Ihre Anwältin Mónica Teixeira beantragte eine psychiatrische Untersuchung. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an, und die Verdächtige wird in das Frauengefängnis Santa Cruz do Bispo in Matosinhos überführt.
- Lara wird von der Stiefmutter abgeholt, zur Serra da Padrela gefahren und getötet; der Vater meldet sie noch am selben Tag als vermisst.
- Polizei findet Laras Leiche hinter Felsen in einem Waldgebiet versteckt.
- Eulália Silva festgenommen und erscheint vor Gericht in Vila Pouca de Aguiar; Untersuchungshaft angeordnet.
- Beerdigung von Lara Barreira in Friões.
Öffentlicher Zorn und Beerdigung
Dutzende Menschen versammelten sich vor dem Gericht, brüllten Beleidigungen und versuchten, die Stiefmutter anzugreifen, als sie von der Polizei abgeführt wurde. Die Beerdigung von Lara Barreira ist für Samstag, den 20. Juni, um 18:00 Uhr in Friões angesetzt, mit einer Totenwache am Vorabend. Der Fall hat Forderungen nach einem stärkeren Kinderschutz in Portugal ausgelöst.


