
Deutschland bereitet sich auf Hitzewelle bis zu 39 °C mit Stürmen und Brandgefahr in dieser Woche vor
Die Temperaturen steigen ab Dienstag an, erreichen am Donnerstag mit 39 °C am Oberrhein und in Franken ihren Höhepunkt und bringen schwere Gewitter sowie eine erhöhte Waldbrandgefahr in weite Teile des Landes.
Hitze baut sich ab Dienstag auf
Nach einem kühlen Montag steigen die Temperaturen in Deutschland ab Dienstag, dem 28. Juli, stark an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert bis zu 33 °C für den Südwesten, während der Norden mit rund 22 °C unter bewölktem Himmel und vereinzelten Schauern über Schleswig-Holstein merklich kühler bleibt. Im Süden klart der Himmel schnell auf, und die Nacht zum Dienstag bietet die letzte Gelegenheit, die Wohnungen zu lüften, bevor die heißen Nächte kommen.
Die Nacht zum Mittwoch ist die letzte kühle Nacht zum Lüften.
Am Mittwoch breitet sich Sonnenschein fast im ganzen Land aus. Der DWD erwartet Höchstwerte von 37 °C im Südwesten und auf Helgoland noch angenehme 25 °C. Nur der äußerste Nordosten sieht anhaltende Wolkenfelder, und an den Alpen können vereinzelt Gewitter aufziehen.
Höhepunkt am Donnerstag mit Unwettergefahr
Die Hitzewelle erreicht am Donnerstag, dem 30. Juli, ihren Höhepunkt. Der DWD prognostiziert bis zu 39 °C entlang des Oberrheins und in Franken, und selbst Küstenregionen könnten 31 °C erreichen. Einige Medienberichte zitieren alternative Modellläufe, die die Temperaturen kurzzeitig auf bis zu 41 °C in westlichen Teilen ansteigen lassen, obwohl die offizielle DWD-Prognose das Maximum bei 39 °C ansetzt. Im Laufe des Tages nehmen die Quellwolken vom Südwesten über den Westen bis in den Nordwesten zu, und einzelne Schauer oder Gewitter sind möglich.
Die Schauer und Gewitter können heftig ausfallen.
- Temperatursplit: bis zu 33 °C im Südwesten, rund 22 °C im Norden mit Schauern
- Verbreitet Sonnenschein, Südwesten erreicht 37 °C; Helgoland bleibt bei 25 °C
- Höhepunkt: bis zu 39 °C am Oberrhein und in Franken, See erwärmt sich auf 31 °C; erste Gewitter möglich
- Bayern noch 37 °C, Gewitterrisiko steigt stark mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
- Wochenende: Hitze hält an, lokal erneut 35 °C im Südwesten möglich
- Anfang August: Norden 20–25 °C, Mitte 25–30 °C, Süden bis zu 37 °C
Nächte werden tropisch
Nach Dienstag sind die kühleren Nächte vorbei. Der DWD sagt voraus, dass die nächtlichen Tiefstwerte in vielen Regionen über 20 °C bleiben, was zu Tropennächten führt. Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich bereits in der Nacht zum Donnerstag seine erste Tropennacht erleben, und Bayern und Baden-Württemberg könnten bis ins Wochenende hinein anhaltend warme Nächte haben.
Gesundheits- und Brandgefahr
Mit der Hitze steigen auch die Gesundheitsrisiken. Der DWD weist darauf hin, dass ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind. Gleichzeitig erhöht die anhaltende Trockenheit die Waldbrandgefahr. Am Sonntag, dem 26. Juli, hat das Landesforstzentrum die Warnstufe 4 (die zweithöchste von fünf) in Teilen des Harzes, des Jerichower Landes und der Region Wittenberg ausgerufen. Ein Waldbrand auf munitionsbelastetem Gelände bei Jüterbog in Brandenburg weitete sich am 26. Juli weiter aus und erforderte neue Feuerwehreinsätze.
Wochenend- und Ausblick Anfang August
Die Hitze hält über den Freitag hinaus an. Bayern könnte am Freitag noch 37 °C erreichen, während die Temperaturen vom Südwesten bis nach Brandenburg heiß bleiben und der Nordwesten merklich angenehmer wird. Der DWD warnt, dass das Risiko von Schauern und Gewittern am Freitag stark ansteigt, mit möglichem Starkregen, Hagel und orkanartigen Böen. Schwerpunkte werden vom Südwesten über die Mitte Deutschlands bis in den Nordosten erwartet, wobei die genauen Orte noch unsicher sind.
Über das Wochenende und darüber hinaus bleibt es sehr warm bis heiß; es besteht durchaus die Chance, dass am Sonntag und Montag im Südwesten lokal wieder die 35-Grad-Marke geknackt wird.
Mit Blick auf August spaltet sich das Bild: Der Norden sollte 20–25 °C sehen, die Mitte Deutschlands 25–30 °C, und der Süden könnte noch auf 37 °C klettern. Die Hitzewelle verlagert ihren Schwerpunkt daher allmählich nach Süden, während der Rest des Landes etwas Entlastung bekommt.


