Regierung · Montgomery
Oberster US-Gerichtshof blockiert Stickstoff-Hinrichtung in Alabama
Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Donnerstag Alabama daran gehindert, Jeffery Lee mit Stickstoffgas hinzurichten, und damit Entscheidungen niedrigerer Gerichte bestätigt, wonach die Methode mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen das im achten Verfassungszusatz verankerte Verbot grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung verstößt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, The Guardian, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mit einer nicht unterzeichneten 6:3-Entscheidung bestätigte das Gericht das Verbot der unteren Instanzen für Stickstoff-Hinrichtungen.
Die unteren Gerichte kamen zu dem Schluss, dass die Methode mit hoher Wahrscheinlichkeit starke Schmerzen verursacht und gegen den achten Verfassungszusatz verstößt.
Wegen eines Doppelmordes im Jahr 1998 verurteilt, empfahlen Lees Geschworene lebenslange Haft, aber ein Richter setzte die Todesstrafe fest.
Fünf Bundesstaaten haben Stickstoff-Hinrichtungen genehmigt; eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs könnte deren Verfassungsmäßigkeit klären.
- 28.05.Bezirksrichterin Marks bestätigt das Stickstoffhypoxie-Protokoll als verfassungsgemäß.
- 8.06.Das 11. US-Berufungsgericht hebt die Entscheidung auf und stellt fest, dass das Protokoll mit hoher Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig ist.
- 9.06.Marks überdenkt ihre Entscheidung und verbietet die Stickstoff-Hinrichtung endgültig.
- 11.06.Der Oberste Gerichtshof der USA lehnt Alabamas Eilantrag auf Aufhebung der einstweiligen Verfügung ab.
Juristisches Hin und Her: Von der Genehmigung zum Verbot
Alabamas Hinrichtung von Jeffery Lee mit Stickstoffgas stand kurz bevor, nachdem ein Bundesbezirksrichter das Protokoll des Bundesstaates Ende Mai zunächst bestätigt hatte. Doch am 8. Juni kippte ein Dreiergremium des 11. US-Berufungsgerichts diese Entscheidung und warnte davor, dass die drei Minuten, die ein Häftling möglicherweise benötigt, um das Bewusstsein zu verlieren, ein „unerträglicher" Zeitraum voller „Leiden" seien. Einen Tag später untersagte die US-Bezirksrichterin Emily Marks, die ihre frühere Entscheidung überdachte, die Stickstoff-Hinrichtung endgültig mit der Begründung, sie stelle eine „grausame und ungewöhnliche Bestrafung unter Verstoß gegen den achten Verfassungszusatz" dar. Alabama legte beim Obersten Gerichtshof Berufung ein und beantragte eine einstweilige Verfügung, um die Hinrichtung am 11. Juni durchführen zu können.
„Die drei Minuten, die ein Häftling möglicherweise benötigt, um das Bewusstsein zu verlieren, sind ein „unerträglicher" Zeitraum angesichts des Leidens, das unter Alabamas Stickstoffhypoxie-Protokoll wahrscheinlich auftreten würde.“
Oberster Gerichtshof bestätigt das Verbot
Am späten Donnerstag erließ der Oberste Gerichtshof der USA eine kurze, nicht unterzeichnete Anordnung, mit der Alabamas Antrag auf Aufhebung der einstweiligen Verfügung der unteren Instanz abgelehnt wurde. Die Abstimmung ergab 6:3, wobei die Richter Clarence Thomas, Samuel Alito und Neil Gorsuch angaben, dass sie die Hinrichtung zugelassen hätten. Das Gericht gab keine schriftliche Begründung, was bei Eilentscheidungen üblich ist.
„Seine Geschworenen stimmten für lebenslange Haft. Zwei Gerichte erklärten die Methode für verfassungswidrig. Heute hat die Verfassung gesiegt.“
Ein Todeszellenfall mit einer umstrittenen Vorgeschichte
Jeffery Lee, 49, wurde wegen des Mordes an zwei Menschen während eines Pfandhausraubes im Jahr 1998 verurteilt. Bei seiner Strafzumessung im Jahr 2000 sprachen sich die Geschworenen für eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung aus, aber ein Richter hob diese Empfehlung auf und verurteilte ihn nach einem Verfahren zur richterlichen Aufhebung zum Tode, das Alabama 2017 abschaffte, ohne die Änderung rückwirkend anzuwenden. Lees Anwälte argumentierten, dass seine Hinrichtung mit keiner Methode durchgeführt werden sollte, schlugen aber als Alternative zur Stickstoff-Hinrichtung die Erschießung vor, falls die Gerichte die Todesstrafe zulassen würden.
Die Kontroverse um die Stickstoff-Methode
Stickstoffhypoxie, bei der ein verurteilter Häftling durch eine Maske reinen Stickstoff atmet, bis der Sauerstoffmangel zum Tode führt, wurde 2024 von Alabama erstmals angewandt. Seitdem hat der Bundesstaat sieben solcher Hinrichtungen durchgeführt. Zeugen berichteten von sich windenden und würgenden Häftlingen. Eine Gruppe von Ärzten reichte eine Stellungnahme ein, in der es hieß, die Methode verursache „zwangsläufig unmenschliches Leiden". UN-Experten haben sie als grausam und unmenschlich verurteilt. Das untere Gericht stellte fest, dass das Protokoll mit hoher Wahrscheinlichkeit „schwere Atemnot und entsprechende emotionale Belastung, Angst, physiologischen Stress und körperliches Unbehagen" verursache. Fünf Bundesstaaten – Alabama, Arkansas, Louisiana, Mississippi und Oklahoma – haben Stickstoff-Hinrichtungen genehmigt.
Wie es weitergeht
Alabamas Attorney General Steve Marshall bezeichnete die Entscheidung als „Fehlurteil" und sagte, der Bundesstaat sei „bereit, alles Notwendige zu tun, um sicherzustellen, dass das rechtmäßige Urteil gegen Mr. Lee vollstreckt wird."
„Ich bin zwar enttäuscht, dass der Oberste Gerichtshof es dem Staat nicht erlaubt hat, mit der von Lee gewählten Hinrichtungsmethode fortzufahren, aber ich bleibe entschlossen, sicherzustellen, dass letztendlich Gerechtigkeit für seine Opfer herrscht.“
Lee kann noch nicht mit Stickstoff hingerichtet werden, aber der Bundesstaat kann weiterhin seine Hinrichtung durch die Giftspritze oder den elektrischen Stuhl anstreben. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Alabamas Bestreben, die Stickstoff-Hinrichtung als Methode zu erhalten, den Obersten Gerichtshof zu einer Entscheidung über ihre Verfassungsmäßigkeit zwingen könnte – eine Entscheidung, die für alle Bundesstaaten mit Todesstrafe bindend wäre.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 7sur7La Cour suprême américaine empêche une exécution à l'azote
- The GuardianUS legal showdown looms over 'heinous' nitrogen gas after supreme court blocks execution
- BBCUS Supreme Court denies Alabama's request to carry out nitrogen gas execution
- POLITICOSupreme Court rejects Alabama request for nitrogen gas execution
- Jeffery Lee
- Todeszellenhäftling, verurteilt wegen eines Doppelmordes im Jahr 1998; seine Geschworenen stimmten für lebenslange Haft, aber ein Richter verhängte die Todesstrafe.
- Emily Marks
- US-Bezirksrichterin, die die Stickstoff-Hinrichtung zunächst bestätigte und dann endgültig untersagte.
- Steve Marshall
- Attorney General von Alabama, der die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs als „Fehlurteil" bezeichnete.
- Kay Ivey
- Gouverneurin von Alabama, die Enttäuschung, aber Engagement für Gerechtigkeit zum Ausdruck brachte.
- Clarence Thomas
- Richter am Obersten Gerichtshof der USA, der gegen die Entscheidung stimmte und Alabamas Antrag befürwortete.
- Samuel Alito
- Richter am Obersten Gerichtshof der USA, der gegen die Entscheidung stimmte und Alabamas Antrag befürwortete.
- Neil Gorsuch
- Richter am Obersten Gerichtshof der USA, der gegen die Entscheidung stimmte und Alabamas Antrag befürwortete.
- Orte
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