Wahlen · Detroit und Birmingham
Haley Stevens verlangt von El-Sayed eine Entschuldigung vor gemeinsamem Kirchenauftritt in Detroit
Die Abgeordnete aus Michigan, Haley Stevens, hat einen für Sonntag geplanten gemeinsamen Kirchenauftritt mit dem Senatskandidaten Abdul El-Sayed an dessen öffentliche Entschuldigung und seine Distanzierung von einer Anzeige geknüpft. Der Streit lässt die Gräben in der Demokratischen Partei beim Thema Israel wenige Tage vor dem Wahltag wieder aufbrechen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, Spiegel Online, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Stevens kündigte am Freitag, 30. Oktober, an, sie werde an einem Gottesdienst am Sonntag in Detroit mit El-Sayed teilnehmen, einem von den Abgeordneten Debbie Dingell und James E. Clyburn vermittelten Friedensangebot. Ihre Teilnahme hängt davon ab, dass El-Sayed sich öffentlich von einer Anzeige einer externen Gruppe distanziert.
Stevens erwartet, dass El-Sayed sich für seine Äußerungen über Israel entschuldigt, sich von einer Anzeige von Rebellion PAC distanziert und eine Wahlkampfanzeige mit Tucker Carlson zurückzieht. Die externe Anzeige nennt sie antisemitisch, weil sie hohe Lebensmittelpreise der US-Unterstützung für Israel anlastet.
El-Sayed entgegnete, er habe Stevens im August geschlagen, und sie scheine entschlossen, eine Vorwahl neu aufzurollen, die vor drei Monaten zu Ende ging.
Nancy Pelosi, 86, sagte, Auffassungen, die Israel das Existenzrecht als jüdischer Staat absprechen, seien falsch; eine Sprecherin erklärte jedoch, sie rufe weiterhin zur Unterstützung El-Sayeds im Senatswahlkampf auf.

- 29.10.Stevens sagt, sie werde am darauffolgenden Wochenende mit El-Sayed Wahlkampf machen
- 30.10.Stevens veröffentlicht eine Erklärung, in der sie eine Entschuldigung und eine Distanzierung von der Anzeige fordert; El-Sayed kontert
- 1.11.Geplanter gemeinsamer Gottesdienst in Detroit
Ein Streit, der die Vorwahl überdauerte
Die Abgeordnete aus Michigan, Haley Stevens, verlor im August die demokratische Senatsvorwahl gegen Abdul El-Sayed, und seither haben beide Kritik ausgetauscht. El-Sayed, ein Progressive und ausgesprochener Israel-Kritiker, ist der Kandidat der Partei gegen den früheren Abgeordneten Mike Rogers von den Republikanern. Bei der ersten Senatsdebatte in diesem Oktober wurde El-Sayed gefragt, ob Iran oder Israel die größere Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle, und nannte die Frage ein „lächerliches Hypothetikum“. Stevens hielt diese Antwort für inakzeptabel und ist seither in einer Reihe von Kabelfernseh-Interviews aufgetreten, die zunehmend kritischer gegenüber ihm ausfielen. Ihre Unterstützung für ihn wird von Tag zu Tag wackeliger.
Ein gemeinsamer Auftritt, dann eine neue Forderung
Am Donnerstag, 29. Oktober, sagte Stevens, sie werde am darauffolgenden Wochenende mit El-Sayed Wahlkampf machen, und es sah so aus, als habe sich der Streit entspannt. Bis Freitag, 30. Oktober, nannte ihre Erklärung neue Bedingungen. Sie erwarte, dass El-Sayed sich für seine Äußerungen über Israel entschuldige, sich von einer Anzeige einer externen Gruppe distanziere und eine Wahlkampfanzeige zurückziehe, in der Tucker Carlson auftritt. Die externe Anzeige, die nicht von El-Sayeds Kampagne, sondern von Rebellion PAC stammt, zeigt Einkaufende, die sich über hohe Preise wegen der US-Unterstützung für Israel beschweren; Stevens nannte sie antisemitisch. El-Sayed hatte sich bereits von ihr distanziert.
Der gemeinsame Gottesdienst in Detroit ist für Sonntag, 1. November, angesetzt und soll ein von den Abgeordneten Debbie Dingell und James E. Clyburn aus South Carolina vermitteltes Friedensangebot sein. Stevens sagte, sie sei „geehrt“, mit Clyburn in die Kirche zu gehen, machte ihre eigene Teilnahme aber von der Distanzierung abhängig. In ihrer Erklärung argumentierte sie, ein Disclaimer reiche nicht aus, was sie wolle.
„Ein Disclaimer ist keine Verurteilung, und jeder in meiner Gemeinde kennt den Unterschied.“
El-Sayed konterte am Freitag und erinnerte sie daran, dass er sie im August geschlagen habe. Seine Erklärung fuhr fort:
„Die Kongressabgeordnete Stevens scheint entschlossen, eine Vorwahl neu aufzurollen, die vor drei Monaten zu Ende ging.“
Pelosi und die breitere Partei
Die frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, 86, befeuerte die Debatte in einem Podcast-Interview mit Moderator Donny Deutsch. Deutsch konfrontierte sie mit berichteten Äußerungen von El-Sayed und dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, die nahelegten, Israel habe kein Existenzrecht. Pelosi sagte, Auffassungen, die Israel das Recht absprechen, als jüdischer Staat zu existieren, seien mehr als besorgniserregend und falsch, und kein Demokrat, der sie vertrete, spreche für die Partei als Ganzes. Sie sagte, es bleibe abzuwarten, ob El-Sayed in den Kongress gewählt werde, und sie hoffe, Mamdani werde als Bürgermeister erfolgreich sein, obwohl sie einige seiner Aussagen ablehne. Eine Sprecherin Pelosis sagte später der New York Times, sie rufe die Wähler weiterhin dazu auf, El-Sayed zu unterstützen, trotz unterschiedlicher Auffassungen in einigen Fragen. Stevens’ Verlobter sagte, er werde Rogers wählen, und kritisierte El-Sayeds Haltung zu Israel als gefährlich für amerikanische Juden; der gemeinsame Auftritt wurde danach angekündigt.
Eine Partei, gespalten entlang ihrer Kernkoalitionen
Bei einer Kundgebung mit dem demokratischen Ticket des Bundesstaates stand El-Sayed auf der Bühne mit dem Präsidenten, den er einst kritisiert hatte, und einer moderaten Secretary of State, die für das Gouverneursamt kandidiert. Auf die Frage, ob die Solidaritätsbekundung beweise, dass die Partei geeint sei, sagte El-Sayed: „Ich denke, das sollte sie.“ Berichte aus Southfield, einem überwiegend orthodox-jüdischen Vorort etwa 15 Minuten nördlich von Detroit, zeigten jüdische Wähler gespalten über ihn. Einige Anwohner begrüßten ihn als den „Mamdani von Michigan“, andere lehnten seine Haltung zu Israel ab. Der nächste geplante Schritt ist der Gottesdienst am Sonntag in Detroit, danach folgt der Wahltag.
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Quellen und Kontext
- POLITICOMichigan wird den Bürgerkrieg der Demokraten nicht beendenMichigan isn't going to settle Democrats' civil war · Original auf Englisch
- Spiegel OnlineUS-Midterms: Nancy Pelosi kritisiert ihren Parteifreund Abdul El-Sayed
- The New York TimesWarum Haley Stevens nicht aufhören kann, über Abdul El-Sayed zu sprechenWhy Haley Stevens Can't Stop Talking About Abdul El-Sayed · Original auf Englisch
- Neue Zürcher Zeitung"Ich bin der Jude für Abdul": Der Israelkritiker Abdul El-Sayed spaltet die jüdischen Wähler
- Abdul El-Sayed
- Demokratischer Kandidat für den US-Senat in Michigan und früherer Rivale von Haley Stevens
- Haley Stevens
- Abgeordnete aus Michigan und frühere Rivalin El-Sayeds in der demokratischen Senatsvorwahl
- Nancy Pelosi
- Frühere Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die El-Sayed und Mamdani in einem Podcast kritisierte
- Mike Rogers
- Republikanischer Kandidat für den US-Senat in Michigan, früherer Abgeordneter
- James E. Clyburn
- Abgeordneter aus South Carolina, der den gemeinsamen Kirchenauftritt mitvermittelte
- Debbie Dingell
- Abgeordnete aus Michigan, die den gemeinsamen Kirchenauftritt mitvermittelte
- Zohran Mamdani
- Bürgermeister von New York, dessen Aussagen über Israel im Pelosi-Podcast zur Sprache kamen
- Tucker Carlson
- Rechter Kommentator, der in einer Wahlkampfanzeige El-Sayeds zitiert wird, die Stevens entfernen will
- Donny Deutsch
- Podcast-Moderator, der Pelosi zu Äußerungen befragte, die El-Sayed und Mamdani zugeschrieben werden
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