Wahlen · Detroit

Haley Stevens tritt mit Republikaner Mike Rogers auf, während die Einigungsbemühungen der Michigan-Demokraten ins Stocken geraten

Die demokratische Abgeordnete Haley Stevens, die die Senatsvorwahl in Michigan gegen Abdul El-Sayed verlor, besuchte am 1. November gemeinsam mit dem republikanischen Senatskandidaten Mike Rogers einen Gottesdienst in Detroit – zwei Tage vor der Abstimmung am 3. November.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, Washington Post und AP NEWS. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Detroit · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Stevens veröffentlicht eine Erklärung, in der sie eine Entschuldigung von El-Sayed verlangt
  2. 31.10.El-Sayed erklärt, er wolle Stevens nicht bei der Veranstaltung in Detroit haben
  3. 1.11.Stevens tritt mit dem Republikaner Mike Rogers in einer Kirche in Detroit auf

Ein gemeinsamer Auftritt zerbricht

Die Demokraten in Michigan hatten für den 1. November einen Gottesdienst in Detroit geplant, um Geschlossenheit hinter Abdul El-Sayed zu demonstrieren, dem Senatskandidaten der Partei in einem Rennen, das über die Mehrheit in der Kammer entscheiden könnte. Der US-Abgeordnete Jim Clyburn aus South Carolina sollte gemeinsam mit El-Sayed und der US-Abgeordneten Haley Stevens teilnehmen, die die Vorwahl im August mit weniger als einem Prozentpunkt Abstand gegen El-Sayed verloren hatte. Die Pläne zerschlugen sich, nachdem ein Streit über Israel und eine Anzeige einer externen Gruppe in öffentliche Kritik zwischen den beiden Demokraten mündete. Debbie Dingell, die Kongressabgeordnete aus Michigan, die das Ereignis mitorganisiert hatte, sagte, sie habe Stevens gebeten, nicht zu kommen, und Stevens habe zugesagt, sich daran zu halten. Dingell beschrieb ihre Entscheidung in einem Telefoninterview:

„Ich war diejenige, die es abgesagt hat, weil es viel zu sehr abgelenkt hätte“

Debbie Dingell, Kongressabgeordnete aus Michigan

Stevens steht an der Seite des republikanischen Kandidaten

Am 1. November besuchte Stevens einen Gottesdienst in der Perfecting Church in Detroit an der Seite von Mike Rogers, dem republikanischen Senatskandidaten und früheren Kongressabgeordneten. Rogers' Wahlkampfteam bestätigte den Auftritt, und eine Sprecherin seines Wahlkampfs veröffentlichte ein Foto der beiden, wie sie nebeneinander stehen. Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie Stevens Rogers beim Hineingehen umarmt; sie und ihr Verlobter wurden fotografiert, wie sie neben Rogers und dessen Frau saßen. Vor dem Gottesdienst zeigte ein von Sam Robinson vom Michigan Chronicle veröffentlichtes Video Stevens mit der Aussage, sie unterstütze Investitionen in Unternehmen von Schwarzen – eine Politik, die sie zufolge Rogers übernehmen würde. Ob sie im Senatswahlkampf ihre Unterstützung wechselt, war zunächst unklar, hatte sie doch zuvor El-Sayed unterstützt und einen Sieg der Demokraten gefordert. Ihr Team reagierte nicht auf wiederholte Anfragen, ob sie an dem Gottesdienst teilnehmen werde.

Eine Anzeige, eine Entschuldigung und ein Bruch über Israel

Die Spannungen waren in der vergangenen Woche über eine Anzeige des Rebellion PAC gestiegen, einer liberalen externen Gruppe, die Israel für hohe Lebensmittelpreise in den USA verantwortlich macht. Stevens argumentierte, die Anzeige laufe auf Angstmache gegen Israel hinaus, und verlangte, dass El-Sayed sich davon distanziert. El-Sayeds Wahlkampfteam erklärte, er habe mit der Anzeige nichts zu tun; er kritisierte deren Inhalt am 31. Oktober. Stevens' Verlobter Jason Turkish hatte in der vergangenen Woche erklärt, wegen der Anzeige für Rogers stimmen zu wollen. Am Donnerstag, 29. Oktober, sagte Stevens, sie wolle am Wochenende gemeinsam mit El-Sayed Wahlkampf machen; am Freitag, 30. Oktober, veröffentlichte sie jedoch eine Erklärung, in der sie eine Entschuldigung für seine israelkritischen Äußerungen verlangte. Am späten Abend des 31. Oktober folgte eine weitere Erklärung, in der sie erklärte, sie sei froh, dass El-Sayed den Inhalt der Anzeige ablehne, und sie schrieb:

„Wann immer jemand versucht, uns gegeneinander aufzubringen, sind wir verpflichtet, aufzustehen und uns zu wehren“

Haley Stevens, Demokratische US-Abgeordnete aus Michigan

Der Streit stellt einen progressiven und scharfen Israel-Kritiker einem Mitte-Politiker gegenüber, der Israel unterstützt.

Was vor dem 3. November auf dem Spiel steht

Die Briefwahl läuft seit dem 24. Oktober, also bereits vor dem Ausbruch der jüngsten Spannungen. El-Sayed, ein früherer Gesundheitsbeamter des Bundesstaates Michigan, liefert sich mit Mike Rogers, einem früheren Kongressabgeordneten, ein enges Rennen um den Sitz, den der Demokrat Gary Peters innehat und aufgibt. Bei einem Wahlsieg wäre El-Sayed der erste muslimische Senator. Den Sitz zu halten ist wichtig für den Versuch der Partei, sich in der Schlussphase von Donald Trumps zweiter Amtszeit eine Senatsmehrheit zu sichern. Die Partei bemüht sich zudem, schwarze und jüdische Wähler in entscheidenden Gebieten zu mobilisieren, wo die Wahlbeteiligung in Detroit ausschlaggebend sein könnte. Dingell und andere Demokraten beteuern, die Partei stehe geschlossen hinter El-Sayed, auch wenn der erneute Streit eine einheitliche Schlussbotschaft erschwert.

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