Australia Zoo würdigt das Vermächtnis von Steve Irwin zwanzig Jahre nach dem tödlichen Stachelrochen-Angriff
Zwei Jahrzehnte nach Steve Irwins Tod während einer Ozean-Expedition erstreckt sich das von ihm erweiterte Wildtier-Schutzgebiet in Beerwah nun über 280 Hektar und beschäftigt über 500 Mitarbeiter.
Vermächtnis im Australia Zoo
Zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Fernseh-Naturforschers Steve Irwin im Alter von 44 Jahren betreibt sein Wildtier-Schutzgebiet an der Sunshine Coast eine Fläche von 280 Hektar. Die heutige Australia-Zoo-Anlage nahe Beerwah entwickelte sich aus einem kleinen Reptilienpark von weniger als einem Hektar, den seine Eltern 1970 eröffneten. Heute kümmern sich über 500 Mitarbeiter und 125 Freiwillige um die Anlagen und die Tierpflege. Ein kostenloser Shuttle bringt ankommende Besucher vom nahegelegenen Bahnhof Beerwah direkt zum Haupteingang. Große Eingangsdisplays zeigen lebensgroße Porträts von Irwin in seinem markanten Khaki-Hemd zusammen mit seinem Markenzeichen „Crikey“. Der Park beherbergt ausgedehnte Lebensräume für einheimische Fauna, darunter Wombats, Kängurus, Tasmanische Teufel und Krokodile, mit pädagogischen Wildtierpräsentationen im Crocoseum. Internationale Touristen, darunter Besucher aus Deutschland, besuchen die Einrichtung, in der Irwins Familie seine Mission zum Schutz der Wildtiere fortsetzt.
- Bob und Lyn Irwin gründen einen Reptilienpark unter einem Hektar in Beerwah
- Steve Irwin übernimmt die Leitung des Reptilienparks in Beerwah
- Steve Irwin heiratet Terri Raines und filmt während der Flitterwochen eine Krokodil-Umsiedlung
- Steve Irwin stirbt im Alter von 44 Jahren nach einem Stachelrochen-Angriff vor der Küste von Queensland
Fernsehkarriere und Naturschutzphilosophie
Irwin erlangte weltweite Fernsehberühmtheit durch seine Serie „The Crocodile Hunter“. In seinen Sendungen war er zu sehen, wie er durch Sümpfe und Buschland rannte, auf Krokodile sprang und giftige Schlangen direkt vor die Kameralinse hielt. Der Produktionsstil verband Naturschutz-Kampagnen, Unterhaltung und internationale Tourismuswerbung für Australien. Irwin definierte seinen beruflichen Schwerpunkt als Wildtiererhaltung durch aktive, fesselnde öffentliche Bildung.
Naturschutz durch spannende Bildung
Das Medien-Franchise entstand, nachdem Irwin Terri Raines, eine Tierliebhaberin aus Oregon, kurz nachdem er die Leitung der Beerwah-Wildtier-Einrichtung übernommen hatte, kennenlernte. Das Paar heiratete 1992 und verbrachte seine Flitterwochen damit, ein Problemkrokodil in der australischen Wildnis aufzuspüren und zu fangen. Das während dieses Umsiedlungsprojekts aufgezeichnete Filmmaterial bildete die Grundlage für die erste Dokumentation, aus der die weltweite Fernsehserie hervorging.
Frühe Reptilienhandhabung und Fangmethoden
Irwin begann bereits als kleines Kind unter der Anleitung seiner Eltern Bob und Lyn Irwin mit der Arbeit an gefährlichen australischen Wildtieren. Mit sechs Jahren fing er seine erste Giftschlange und half bereits mit neun Jahren beim Fangen von Problemkrokodilen. 1991 übernahm Irwin die direkte Leitung des Reptilienparks in Beerwah von seinen Eltern. In seiner frühen Erwachsenenzeit verbrachte er Monate in den abgelegenen nördlichen Regionen Australiens, um für ein staatliches Umsiedlungsprogramm Krokodile zu fangen. Bei diesen Feldeinsätzen entwickelte Irwin spezielle Fang- und Handhabungsverfahren, die Wildtiermanager in ganz Australien weiterhin anwenden.
Tödliche Stachelrochen-Begegnung vor Queensland
Irwin starb am 4. September 2006 während der Produktion einer Meeresdokumentation vor der Küste von Queensland. Das tödliche Ereignis ereignete sich nicht beim Umgang mit Krokodilen oder Schlangen, sondern während einer Schnorchel-Session im Flachwasser mit Meereslebewesen. Ein Kurzschwanz-Stachelrochen traf Irwin mit seinem Stachel in die Brust und verursachte eine direkte Stichverletzung am Herzen. Die tödliche Begegnung erfolgte nach jahrzehntelanger Nahfeldarbeit mit gefährlichen Reptilien in ganz Australien. Nach Irwins Tod behielt seine Familie die Leitung des Australia-Zoo-Geländes und der dazugehörigen Schutzreservate und setzte die von ihm begründeten öffentlichen Bildungsprogramme und Tierschutzinitiativen fort.


