
Dolly Parton, Country-Ikone und Philanthropin, stirbt mit 80 in Nashville
Die Country-Sängerin und Songwriterin Dolly Parton ist am Dienstag im Alter von 80 Jahren in ihrem Haus in Nashville gestorben. Ihre Karriere erstreckte sich über fast sechs Jahrzehnte, und sie verkaufte über 100 Millionen Tonträger.
Tod in Nashville
Die Country-Sängerin, Songwriterin und Philanthropin Dolly Parton ist am Dienstag, den 25. August 2026, im Alter von 80 Jahren in ihrem Wohnsitz in Nashville, Tennessee, gestorben. Ihr Neffe Bryan Seaver, der mehr als zwei Jahrzehnte lang ihr Sicherheitschef war, gab ihren Tod in einer Videobotschaft bekannt, die auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen veröffentlicht wurde. Parton hatte im vergangenen Jahr einen nachlassenden Gesundheitszustand erlebt, was zur Absage mehrerer Konzerte, öffentlicher Auftritte und einer geplanten Las-Vegas-Residenz führte. Sie hatte zuvor erklärt, dass sie ihre eigene Gesundheit vernachlässigt habe, während sie sich um ihren 59-jährigen Ehemann Carl Thomas Dean kümmerte, der 2025 starb. Seaver erklärte, dass Parton ihn ausdrücklich damit beauftragt hatte, die öffentliche Bekanntgabe nach ihrem Tod zu machen.
Dolly lebte im Licht und ist in den Armen Jesu.
Frühes Leben und Durchbruch
Geboren am 19. Januar 1946 in Locust Ridge, Tennessee, wuchs Parton in einer Familie mit 12 Kindern in großer Armut auf. Sie schrieb ihr erstes Lied mit dem Titel Little Tiny Tasseltop im Alter von etwa sechs Jahren und begann als Kind in lokalen Fernseh- und Radioprogrammen in Knoxville aufzutreten. 1964 zog sie nach Nashville, um hauptberuflich Musik zu machen, und erlangte 1967 nationale Bekanntheit, nachdem sie der Porter Wagoner Show beigetreten war. Sie erreichte 1971 mit dem Titel Joshua ihren ersten Nummer-eins-Country-Hit, bevor sie eine Solokarriere startete. Als sie sich von Wagoner trennte, um unabhängige Projekte zu verfolgen, komponierte sie die Ballade I Will Always Love You als Abschiedslied.
- Geboren in Locust Ridge, Tennessee
- Umzug nach Nashville, um eine professionelle Musikkarriere zu verfolgen
- Beitritt zur Porter Wagoner Show
- Erster Nummer-eins-Country-Hit mit dem Song Joshua
- Hauptrolle im Film 9 to 5 und Oscar-Nominierung für den Titelsong
- Spende von 1 Million Dollar an die Vanderbilt University für die COVID-19-Impfstoffforschung
- Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame
- Veröffentlichung des 30-Titel-Kollaborationsalbums Rockstar
- Ehemann Carl Thomas Dean stirbt nach 59 Ehejahren
- Stirbt zu Hause in Nashville im Alter von 80 Jahren
Katalog, Kino und Crossover-Erfolg
In einer fast sechs Jahrzehnte umspannenden Karriere schrieb Parton mehr als 3.000 Lieder und verkaufte weltweit über 100 Millionen Tonträger. Sie gewann 11 Grammy Awards, darunter einen Lifetime Achievement Award. Ihr Katalog umfasst weithin bekannte Kompositionen wie Coat of Many Colors, Jolene und Love Is Like a Butterfly. 1980 spielte Parton neben Jane Fonda und Lily Tomlin in der Komödie 9 to 5 und erhielt eine Oscar-Nominierung für das Schreiben und Aufführen des Titelsongs. Ihre Arbeit überschritt immer wieder Genregrenzen: Whitney Houston nahm eine weltweit erfolgreiche Version von I Will Always Love You auf, The White Stripes coverten Jolene, und Beyoncé nahm für ihr Album Cowboy Carter (2024) eine Neuinterpretation von Jolene auf. 2022 wurde Parton in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen und veröffentlichte 2023 das Album Rockstar mit 30 Titeln, auf dem Paul McCartney, Ringo Starr, Elton John und Sting als Gäste mitwirkten.
Philanthropie und Geschäftsaktivitäten
Neben Aufnahmen und Auftritten entwickelte Parton umfangreiche geschäftliche und wohltätige Initiativen, die in ihrer Heimatregion verwurzelt sind. Sie gründete den Freizeitpark Dollywood in Tennessee und startete die Imagination Library, eine Initiative, die kostenlose Bücher an Vorschulkinder in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Irland verteilt. In ihrem Heimatbezirk finanzierte sie Stipendien für Highschool-Schüler, woraufhin lokale Behörden eine lebensgroße Statue von ihr vor dem Bezirksgericht aufstellten. Im Jahr 2020 spendete Parton 1 Million Dollar an die Vanderbilt University zur Unterstützung der medizinischen Forschung an COVID-19-Impfstoffen und trug damit direkt zur frühen Entwicklung des Moderna-Impfstoffs bei. Als die Abgeordneten von Tennessee 2021 vorschlugen, eine zweite Statue von ihr in Nashville zu errichten, bat Parton förmlich darum, den Antrag zurückzuziehen.
Angesichts all dessen, was in der Welt vor sich geht, halte ich es für nicht angemessen, mich jetzt auf ein Podest zu stellen.


