Christina Stumpp tritt nach Gesprächen mit der Parteiführung als stellvertretende Generalsekretärin der CDU zurück
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den 41-jährigen Abgeordneten Michael Hose als Nachfolger von Christina Stumpp nominiert, die den Parteiposten am 21. September verlässt.
Führungswechsel in der CDU
Die stellvertretende Generalsekretärin der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU), Christina Stumpp, wird ihren Parteiposten am 21. September 2026 aufgeben. Der Rücktritt erfolgt nach direkten Gesprächen zwischen Stumpp und Parteivorsitzendem Friedrich Merz, der auch Bundeskanzler ist. Die CDU gab die Entscheidung am Freitagabend bekannt, wenige Tage nach einer Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt. Merz plant, den 41-jährigen Abgeordneten Michael Hose den Parteigremien als kommissarischen Nachfolger vorzuschlagen. Die 38-jährige Stumpp bleibt weiterhin Bundestagsabgeordnete für Baden-Württemberg.
Öffentliches Dementi und interne Verhandlungen
Berichte über Stumpps Abgang waren bereits Anfang der Woche aufgetaucht. Das Medium Table.Briefings und Robin Alexanders Podcast Machtwechsel berichteten, dass Merz ihr nahegelegt habe, von der Führungsrolle zurückzutreten, was Stumpp zunächst ablehnte. Am Mittwochmorgen wies Stumpp die Berichte auf der Social-Media-Plattform X öffentlich zurück.
Das ist nicht korrekt. Ich bleibe stellvertretende Generalsekretärin der CDU Deutschlands.
Die gesamte CDU-Führung lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab, während die internen Gespräche fortgesetzt wurden. Die Gespräche endeten mit einer Einigung, dass Stumpp am 21. September zurücktreten wird, dem Tag unmittelbar nach den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Vier Jahre in der Kommunalkoordination
Merz schuf das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin im Jahr 2022, und der CDU-Bundesparteitag wählte Stumpp im September 2022 in das Amt. Ihr Aufgabengebiet umfasste die Vernetzung der Bundesparteizentrale in Berlin mit den Ortsverbänden und die Unterstützung von Wahlkämpfen bei Kommunalwahlen. Stumpp besuchte rund 75 % der Kreisverbände der Partei, vertrat etwa 72.500 ehren- und hauptamtliche Kommunalvertreter und gründete das Netzwerk women@cdu, um die Beteiligung von Frauen in der Kommunalpolitik zu fördern. Stumpp erklärte, dass es ihr eine Ehre gewesen sei, die Kommunalvertreter zu vertreten, und dankte Merz für sein Vertrauen und die Zusammenarbeit.
Christina Stumpp hat in unserer Partei integrativ mit hohem persönlichem Einsatz gearbeitet.
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Regionale Ausgewogenheit in der Parteiführung
Der Führungswechsel folgt auf eine frühere Umbildung im Juli 2026, als Generalsekretär Carsten Linnemann den Posten verließ, um als Gesundheitsminister ins Bundeskabinett einzutreten. Merz ersetzte Linnemann durch Franziska Hoppermann aus Hamburg, eine Entscheidung, der Stumpp damals Berichten zufolge widersprach. Auf die Spannungen angesprochen, erklärte Hoppermann, sie erwarte eine konstruktive Zusammenarbeit. Bei der Bekanntgabe der Nominierung Hoses betonte Merz, dass die Partei der deutschen Einheit sowohl Ost- als auch Westdeutschland in ihrer Führung widerspiegeln müsse. Hose, ein thüringischer Abgeordneter und ehemaliger Schulleiter aus Erfurt, wird gemeinsam mit Hoppermann die geschäftsführende Parteispitze bilden.


