Steinmeier wirbt für den Deutschen Wandertag im Erzgebirge: 20.000 Gäste, Luchs-Rückkehr und eine grenzüberschreitende Premiere
Schirmherr Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender wanderten ein Stück des Westerzgebirges, lobten die Ehrenamtlichen und die Rückkehr der Luchse in der Region, während die Organisatoren sich auf mehr als 20.000 Besucher aus ganz Europa vorbereiten.
Präsidententest auf dem Weg
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr des 123. Deutschen Wandertags, testete am 24. Juli einen Abschnitt des Erzgebirgswegs nahe Eibenstock. Begleitet wurde er von seiner Frau Elke Büdenbender und Vertretern des Deutschen Wanderverbandes. Das Motto der Veranstaltung lautet „Bewegt verbunden – Gemeinsam durch das Erzgebirge.“ Günstiges Wetter veranlasste ihn zu der Bemerkung:
Nicht nur der Schirmherr freut sich, wenn an einem solchen Tag kein Regenschirm nötig ist.
Der Präsident und seine Frau haben kürzlich Wanderungen in den Alpenausläufern und auf der Schwäbischen Alb unternommen. Steinmeier betonte, dass Wanderer verantwortungsvolle Naturliebhaber seien, und hob ihr tiefes Engagement für die Umwelt hervor.
Anerkennung für Ehrenamtliche
Während der Wanderung dankte Steinmeier den vielen Freiwilligen, die in ihrer Freizeit Wald-, Feld- und Bergwege pflegen. Er stellte fest, dass die Instandsetzung von Wegen und die Aktualisierung von Wegweisern erhebliche Arbeit bedeuten.
Wir wandern beide selbst gern.
Diese Aussage machte er im Namen seiner Frau und seiner selbst und bekräftigte seine persönliche Verbundenheit mit dem Hobby. Die Freiwilligen wurden dafür gelobt, dass sie Deutschlands umfangreiches Wegenetz sicher und einladend für die Öffentlichkeit halten.
Waldanpassung und Luchs-Rückkehr
Vertreter der Forstverwaltung informierten Steinmeier über die Bemühungen, Sachsens Wälder an den Klimawandel anzupassen, darunter die Suche nach und Anpflanzung von Baumarten, die mit veränderten Bedingungen zurechtkommen. Der Westerzgebirgswald nahe Eibenstock hat eine Besonderheit: Luchse wurden durch ein staatliches Auswilderungsprogramm wiederangesiedelt und durchstreifen nun wieder das Gebiet. Die staatlichen Wiederansiedlungsbemühungen haben eine kleine Population der Raubtiere etabliert, die sich von Eibenstock aus in die umliegenden Wälder ausbreiten. Die Sichtung von Luchsen verleiht dem Wandererlebnis ein seltenes Naturelement.
Ein grenzüberschreitendes Fest
Der 123. Deutsche Wandertag wird vom 24. bis 27. September 2026 im Kurort Oberwiesenthal und seiner Umgebung stattfinden. Es ist die Rückkehr des größten Wanderereignisses des Landes ins Erzgebirge nach 23 Jahren; die letzte Auflage vor Ort fand 2003 in Schwarzenberg statt. Die Organisatoren erwarten mehr als 20.000 Gäste aus ganz Europa. Erstmals fällt der Deutsche Wandertag mit dem europäischen Wanderfestival Eurorando zusammen und bildet ein gemeinsames Projekt, das Deutschland und Tschechien grenzüberschreitend verbindet. Die Wahl von Oberwiesenthal, einem Kurort nahe der tschechischen Grenze, unterstreicht den grenzüberschreitenden Charakter der diesjährigen Veranstaltung. Die Teilnehmer werden Routen begehen können, die sich über beide Länder erstrecken, wobei Eurorando dem Fest eine internationale Dimension verleiht.
- Schwarzenberg veranstaltet das Ereignis, das letzte Mal im Erzgebirge
- Steinmeier bewirbt den Weg in Eibenstock mit Ehefrau und Wanderfunktionären
- Der 123. Deutsche Wandertag beginnt in Oberwiesenthal, zeitgleich mit Eurorando


