
Ecuador: Staatsanwältin Gloria Bravo bei Angriff in Manta getötet – dritter Fall in derselben Stadt; auch ihre Schwester stirbt
Gloria Bravo, eine Staatsanwältin, die gegen organisierte Kriminalität und einen kürzlichen Brand ermittelte, bei dem 35 Boote zerstört wurden, wurde am Sonntag in Manta im Westen Ecuadors getötet. Auch ihre Schwester wurde bei dem Angriff tödlich erschossen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.
Der Angriff
Am Sonntag wurde die Staatsanwältin Gloria Bravo bei einem kriminellen Angriff in Manta, einer Hafenstadt im Westen Ecuadors, getötet. Auch ihre Schwester, die sie begleitete, starb bei dem Überfall. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte den Vorfall und verurteilte ihn scharf.
Die Generalstaatsanwaltschaft lehnt den kriminellen Angriff, der heute gegen die Richterin verübt wurde, entschieden ab und verurteilt ihn aufs Schärfste (...), die leider ihr Leben verlor.
Eine Staatsanwältin im Visier wegen Ermittlungen zur organisierten Kriminalität
Bravo war seit 15 Jahren Staatsanwältin und konzentrierte sich auf Fälle organisierter Kriminalität in der Region. Sie ermittelte aktiv zu einem kürzlichen Brand, bei dem etwa 35 Boote in einem Fischereihafen von Manta zerstört wurden; die Ursache wird noch untersucht. Ihre Tötung ist der dritte Mord an einer Staatsanwältin in Manta, einer bekannten Hochburg der kriminellen Gruppe Los Choneros.
Manta, Epizentrum des Drogenhandels
Manta gehört zu den von Gewalt am stärksten betroffenen Städten Ecuadors und dient als wichtiger Umschlagplatz für Kokain. Daten zufolge werden 70 % des in den Nachbarländern Kolumbien und Peru produzierten Kokains über ecuadorianisches Gebiet transportiert. Die Bande Los Choneros, deren Anführer – bekannt als Fito – letztes Jahr verhaftet und in die USA ausgeliefert wurde, beherrscht das Gebiet. Trotz der Zusammenarbeit mit den USA und der harten Linie der rechtsgerichteten Regierung unter Präsident Daniel Noboa bleibt die Gewalt tief verwurzelt. Im Jahr 2025 lag die Mordrate Ecuadors bei 50,9 pro 100.000 Einwohner, was es zu einem der gefährlichsten Länder Lateinamerikas macht.

