
Spotify erreicht 300 Millionen Premium-Abonnenten und stellt KI-Remix-Tool mit UMG und Merlin vor
Der Streaming-Riese gewann im 2. Quartal 7 Millionen Premium-Abonnenten hinzu und übertraf damit die Prognosen, während er KI-gestützte Funktionen einführte, darunter ein Fan-Remix-Tool mit großen Labels.
Spotify beendete das Juni-Quartal mit 300 Millionen Premium-Abonnenten – ein Meilenstein, den kein anderer Audio-Streaming-Dienst zuvor erreicht hatte. Das Unternehmen gewann im Berichtszeitraum 7 Millionen zahlende Nutzer hinzu, eine Million mehr als prognostiziert, mit Zuwächsen in allen Regionen. Die monatlich aktiven Nutzer stiegen um 12 % auf 777 Millionen, leicht unter der Prognose von 778 Millionen. Das Wachstum gelang trotz Preiserhöhungen in mehreren Märkten in diesem Jahr.
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Abonnentenwachstum und Finanzkennzahlen
Der Umsatz stieg um 14 % auf 4,78 Mrd. € (5,5 Mrd. $), im Einklang mit der Prognose. Die Bruttomarge erreichte mit 33,4 % einen historischen Höchststand und brachte das Unternehmen seinem langfristigen Ziel von 35–40 % näher. Das Betriebsergebnis stieg um 61 % auf 655 Mio. €, und der freie Cashflow erzielte mit 797 Mio. € einen Rekordwert. Der Nettogewinn erreichte 545 Mio. € bzw. 2,61 € pro Aktie und kehrte damit einen Verlust von 86 Mio. € im Vorjahr um. Die Premium-Abonnementumsätze wuchsen um 15 %, während die werbefinanzierten Einnahmen nur um 1 % zulegten.
- Q1 2026
- 293 Millionen
- Q2 2026
- 300 Millionen
- Q3 2026 (Prognose)
- 305 Millionen
KI-Wetten und das Remix-Tool
Spotify setzt stark auf künstliche Intelligenz, um die Nutzerbindung zu vertiefen. Co-CEO Gustav Söderström erklärte, das Unternehmen betrachte KI als Möglichkeit, sowohl auf der Produkt- als auch auf der Kostenseite zu punkten. Zu den neuen Funktionen gehören „Talk to Spotify“, ein im Juli eingeführter Konversationsassistent, KI-generierte persönliche Podcasts und ein KI-DJ, der auf weitere Sprachen ausgeweitet wird. Die prominenteste Initiative ist ein KI-gestütztes Remix- und Cover-Song-Tool, das in Partnerschaft mit der Universal Music Group und der unabhängigen Lizenzierungsgruppe Merlin entwickelt wurde, die sich am Dienstag dem Vorhaben anschloss. Künstler müssen zustimmen, und Spotify verspricht Einwilligung, Anerkennung und Vergütung. Söderström betonte, dass das Tool echte Künstlerstimmen verwendet, keine synthetischen, und bezeichnete es als ein anderes Angebot im Vergleich zu anderen KI-Musikgeneratoren. Eine Vorschau des Remix-Modells soll vor der Verfügbarkeit des vollständigen Katalogs an einige Nutzer ausgerollt werden.
Was wir tun, ist etwas anderes, und Künstler sehen, dass unsere Produkte echte Künstler betreffen, keine Fake-Künstler, und im Fall von Remixen echte Künstler mit echten Stimmen.
Herausforderungen und Marktreaktion
Trotz des Abonnentenzuwachses fiel die Spotify-Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als 4 % und lag zum Montagsschluss seit Jahresbeginn um rund 15 % im Minus. Anleger schienen sich über steigende Kosten zu sorgen: Die Betriebsausgaben stiegen um 3 % auf 941 Mio. €, angetrieben durch temporäre Investitionen in Marketing und Cloud-/KI-Ausgaben. Die Plattform war zudem im Mai und Juli von zwei größeren Ausfällen betroffen und sah sich anhaltender Kritik an KI-generiertem „Schrott“ auf dem Dienst ausgesetzt. Spotify hat Künstler-Verifizierungsabzeichen und optionale KI-Inhaltskennzeichnungen eingeführt, aber einige Nutzer greifen auf Drittanbieter-Tools wie SoullessMusic.com und SlopTracker zurück, um KI-Musik herauszufiltern.
Ausblick
Für das dritte Quartal prognostiziert Spotify 305 Millionen Premium-Abonnenten und 788 Millionen monatlich aktive Nutzer. Der Umsatz soll 5 Mrd. € erreichen, bei einem Betriebsergebnis von 670 Mio. € und einer Bruttomarge von 32,9 %. Co-CEO Alex Norström sagte, das Geschäft sei gesund und wachse stetig und sei gut positioniert, um 2026 verbessertes Wachstum und verbesserte Margen zu liefern.
Wir haben eine Größenordnung, die nur wenige Unternehmen in der Geschichte erreicht haben, ein Geschäft, das gesund ist und sich stetig entwickelt, und Chancen, die nur wir verfolgen können.
- Q2 2026
- 4.78 Mrd. €
- Q3 2026 (Prognose)
- 5 Mrd. €


