
SPD-Amtsinhaber Ralf Reinhardt gewinnt dritte Amtszeit als Landrat von Ostprignitz-Ruppin und besiegt AfD-Herausforderer in der Stichwahl
Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) erzielte am Sonntag 60,6 Prozent der Stimmen in der Stichwahl und fügte der AfD damit die sechste Niederlage in einer Brandenburger Landratswahl in diesem Jahr zu.
Die Stichwahl
Ralf Reinhardt (SPD) gewann am Sonntag die zweite Runde der Landratswahl in Ostprignitz-Ruppin mit 60,6 Prozent der Stimmen gegen Torsten Arndt von der AfD, der 39,4 Prozent erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 46 Prozent. Reinhardt erreichte das erforderliche Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten, was 12.540 Stimmen entspricht. Es war seine dritte achtjährige Amtszeit, aber die erste, die er durch direkte Wahl gewann, nachdem er 2010 und 2018 vom Kreistag ernannt worden war.
- Ralf Reinhardt (SPD)
- 60.6 %
- Torsten Arndt (AfD)
- 39.4 %
Der Weg zur Stichwahl
Im ersten Wahlgang am 7. Juni lag Reinhardt mit 34,7 Prozent vorn, gefolgt von Arndt (30,3 Prozent), dem unabhängigen Kandidaten Thomas Kresse (23,9 Prozent) und Ronald Mundt von den Freien Wählern (11,1 Prozent). Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) rief zum Boykott der Stichwahl auf und forderte seine Anhänger auf, zu Hause zu bleiben oder ihre Stimmzettel ungültig zu machen. CDU und Die Linke, die Kresse im ersten Wahlgang unterstützt hatten, empfahlen in der Stichwahl die Wahl von Reinhardt, um die AfD zu blockieren. Die Grünen, die im Kreistag eine gemeinsame Fraktion mit der SPD bilden, unterstützten Reinhardt von Anfang an.
Politischer Hintergrund
Der brandenburgische Verfassungsschutz stuft den Landesverband der AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein. Die Partei hatte in fünf der sechs Landratswahlen in Brandenburg in diesem Jahr die Stichwahl erreicht, aber keine gewonnen. Ihr einziger lokaler Exekutiverfolg bleibt das Bürgermeisteramt von Zehdenick, das René Stadtkewitz im Mai gewann.


