Regierung · Madrid
Spaniens Regierung verschiebt wegweisendes Wohnungsdekret auf September, nachdem Junts und Podemos Widerstand leisten
Die spanische Regierung hat die Verabschiedung ihres weitreichenden Realdecreto-Gesetzes zum Wohnungsbau von der letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause auf September verschoben, nachdem es ihr nicht gelungen war, die wichtigsten parlamentarischen Verbündeten Junts, Podemos und die PNV zu gewinnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RTVE.es und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Regierung verschob das Realdecreto-Gesetz zum Wohnungsbau, das ursprünglich für den Ministerrat am 28. Juli vorgesehen war, auf September, weil die für die Ratifizierung erforderlichen parlamentarischen Stimmen fehlten.
Der 69-seitige Entwurf bündelte Mietvertragsverlängerungen bis 2028, eine 21%ige Mehrwertsteuer auf Touristenwohnungen, Räumungsschutzmaßnahmen, Steueranreize für Vermieter und Baugesetzesreformen.
Junts bezeichnete den Entwurf als „mehr vom Gleichen“ und forderte Maßnahmen gegen Hausbesetzungen; Podemos lehnte Steuererleichterungen und die Baugesetzesreform ab; die PNV verlangte Rechtssicherheit und regionale Befugnisse.
Sumar-Sprecher Ernest Urtasun sagte, „niemand habe den Tisch verlassen“ und bat die verbündeten Parteien, die Verhandlungen zu beschleunigen, damit das Dekret zu Beginn der neuen politischen Saison verabschiedet werden kann.
Der letzte Ministerrat vor der Sommerpause wird sich auf die Bekämpfung von Waldbränden konzentrieren, die durch die Klimanotlage verursacht werden, nachdem die Exekutive zuvor zwei parlamentarische Niederlagen zur Haushaltsstabilität erlitten hatte.
- 22. Juli 2026Sumar bestätigt den Pakt öffentlich; die Einigung löst sofortigen Widerstand von Junts, Podemos und der PNV aus.
- 27. Juli 2026Die Regierung verschiebt das Dekret auf September und verweist auf Zeitdruck und die Notwendigkeit weiterer Verhandlungen.
- 28. Juli 2026Letzter Ministerrat vor der Pause konzentriert sich auf Notfallmaßnahmen gegen Waldbrände; kein Wohnungsdekret auf der Tagesordnung.
Das Dekret, das die Legislaturperiode krönen sollte
Ein 69‑seitiges Realdecreto-Gesetz sollte vor August die wichtigste Maßnahme der Regierung sein, ein „breit gefächertes“ Paket, von dem Sprecherin Elma Saiz im Juni versprochen hatte, dass es eine breite parlamentarische Mehrheit finden würde. Der Entwurf, der wochenlang zwischen PSOE und Sumar ausgehandelt wurde, sah eine automatische zweijährige Verlängerung von Mietverträgen vor, die vor dem 30. Juni 2028 auslaufen, eine Regulierung von Saison‑ und Zimmervermietungen, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Touristenwohnungen auf 21 %, eine Verschärfung der Sanktionen für digitale Plattformen, Steueranreize für Vermieter, die die Mieten einfrieren oder senken, Räumungsschutz für schutzbedürftige Haushalte und eine Reform des Baugesetzes. Die Regierung beschrieb es als ein Mosaik, das den gesamten Investiturblock zufriedenstellen könne, der Pedro Sánchez im November 2023 wiedergewählt hatte.
„Es wird ein breites, transversales Realdecreto-Gesetz sein, das Maßnahmen enthält, die von verschiedenen Gruppen während der gesamten Legislaturperiode unterstützt werden, damit sich alle vertreten fühlen können.“
Warum es scheiterte
Die Breite, die die Koalition einen sollte, wurde stattdessen zu ihrem Verhängnis. Junts per Catalunya, für jede Mehrheit unverzichtbar, teilte der Regierung mit, der Text sei „mehr vom Gleichen“ und beklagte, dass es an Maßnahmen gegen Hausbesetzungen fehle, während er von Wahlkampfgetöse durchzogen sei. Die Partei forderte zudem stärkere Preiskontrollhebel, teilte aber gleichzeitig die Skepsis der PNV gegenüber staatlichen Markteingriffen.
Podemos unter Führung von Ione Belarra zog eine rote Linie: Die Baugesetzesreform müsse gestrichen werden, Steuererleichterungen für Vermieter seien inakzeptabel und der Räumungsschutz müsse verstärkt werden. Die PNV knüpfte ihre Unterstützung an genau die Baugesetzesbestimmungen, die Podemos gestrichen haben wollte, und forderte planungsrechtliche Flexibilität, Rechtssicherheit für Bauträger und Respekt vor den regionalen Zuständigkeiten. Sumar-Sprecher Ernest Urtasun räumte ein, dass die Regierung die Verzögerung akzeptiere, „weil die Gruppen selbst darum gebeten haben“, bestand aber darauf, dass keine Partei abgesprungen sei.
„Niemand hat den Tisch verlassen. Alle wollen sich hinsetzen, reden und Vorschläge machen. Niemand hat gesagt, dass er das nicht voranbringen will.“
Von Wohnungsbau zu Bränden
Nachdem das Wohnungsdekret von der Tagesordnung gestrichen worden war, beeilte sich die Regierung, den letzten Ministerrat vor der Sommerpause neu zu gestalten. Die Exekutive kündigte an, dass sich die Sitzung stattdessen auf die Bekämpfung der Welle von Waldbränden konzentrieren werde, die mit der aktuellen Klimanotlage zusammenhängen. Der Schwenk erlaubte es Moncloa, Dringlichkeit in einem Bereich zu demonstrieren, in dem politische Schuldzuweisungen schwieriger sind, nachdem das Finanzministerium in derselben Sitzung bereits zwei Niederlagen auf dem Stabilitätspfad erlitten hatte, was Ärger für den Herbsthaushalt ahnen ließ.
Der Weg in den September
Das Wohnungsbauministerium unter Isabel Rodríguez veröffentlichte eine Erklärung, in der es hieß, „die Eile des Kalenders kann angesichts der Komplexität des Textes ein Hindernis für die Einigung sein“ und der Deal sei „näher als zu jedem anderen Zeitpunkt der Legislaturperiode“. Die Regierung beabsichtigt, die Sommerwochen zu nutzen, um die Gespräche mit Junts, Podemos, der PNV und den übrigen Reihen der Investitur zu intensivieren, in der Hoffnung, ein überarbeitetes Dekret so bald wie möglich nach Beginn der neuen politischen Saison ins Kabinett bringen zu können. Die Verzögerung ist der zweite Rückschlag im Wohnungsbau in diesem Jahr: Im April wurde ein Dekret zur Verlängerung des Mieterschutzes vom rechten Block plus Junts abgeschossen, bei Enthaltung der PNV. Eine Wiederholung dieser Niederlage zu vermeiden, ist jetzt Moncloas oberste Priorität, aber die gegensätzlichen Druckverhältnisse unter seinen Verbündeten lassen die September-Frist alles andere als sicher erscheinen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSContentar a Junts y Podemos: el rompecabezas del Gobierno para aprobar el gran decreto de vivienda
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLSánchez se aferra a los incendios para cerrar un curso sin mayoría política
- RTVE.esEl Gobierno retrasa a septiembre el decreto de vivienda "para lograr un acuerdo con las fuerzas parlamentarias"
- El PeriódicoEl decreto, un 'totum revolutum' que no gustaba a nadie para despedir la 'legislatura de la vivienda'
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, dessen Investiturblock das Dekret blockierte.
- Elma Saiz
- Sprecherin und Ministerin für Integration und soziale Sicherheit, die im Juni das Wohnungspaket ankündigte.
- Isabel Rodríguez
- Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, die die Verhandlungen über das Dekret leitet.
- Ernest Urtasun
- Kulturminister und Sumar-Sprecher, der sagte, die Verbündeten hätten um die Verschiebung gebeten.
- Pablo Bustinduy
- Minister für soziale Rechte, der nach der April-Niederlage auf neue Wohnungsmaßnahmen drängte.
- Ione Belarra
- Vorsitzende von Podemos, deren Partei Steueranreize und die Baugesetzesreform ablehnte.
- Carles Puigdemont
- Vorsitzender von Junts per Catalunya, dessen Partei das Dekret als „mehr vom Gleichen“ kritisierte.
- Orte
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