
Hugo González holt Silber und Laura Cabanes Bronze – Spanien beendet seine Schwimm-Durststrecke bei der Europameisterschaft in Paris
Hugo González sicherte sich Silber über 200 m Lagen mit einem spanischen Rekord von 1:54.44, und Laura Cabanes gewann Bronze über 200 m Schmetterling mit einer persönlichen Bestzeit von 2:07.21, als Spanien am letzten Tag der Europameisterschaften in Paris seine ersten Schwimmmedaillen holte.
Hugo González pusht Hubert Kos an die Grenzen
Hugo González fehlten nur 20 Hundertstel zu Gold im Finale der 200 m Lagen bei den Europameisterschaften in Paris am Sonntag, den 16. August. Der 27-jährige Mallorquiner stoppte die Uhr bei 1:54.44 – ein neuer spanischer Rekord, aber der Ungar Hubert Kos hielt mit 1:54.24 Gold, ein Europarekord und sein dritter kontinentaler Titel in Folge in dieser Disziplin. Der Russe Michail Schtscherbakow komplettierte das Podest mit Bronze in 1:56.16, 1.72 Sekunden hinter González.
González hatte sich mit der schnellsten Zeit und einem Meisterschaftsrekord für das Finale qualifiziert, was Hoffnungen auf eine Überraschung weckte. Er hatte zuvor auf den 100-m-Rücken verzichtet, um sich auf die Lagen zu konzentrieren, nachdem er im 200-m-Rücken Sechster geworden war. Kos führte durch die Schmetterlings- und Rückenabschnitte und baute einen Vorsprung von 1.79 Sekunden bei der 100-Meter-Marke auf. González holte auf der Brustlage auf, reduzierte den Rückstand auf 0.98 Sekunden und überholte Kos im Kraul fast. El País bezeichnete den Spanier als den fünftschnellsten Schwimmer in der Geschichte dieser Disziplin, während El Periódico ihn auf Platz sechs setzte. Kos' Zeit platziert ihn nur hinter Ryan Lochte und Michael Phelps als die schnellsten in dieser Disziplin.
Das Silber ist González' vierte Europameisterschaftsmedaille, zusätzlich zu Gold über 200 m Lagen, Silber über 100 m Rücken und Bronze über 50 m Rücken aus Budapest 2021. Er war auch 2024 Weltmeister über 200 m Rücken und Vizemeister über 100 m. Er hat keine olympische Medaille gewonnen, wurde bei beiden Spielen Sechster über 100 m Rücken. Der Lokalmatador Léon Marchand trat aufgrund von Unwohlsein nicht an.
- Hubert Kos (Gold)
- 114.24 Sekunden
- Hugo González (Silber)
- 114.44 Sekunden
- Mikhail Shcherbakov (Bronze)
- 116.16 Sekunden
Laura Cabanes bricht durch
Wenige Minuten nach González' Schwimmen sicherte sich die 20-jährige Laura Cabanes Bronze über 200 m Schmetterling mit einer persönlichen Bestzeit von 2:07.21. Die Schwimmerin aus La Mancha wehrte einen späten Angriff der Irin Ellen Walshe ab und lag am Ende 19 Hundertstel vor ihr. Die Britin Keanna MacInnes gewann Gold, die Dänin Helena Rosendahl Bach Silber.
Cabanes hatte ihre Form bereits im Halbfinale angedeutet, als sie mit einer Zeit unter 2:08 Zweite wurde, und steigerte sich im Finale noch. Das Bronze ist ihre erste internationale Medaille, eine Fortsetzung ihres Aufstiegs vom Juniorenbereich in die Elite. Der 200-m-Schmetterling hat im spanischen Schwimmen ein besonderes Gewicht, da Mireia Belmonte in dieser Disziplin 2016 in Rio Olympiagold gewann.
Ein breiterer spanischer Auftritt
Die beiden Medaillen fielen innerhalb von fünf bis sieben Minuten, je nach Quelle, und beendeten eine Durststrecke, in der Spanien bei den beiden vorherigen Europameisterschaften keine Schwimmmedaille gewonnen hatte. Vor der letzten Session hatte Spanien 23 Finalteilnahmen bei der Meisterschaft verzeichnet, darunter drei vierte Plätze. Zu den herausragenden Leistungen zählten die 16-jährige Irene Ciércoles, die über 100 m Rücken Fünfte wurde und in den Staffeln beeindruckte, sowie Luca Hoek, der über 100 m Freistil Vierter wurde.
- Hugo González holt Silber mit 1:54.44 (spanischer Rekord); Hubert Kos Gold mit 1:54.24 (Europarekord, dritter Titel in Folge)
- Laura Cabanes Bronze mit 2:07.21 persönlicher Bestzeit; Keanna MacInnes Gold, Helena Rosendahl Bach Silber
Die Synchronschwimm-Mannschaft hatte bereits in der Vorwoche acht Medaillen gewonnen, angeführt von Iris Tió. Spaniens Programm "Objetivo Final Olímpica 2028", das darauf abzielt, für die Olympischen Spiele in Los Angeles mehr Breite aufzubauen statt sich auf Einzeltalente zu stützen, betrachtet die Europameisterschaft in Paris als Zwischenschritt. Auf Carles Coll und Carmen Weiler konnte die Meisterschaft nicht zählen.


