Wahlen · Figueres, Viladecans und Urda

Bahn-Sicherheit wird zum Wahlkampfthema: PP, Vox und PNV greifen Sánchez' Verkehrspolitik an

Durchsuchungen und Festnahmen der Guardia Civil im Koldo-Fall am 5. November lieferten den spanischen Oppositionsparteien neue Argumente zur Sicherheit auf der Schiene und zur Straßeninstandhaltung vor der Wahl am 29. November.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, europa press, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Figueres, Viladecans, Urda · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Durchsuchungen und Festnahmen der Guardia Civil im Koldo-Fall
  2. 6.11.Garriga fordert in Figueres strafrechtliche Verantwortung für das Unglück von Urda
  3. 11.11.Für Mittwoch, 11. November, ausgerufener Streik
  4. 29.11.Parlamentswahl am 29. November

Koldo-Affäre: Durchsuchungen beleben die Bahn-Debatte neu

Am 5. November führte die Guardia Civil im Koldo-Fall Durchsuchungen und Festnahmen durch. Eine Durchsuchung galt der Wohnung des früheren Verkehrsministers José Luis Ábalos, der derzeit in Haft ist; die Unidad Central Operativa (UCO) forderte von Adif Alta Velocidad Informationen über mutmaßlich manipulierte Verträge an. Xavier García Albiol, PP-Kandidat für den Kongress in Barcelona, sagte, die Operation zeige, dass die Regierung Geld vor Gleisinstandhaltung und Sicherheit gestellt habe. Er bezeichnete die Durchsuchungen als Wahlkampfmanöver von Koldo und Ábalos, um das Bild zu trüben, und erklärte, eine PP-Regierung werde eine vollständige Prüfung anordnen, die bislang unbekannte Informationen zutage bringen könne.

Zugunglück von Urda wird zum zentralen Bezugspunkt

Das Bahnunglück von Urda (Toledo), bei dem nach Angaben von Europa Press 69 Menschen starben, ist zum Bezugspunkt der Parteien geworden. Albiol sprach in seinen Ausführungen von 115 Toten und sagte, es reiche nicht, um sie zu trauern, während Geld angeblich in andere Prioritäten der Sozialistischen Partei umgeleitet werde. Ignacio Garriga, Generalsekretär von Vox und Parteichef in Katalonien, sprach am Freitag, 6. November, in Figueres (Girona) und forderte strafrechtliche Verantwortung für das Unglück. Er warf Pedro Sánchez vor, das Verkehrsministerium zur Operationsbasis der PSOE-Korruption gemacht zu haben, und sagte, es sei genutzt worden, um parteinahe Personen unterzubringen, Verträge an Freunde zu vergeben und Provisionen einzusammeln. Garriga sagte zudem, die Regierung habe Warnungen von Lokführern zur Gleisinstandhaltung und zu Sicherheitssystemen ignoriert, und Vox werde sich nicht mit Rücktritten zufriedengeben.

Oppositionelle Angriffe auf Instandhaltung und Verkehrssicherheit

Albiol äußerte sich am 5. November in Viladecans (Barcelona) bei einem Besuch im Viertel Can Palmer, wo er gemeinsam mit dem PP-Provinzvorsitzenden Manu Reyes Anwohner traf. Er sagte, die katalanischen Autobahnen, die vor einigen Jahren die Maut abgeschafft hätten, verfielen, und warf der PSOE-Regierung vor, nichts für ihre Instandhaltung zu tun. Er warnte, der Mangel an Arbeiten könne zu schweren Unfällen auf den Straßen führen.

„Jeden Tag könnte es bei uns einen Schrecken geben wie den mit den Zügen – auf Kataloniens Straßen oder Autobahnen.“

Xavier García Albiol, PP-Kandidat für den Kongress in Barcelona und Bürgermeister von Badalona

Albiols Warnung richtete sich insbesondere an Katalonien, wo er dringende Instandhaltungsmaßnahmen für nötig erklärte. Er argumentierte zudem, die Sozialistische Partei habe Spaniens Infrastruktur in einem schlechten Zustand hinterlassen, und verknüpfte dies mit den Unglücken von Adamuz und Urda, wie sie in der Berichterstattung über den Wahlkampf genannt wurden.

Feijóos Zusagen zu Bahn und Straße

Alberto Núñez Feijóo will nach Angaben von La Vanguardia einen Sofortplan genehmigen, um die Zuverlässigkeit von Rodalies in Katalonien und von Cercanías im übrigen Land wiederherzustellen. Der Plan solle mit den Strecken beginnen, auf denen sich Störungen, Verspätungen und Ausfälle häufen, und Gleise, Züge und Ausrüstung erneuern, wobei die Sicherheit Vorrang habe. Das Parteiprogramm wurde am 5. November abgeschlossen und soll in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Sein Straßenkapitel räumt der Erhaltung des bestehenden Netzes von 26.500 Kilometern Vorrang ein. Feijóos Team verwies auf Renfe-Daten, wonach im September 400.000 Fahrgäste weniger bei Rodalies gezählt wurden als im Vorjahresmonat, und auf einen tödlichen Unfall im Januar in Gelida, als ein Bahndamm auf einen Zug stürzte.

Koalitionsgrenzen und der Streik am 11. November

Aitor Esteban, Vorsitzender der PNV, sagte, seine Partei werde keine Mehrheit unterstützen, die Vox brauche, und stellte die Ausgaben der Regierung für pauschale Verkehrssubventionen über viele Jahre infrage. Er stellte auch den Kauf von Hochgeschwindigkeitszügen infrage, die mehr als 300 km/h erreichen, sowie die Berufung von Carlos Cuerpo an die Spitze des Verkehrsministeriums. Esteban argumentierte, die Instandhaltung müsse an erster Stelle stehen.

„Es erscheint mir furchtbar, dass wir überhaupt über höhere Geschwindigkeiten auf diesen Abschnitten nachdenken, wo doch sogar von einer einjährigen Schließung von Strecken die Rede war.“

Aitor Esteban, Vorsitzender

Garriga rief Wähler, die PSOE, PP, Comuns, Sumar und Aliança Catalana unterstützt hatten, dazu auf, bei der Wahl am 29. November Vox zu wählen. Er nannte den für Mittwoch, 11. November, geplanten Generalstreik politisch, warf den dahinterstehenden Gewerkschaften vor, als Sprachrohr der Regierung zu agieren, und sagte, Vox werde ihre Subventionen kürzen. Zudem bezeichnete er Figueres als Eintrittspunkt für massenhafte illegale Einwanderung und Drogenhandel und schlug schärfere Straßenkontrollen sowie mehr Polizei an Flughäfen und Seegrenzen vor.

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