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Wirtschaft·vor 1 Std.

Spanien genehmigt KI-Gigafabrik-Konsortium über 719 Mio. € mit Telefónica, ACS, Santander und Multiverse

Die spanische Regierung hat eine Investition von 719 Millionen Euro über ihre Beteiligung SEPI Digital genehmigt, um ein öffentlich-privates Unternehmen zu gründen, das sich um eine der geplanten KI-Gigafabriken der Europäischen Union bewerben wird, mit Rechenzentren in Tarragona und Madrid.

Ein öffentlich-privates Konsortium nimmt Gestalt an

Der spanische Ministerrat hat am Dienstag eine Investition von 719 Millionen Euro über die staatliche Beteiligung SETT (die sogenannte SEPI Digital) genehmigt, um ein Joint Venture zu gründen, das sich um eine europäische KI-Gigafabrik bewerben wird. Die katalanische Regierung genehmigte gleichzeitig die Satzung des Unternehmens und die Partnervereinbarung und ermöglichte Incasòl, einen Anteil von 1 Prozent zu übernehmen und das Grundstück in Móra la Nova (Tarragona) bereitzustellen. Die Kapitalstruktur gibt dem privaten Block 51 Prozent Kontrolle: Telefónica, ACS und Banco Santander halten jeweils 15,67 Prozent, während das Quanten-Software-Start-up Multiverse Computing aus San Sebastián 4 Prozent übernimmt. Der Staat behält 47,99 Prozent. Der Pakt ist als flexibles Schema konzipiert, das sich an zukünftige Phasen anpassen und neue Partner willkommen heißen kann.

Aktionärsstruktur des KI-Gigafabrik-Konsortiums · %
SETT (SEPI Digital)
47.99 %
Telefónica
15.67 %
ACS
15.67 %
Banco Santander
15.67 %
Multiverse Computing
4 %
Generalitat de Catalunya (Incasòl)
1 %

Zwei Standorte, eine Kandidatur

Das spanische Projekt wird sich als Kandidat mit mehreren Standorten um europäische Fördermittel bewerben, wobei der Standort Tarragona mit San Fernando de Henares (Madrid) kombiniert wird. Der Komplex ist als groß angelegte Supercomputing-Infrastruktur mit mehreren Rechenzentren und Hunderttausenden von fortschrittlichen Chips konzipiert, die in der Lage ist, KI-Modelle in Industriequalität zu trainieren und auszuführen. Die Regierung stellte dies als souveränitätspolitischen Schritt dar.

Es ist ein Einsatz für die technologische und industrielle Souveränität.

Die Europäische Kommission hat 20 Milliarden Euro für drei bis fünf solcher Gigafabriken auf dem Kontinent bereitgestellt, obwohl die formelle Ausschreibung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde; eine erste Annahme von Anträgen, die bis Ende 2025 erwartet wurde, ist noch nicht erfolgt.

Europas Rennen, Spaniens Wette

Die Verpflichtung von 719 Millionen Euro ist nach spanischen Maßstäben beträchtlich, bleibt aber im Vergleich zu den globalen Ausgaben bescheiden. Die von Risikokapital finanzierte Investition in Rechenzentren in den Vereinigten Staaten erreichte 2025 45,7 Milliarden US-Dollar, und die KI-bezogenen Investitionen der großen Technologieunternehmen werden für 2026 auf 673 Milliarden US-Dollar geschätzt. China bereitet einen Fünfjahresplan über 295 Milliarden US-Dollar für Rechenzentren vor. Madrid besteht darauf, dass die Gigafabrik Talente anziehen und auf bestehenden Vermögenswerten wie dem Supercomputer MareNostrum 5 und dem EuroHPC AI Factories-Programm aufbauen wird, aber die Ankündigung lässt entscheidende Details offen: die endgültige Zusammensetzung des Konsortiums, den Zeitplan für den Bau und die Regeln, ob die Infrastruktur nur öffentlichen Stellen und großen Unternehmen oder auch kleineren Unternehmen und Endnutzern dienen wird.

Was fehlt

Die ursprüngliche Liste der Partner ließ Nvidia und Submer aus, zwei Namen, die in früheren Diskussionen genannt worden waren. Beamte stellten fest, dass die Aktionärsvereinbarung im Laufe der weiteren Phasen des Projekts angepasst werden kann. Der nächste konkrete Schritt ist eine formelle Einreichung bei der EuroHPC Joint Undertaking, aber die unbestimmte Verschiebung des EU-Auswahlverfahrens bedeutet, dass das spanische Konsortium möglicherweise Monate warten muss, um zu erfahren, ob das Angebot zu einer physischen Gigafabrik wird.

Móra la Nova · San Fernando de Henares

6 Quellen

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