Gesundheit & Bildung · Chipiona, Girona und Coslada

Allerheiligen in Spanien: Andrang auf den Friedhöfen, Schnittblumenverkäufe und steigende Feuerbestattungen

Spaniens Friedhöfe füllen sich vor Allerheiligen, die Züchter in Cádiz erwirtschaften rund um das Fest 30 bis 35 Prozent ihres Jahresumsatzes, und Feuerbestattungen machen inzwischen 60 Prozent der Bestattungen aus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, El Confidencial, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Chipiona, Girona, Coslada, Madrid · Spanien

Friedhöfe füllen sich vor dem Fest

Spaniens Friedhöfe verzeichneten am 31. Oktober, dem Vorabend von Allerheiligen, großen Andrang, da viele Familien ihre Besuche vorverlegt hatten. Dasselbe Muster war an mindestens den beiden Wochenenden zuvor zu beobachten. Am 1. November werden weitere Tausende Menschen erwartet, wenn die Familien traditionell Blumen zu Gräbern, Nischen und Familiengrüften bringen.

Blumen: ein Drittel des Jahres in einer Woche

Die Züchter an der Nordwestküste von Cádiz, Spaniens wichtigstem Anbaugebiet für Schnittblumen, geben an, dass sich 30 bis 35 Prozent ihres Jahresgeschäfts auf die Zeit um das Fest konzentrieren. Nach Angaben von COAG erzeugt Andalusien 80 Prozent der spanischen Produktion auf rund 500 Hektar, davon etwa 450 im Nordwesten von Cádiz, vor allem in Chipiona, Sanlúcar de Barrameda und Rota. Die Junta de Andalucía beziffert den Umsatz mit Schnittblumen für 2024 auf etwa 104 Millionen Euro, während ihre offiziellen Register 587 Hektar ausweisen – eine Zahl, die von der Schätzung der COAG abweicht. Luis Manuel Rivera, bei COAG für Schnittblumen in Andalusien zuständig, sagt, die diesjährige Kampagne komme nach Monaten der Abstimmung zwischen Züchtern und Vermarktungsunternehmen mit guten Prognosen.

Feuerbestattung, Zeremonien und Musik

In Spanien entschieden sich 60 Prozent der Bestattungen für eine Feuerbestattung, die übrigen 40 Prozent für eine Erdbestattung.

Anteil von Feuer- und Erdbestattungen an den Bestattungen in Spanien%
Feuerbestattung
60 %
Erdbestattung
40 %

Daten aus dem Artikeltext

Die regionalen Unterschiede sind groß. Das Baskenland hat den höchsten Anteil an Feuerbestattungen: 81 Prozent in Vizcaya und 71 Prozent in Gipuzkoa, laut der Bilanz des ersten Halbjahres 2026 der Bestattungsgruppe Mémora, des Marktführers in Spanien und Portugal. Am anderen Ende verzeichnen Guadalajara und Soria jeweils 38 Prozent, wo die Erdbestattung vorherrscht.

Anteil der Feuerbestattungen an den Bestattungen in ausgewählten Provinzen%
Vizcaya
81 %
Gipuzkoa
71 %
Guadalajara
38 %
Soria
38 %

Daten aus dem Artikeltext

Religiöse Zeremonien machen 84 Prozent der Bestattungen aus, zivile 16 Prozent. Die Zahlen von Mémora zeigen Aufbahrungen bei 81 Prozent der Bestattungen und eine Trauerfeier im Bestattungsinstitut bei 70 Prozent. Mehr als 70 Prozent der Bestattungen im Berichtszeitraum wurden über Versicherungen abgewickelt. Die Familien gestalten den Abschied zunehmend persönlich, wobei Musik das am häufigsten genutzte Mittel ist, darunter „El cant dels Ocells“, das Ave Maria und Lieder von Joan Manel Serrat.

Streit um Familiengräber

Spanien hat nach Schätzungen der Nationalen Vereinigung der Bestattungsdienste 17.850 Friedhöfe, da es kein offizielles Register gibt. Streitigkeiten um Grabstellen sind häufig, und manche enden vor Gericht. Delia Rodríguez, Direktorin von Vestalia Abogados, einer auf Familienrecht, Erbrecht und Nachlassplanung spezialisierten Kanzlei, sagt, die Regeln seien über verschiedene staatliche Ebenen verstreut.

„Die Vorschriften verteilen sich auf staatliche, regionale und kommunale Bestimmungen.“

Delia Rodríguez

Sie nennt die häufigsten Familienstreitigkeiten: was mit einem Leichnam oder der Asche geschehen soll, ob eine Feuer- oder Erdbestattung gewählt wird und wer sich um die sterblichen Überreste kümmern soll. Auch Umbettungen sind ein Streitpunkt, etwa wenn Kinder aus einer früheren Beziehung und der neue Partner oder die neue Partnerin einer verstorbenen Person sich nicht darüber einig sind, wo die Überreste ruhen sollen. Viele Menschen glauben fälschlich, dass der Boden, die Mausoleen und die Gräber der Familie gehören.

In einem lokalen Fall in San Martín del Rey Aurelio in Asturien, einer Gemeinde mit 15.531 Einwohnern, mobilisierten die Anwohner gegen die Schließung des privaten Friedhofs El Entrego, als sich sein Eigentümer dem Ruhestand näherte. Nach zwei Jahren bürokratischen Ringens kaufte der Gemeinderat das Unternehmen, das den Friedhof betrieb, für 508.000 Euro.

Floristen und persönliche Sträuße

Die Asociación Española de Floristas (AEFI) rechnet mit Verkäufen ähnlich wie in früheren Kampagnen. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Kundin oder Kunde werden je nach Größe des Straußes und Standort auf 40 bis 50 Euro geschätzt. In Regionen, in denen der Brauch am tiefsten verwurzelt ist, kann Allerheiligen bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes eines Geschäfts ausmachen, während in Großstädten dem Valentinstag und dem Muttertag mehr Gewicht zukommt. Floristerías L'Art betreibt drei Geschäfte, zwei in Coslada und eines in San Fernando de Henares.

Lourdes Arnau, Floristin mit einem Studio im Barri Vell von Girona, beschrieb das Fest in der Morgensendung von Ràdio 4. Auf die Frage, ob die Menschen noch Sträuße für die Gräber kaufen, sagte sie:

„Die Bräuche haben sich verändert, aber die Menschen bringen zu Allerheiligen noch immer Blumen auf den Friedhof.“

Lourdes Arnau

Sie sieht heute weniger Plastik im Einsatz und beschreibt ihren eigenen Stil als natürlich, wild, nachhaltig und plastikfrei. Jeder Strauß sollte ihrer Ansicht nach darum herum gestaltet werden, was er ausdrücken soll:

„Es geht nicht darum, Blumen zusammenzustecken, es geht darum, sie sprechen zu lassen.“

Lourdes Arnau

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