
Spanien weist marokkanische Souveränitätsansprüche auf Ceuta und Melilla nach Fernsehaussagen zurück
Madrid übermittelte eine formelle diplomatische Zurückweisung, nachdem der marokkanische Justizminister Abdellatif Ouahbi bilaterale Gespräche über den Status von Ceuta und Melilla gefordert hatte.
Diplomatischer Austausch über nordafrikanische Enklaven
Die spanische Regierung hat Marokko am Freitag, dem 21. August 2026, ihre kategorische Ablehnung übermittelt, nachdem erneut Souveränitätsansprüche auf die autonomen Städte Ceuta und Melilla erhoben wurden. Die Antwort wurde über das spanische Außenministerium, die Europäische Union und die Zusammenarbeit koordiniert, nachdem der marokkanische Justizminister Abdellatif Ouahbi behauptet hatte, dass beide Gebiete ein historisches und geografisches Recht Marokkos darstellten. Spanische diplomatische Behörden kommunizierten direkt über etablierte diplomatische Kanäle, dass beide Enklaven untrennbare Teile des spanischen Hoheitsgebiets seien. Das Ministerium betonte, dass Ceuta und Melilla internationale Grenzen Spaniens und der Europäischen Union darstellten, wodurch ihre territoriale Integrität durch europäisches und internationales Recht geschützt sei.
Ceuta und Melilla sind zwei spanische Städte an der Grenze Spaniens und der EU. Sie sind Teil der international anerkannten territorialen Integrität und Souveränität Spaniens und ebenso integraler Bestandteil des Hoheitsgebiets der EU.
Marokkanische Forderungen und Aufruf zu bilateralem Dialog
In einem Interview, das im marokkanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender 2M ausgestrahlt wurde, argumentierte Ouahbi, dass der rechtliche Status von Ceuta und Melilla eine offene Frage sei, die direkte Verhandlungen zwischen Madrid und Rabat erfordere. Er forderte die Einrichtung eines formellen Dialogmechanismus, einschließlich einer speziellen bilateralen Dialogkommission, um das zu arrangieren, was er als ihre Rückkehr in den Schoß des marokkanischen Heimatlandes beschrieb. Ouahbi erklärte, dass keines der beiden Länder zum Status der beiden Enklaven schweigen könne, und argumentierte, dass eine fortlaufende Debatte sowohl für die gegenwärtigen Beziehungen als auch für die Zukunft unerlässlich sei. In derselben Sendung forderte der Justizminister die spanischen Behörden auf, alle marokkanischen unbegleiteten Minderjährigen zu übergeben, die sich derzeit in Ceuta aufhalten, nachdem sie während der jüngsten Grenzübertritte in die autonome Stadt eingereist waren.
Die Frage von Ceuta und Melilla wird ein Thema des Dialogs zwischen uns und Spanien bleiben, und wir werden unser historisches Recht und unser geografisches Recht wahren.
Spanische Territorialverteidigung und ministerielle Antworten
Das spanische Außenministerium erklärte, dass Madrid jede alternative Herangehensweise an den Status von Ceuta und Melilla ablehne und weiterhin kategorisch ablehnen werde. Die diplomatische Erklärung folgte auf frühere Gespräche zwischen Beamten beider Länder, nachdem marokkanische Stellungnahmen die Souveränität der Städte als anhängig bezeichnet hatten. Als Reaktion auf diese ersten Behauptungen wies die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles jede Neuverhandlung des rechtlichen Status der Städte öffentlich zurück und betonte, dass die nationale Souveränität über die Gebiete nicht verhandelbar sei. Die offizielle Haltung Madrids wurde am 11. August 2026 weiter bekräftigt, als Außenminister José Manuel Albares nach Ceuta reiste, um ein offizielles Treffen mit dem Präsidenten der autonomen Stadt, Juan Jesús Vivas Lara, abzuhalten.
Ceuta und Melilla sind nicht spanisch, sie sind zutiefst spanisch. Niemand fasst Ceuta und Melilla an.
Historische Territorialansprüche und Grenzbelastungen
Marokko erhebt seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1956 diplomatische Ansprüche auf Ceuta und Melilla. Während seiner Herrschaft bezeichnete König Hassan II. die spanische Herrschaft über die Enklaven als vorübergehende Souveränität und schlug die Einrichtung einer gemeinsamen Reflexionszelle zur Lösung ihrer Zukunft vor, eine Idee, die die spanischen Behörden nicht aufgriffen. Historische Aufzeichnungen in den Memoiren des ehemaligen spanischen Monarchen Juan Carlos I. vermerkten, dass Hassan II. den Territorialstreit als eine Angelegenheit für zukünftige Generationen betrachtete. Die Spannungen um die Enklaven eskalierten nach einem Grenzübertritt am 20. Juli 2026, als eine große Anzahl von Migranten nach Ceuta einreiste (laut Europa Press 72.000 und laut ABC 80.000). Das Wiederaufleben der marokkanischen Ansprüche erfolgt auch vor den für den 23. September 2026 angesetzten marokkanischen Parlamentswahlen, bei denen die Regierungsparteien um politischen Einfluss kämpfen.
- Marokko erhebt nach der Unabhängigkeit Souveränitätsansprüche auf Ceuta und Melilla
- Groß angelegter irregulärer Grenzübertritt in die autonome Stadt Ceuta
- Spanischer Außenminister José Manuel Albares trifft Ceutas Präsidenten Juan Jesús Vivas
- Minister Ouahbi erhebt Ansprüche im marokkanischen Fernsehen; Spanien übermittelt diplomatische Zurückweisung
- Marokko führt die angesetzten nationalen Parlamentswahlen durch


