
Spanien deklassiert Saudi-Arabien mit 4:0 und findet zurück in die WM-Spur
Lamine Yamal und Mikel Oyarzabal sorgten mit drei Toren in der ersten Halbzeit dafür, dass Spanien nach dem torlosen Unentschieden gegen Kap Verde in Atlanta über Saudi-Arabien hinwegfuhr.
Blitzstarter nimmt spanische Nervosität
Spanien brauchte kaum 45 Minuten, um die Erinnerung an das enttäuschende Auftaktremis auszulöschen. Lamine Yamal eröffnete den Torreigen innerhalb der ersten Viertelstunde, und Mikel Oyarzabal traf vor der Pause doppelt, um die Partie frühzeitig zu entscheiden. Die beiden Angreifer wurden in der Halbzeit ausgewechselt, Yéremy Pino und Ferran Torres kamen für sie, doch Spaniens Kontrolle ließ nie nach. Verteidiger Marc Cucurella erzielte nach dem Seitenwechsel das vierte Tor und krönte damit einen souveränen Auftritt im Mercedes-Benz Stadium.
Gruppe H bleibt spannend
Der 4:0-Sieg bringt Spanien auf vier Punkte, drei mehr als das Trio Saudi-Arabien, Uruguay und Kap Verde, das jeweils einen Punkt hat. Da acht der zwölf Gruppendritten in die Runde der letzten 32 einziehen, ist Spanien auch bei einer Niederlage im letzten Gruppenspiel nicht automatisch ausgeschieden, aber der Druck ist erst einmal genommen. Die vier Teams warten nun auf das Ergebnis der späten Begegnung zwischen Uruguay und Kap Verde, um die Vergabe der ersten beiden Plätze besser einschätzen zu können.
De la Fuentes Änderungen zahlen sich aus
Nach der weiten Verunsicherung durch das torlose Remis gegen Kap Verde stellte Trainer Luis de la Fuente seine Offensivabteilung um und wurde mit einem aggressiven Pressing belohnt. Yamals direktes Dribbling und Oyarzabals Beweglichkeit schufen Räume in der saudischen Abwehr, die zuvor gegen Uruguay überzeugt hatte. Im Mittelfeld gaben Pedri und Rodri den Ton an, während die Außenverteidiger Porro und Cucurella Saudi-Arabien in die eigene Hälfte drängten. Es war der bislang kompletteste Auftritt Spaniens im Turnier.
Ruhe im Team
Vor dem Anpfiff hatte Innenverteidiger Aymeric Laporte auf die 32 Spiele andauernde ungeschlagene Serie Spaniens als Quelle des Selbstvertrauens trotz des Auftaktärgers verwiesen. Die Reaktion des Teams auf dem Platz untermauerte dieses Selbstvertrauen, und de la Fuente bezeichnete den Sieg später als Rückkehr zur Identität der Elf.
Nach dem ersten Spiel waren wir verärgert, wie man es sein muss, aber wir wissen auch, dass wir 32 Spiele ohne Niederlage geblieben sind, und das gibt uns Ehrgeiz.
Saudi-Arabiens Torwart unter Beschuss
Mohammed Al Owais, der Held des 1:1-Unentschiedens Saudi-Arabiens gegen Uruguay, konnte seine Heldentaten nicht wiederholen. Spaniens ständige Bewegung riss die saudische Abwehr auseinander, und Al Owais – der in der zweiten Liga seines Landes spielt – musste trotz einiger guter Paraden viermal hinter sich greifen. Die Niederlage lässt die asiatische Mannschaft im letzten Gruppenspiel unter Zugzwang, um im auf 48 Teams aufgestockten Turnier noch eine Chance aufs Weiterkommen zu haben.


