Regierung · Madrid
PSOE und Sumar heben Blockade für Gesetzentwurf zur Abschaffung von Beleidigungstatbeständen gegen die Krone und religiöse Gefühle nach zweijährigem Stillstand auf
Die beiden Parteien der spanischen Regierungskoalition haben sich darauf geeinigt, eine 30-monatige Blockade bei einer Reform des Strafgesetzbuches zu beenden, die mehrere „Meinungsdelikte“ streichen würde, darunter Beleidigungen der Krone, die Verletzung religiöser Gefühle und Schändungen nationaler Symbole.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, eldiario.es, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Gesetzentwurf wurde erstmals im Dezember 2023 vom Kongress aufgegriffen, steckte jedoch mit wiederholten Fristverlängerungen für Änderungsanträge im Ausschuss fest.
Die Reform beseitigt Straftatbestände, die Beleidigungen der Krone, religiöse Gefühle, nationale Symbole, die Cortes und regionale Versammlungen sowie hohe staatliche Institutionen betreffen.
Sumar ließ die Forderung nach Aufhebung des Straftatbestands der Terrorverherrlichung fallen, wodurch Artikel 578 des Strafgesetzbuches unangetastet bleibt, um Zwist mit anderen Gruppen zu vermeiden.
Die Mehrheit der Koalition im Büro wird die Frist für die Einreichung von Änderungsanträgen am 16. Juni formell beenden und damit den Gesetzgebungsprozess neu starten.
- 15.06.Die Koalitionsführer kündigen die Reaktivierung und die Einigung über die zu streichenden Straftatbestände an.
- 16.06.Das Kongressbüro schließt die Frist für Änderungsanträge und bringt den Gesetzentwurf voran.
- 1.08.Zieltermin für die endgültige Verabschiedung vor der Sommerpause (erwartet).
Die Einigung beendet einen langen Stillstand
Spaniens Regierungskoalition, die Sozialistische Partei (PSOE) und das linke Bündnis Sumar, kündigten am Montag an, dass sie umgehend einen Gesetzesvorschlag zur Änderung des Strafgesetzbuches reaktivieren werden. Der Entwurf wurde erstmals im Dezember 2023 vom Abgeordnetenkongress zur Debatte zugelassen, war jedoch seitdem im Justizausschuss blockiert, wobei die Regierungsfraktionen selbst wiederholt Fristverlängerungen für Änderungsanträge beantragt oder geduldet hatten.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Kongress bestätigten der stellvertretende Sprecher von Sumar, Enrique Santiago, der Delegierte der PSOE in der Verfassungskommission, Artemi Rallo, und der Kulturminister Ernest Urtasun, dass die Koalition ihre Mehrheit im Kongressbüro nutzen werde, um die Frist für Änderungsanträge am Dienstag zu schließen. Der Schritt zielt darauf ab, eine Reform neu zu starten, die das linke Lager bereits seit der vorangegangenen Legislaturperiode verfolgt.
„Dies ist ein wesentlicher Schritt bei der Aufhebung der Knebelgesetze.“
Was die Reform streichen würde
Der vereinbarte Text entfernt mehrere Strafbestimmungen, die von Kritikern als „Knebelgesetze“ bezeichnet werden. Konkret würden die Straftatbestände der Beleidigung und Verleumdung der Krone (Artikel 490.3 und 491), gegen hohe staatliche Institutionen wie die Regierung, den Generalrat der Justiz, das Verfassungsgericht und den Obersten Gerichtshof (Artikel 504) sowie gegen die Cortes Generales und regionale gesetzgebende Versammlungen gestrichen. Zudem würde das Delikt der Verletzung religiöser Gefühle (Artikel 525) sowie der Straftatbestand der Schändung Spaniens und seiner nationalen Symbole (Artikel 543) abgeschafft.
Rallo bezeichnete die Änderungen als einen Schritt zur Stärkung der Meinungsfreiheit und zur Angleichung Spaniens an internationale Standards, wie sie von den Vereinten Nationen und dem Europarat festgelegt wurden.
„Mit dieser Streichung beabsichtigt die sozialistische Fraktion, das Recht auf Meinungsfreiheit so zu stärken, wie es einer qualitativ hochwertigen und vollständigen Demokratie entspricht.“
Das Zugeständnis bei der Terrorverherrlichung
Um eine breitere Unterstützung innerhalb des Investitur-Blocks zu sichern, einigten sich beide Parteien darauf, den bestehenden Straftatbestand der Terrorverherrlichung (Artikel 578) unangetastet zu lassen. Sumar hatte ursprünglich dessen Aufhebung gefordert, doch die PSOE leistete Widerstand, und der endgültige Pakt lässt diese Forderung fallen. Der Kompromiss vermeidet Reibereien mit anderen parlamentarischen Verbündeten.
Politisches Timing
Die Ankündigung vom Montag erfolgt in einer Woche, in der die Regierung unter starkem juristischem Druck steht, insbesondere auf sozialistischer Seite. Der ehemalige Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wurde als Verdächtiger in einer Geldwäscheuntersuchung vorgeladen, und die Koalition hatte Schwierigkeiten, ihre legislative Agenda voranzutreiben. Die Wiederbelebung der Strafgesetzbuchreform wird weithin als Versuch interpretiert, die politische Initiative zurückzugewinnen und die Mehrheit wieder zusammenzuführen, die Pedro Sánchez bei seiner Investitur 2023 unterstützte – eine Mehrheit, die auch Junts umfasst, deren Stimmen für die endgültige Verabschiedung vor der Sommerpause erwartet werden.
„Wir sind überzeugt, dass wir auf die Unterstützung dieser Mehrheiten zählen können, genau wie im Dezember 2023, als die Annahme zur Beratung beschlossen wurde.“
Nächste Schritte
Sollte eine parlamentarische Gruppe einen Änderungsantrag zum gesamten Gesetz einbringen, wird der Entwurf für eine erneute Debatte und Abstimmung ins Plenum zurückkehren. Sobald diese Hürde genommen ist, wird der Ausschuss ein Redaktionsgremium benennen und Teiländerungsanträge bearbeiten. Die Koalition strebt an, das Gesetz noch vor der Augustpause unter Dach und Fach zu bringen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLEl PSOE y Sumar desbloquean la ley para despenalizar las injurias a la Corona
- eldiario.esPSOE y Sumar reactivan la despenalización de las ofensas a los sentimientos religiosos y a la Corona
- La RazónAcuerdo de PSOE y Sumar para suprimir las injurias a la Corona, las ofensas religiosas y el ultraje a la bandera
- EL PAÍSPSOE y Sumar pactan la despenalización de las injurias a la Corona y la ofensa a los sentimientos religiosos
- Enrique Santiago
- Stellvertretender Sprecher von Sumar und IU-Vertreter im Kongress, präsentierte den Pakt.
- Artemi Rallo
- PSOE-Sprecher in der Verfassungskommission, verteidigte die Reform als Schritt zu voller Meinungsfreiheit.
- Ernest Urtasun
- Kulturminister (Sumar), nahm an der Pressekonferenz teil, um die Reform zu unterstützen.
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident von Spanien, dessen Investiturrede 2018 ein Bekenntnis zur Aufhebung des 'Knebelgesetzes' enthielt; seine Regierung treibt nun diese Reform voran.
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