Wirtschaft · New York und San Francisco

SpaceX überholt Amazon mit einer Bewertung von 2,73 Billionen US-Dollar am dritten Handelstag und kündigt 60-Milliarden-Dollar-Cursor-Übernahme an

Die Aktien von Elon Musks Raketen-, Satelliten- und KI-Konzern legten am Dienstag um weitere 8 bis 14 Prozent zu und trieben die Marktkapitalisierung über die von Amazon und kurzzeitig auch über die von Microsoft, während das Unternehmen bestätigte, dass es das Coding-Startup Cursor für 60 Milliarden US-Dollar übernehmen wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, stern.de, Neue Zürcher Zeitung und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, San Francisco · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 12.06.Aktien eröffnen bei 150 US-Dollar an der Nasdaq, schließen bei 160,95 US-Dollar (plus 19 %). Größter Börsengang der Geschichte, platziert zu 135 US-Dollar.
  2. 15.06.Aktien steigen um 20 %. SpaceX übt Mehrzuteilungsoption aus, Gesamterlös erreicht 85,7 Milliarden US-Dollar.
  3. 16.06.Aktien steigen weitere 8–14 %, erreichen kurzzeitig 225 US-Dollar. Bewertung erreicht 2,73 Billionen US-Dollar und überholt Amazon. 60-Milliarden-Dollar-Cursor-Deal angekündigt.

Kurssprung am dritten Tag

Die SpaceX-Aktie stieg am Dienstag, ihrem dritten Handelstag nach dem historischen Nasdaq-Debüt am Freitag, um bis zu 14 Prozent und erreichte ein Tageshoch von über 225 US-Dollar, bevor sie sich bei etwa 209 bis 210 US-Dollar einpendelte. Die Aktie hatte bereits am Freitag um 19 Prozent und am Montag um 20 Prozent zugelegt, was einem Gesamtgewinn seit dem Börsengang von mehr als 50 Prozent entspricht. Die Bewertung des Unternehmens erreichte 2,73 Billionen US-Dollar und übertraf damit Amazons 2,67 Billionen US-Dollar; zeitweise überholte sie im Handelsverlauf sogar Microsofts 2,93 Billionen US-Dollar. Der Handel war hektisch, mit einem Umsatz von mehr als 30 Milliarden US-Dollar bis zum Vormittag in New York.

Eine enorme Kluft in den Fundamentaldaten

Die Bewertungslücke zwischen SpaceX und seiner neuen Peer Group täuscht über eine dramatische Diskrepanz im zugrundeliegenden Geschäftsumfang hinweg. SpaceX erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar und verbuchte einen Rekordverlust von fast 5 Milliarden US-Dollar, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Amazon hingegen meldete für 2025 einen Umsatz von 717 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 78 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen von Microsoft beliefen sich im Geschäftsjahr bis Juni 2025 auf 281,7 Milliarden US-Dollar, bei einem Nettogewinn von 101,8 Milliarden US-Dollar. Die Irish Times verwies direkt auf diese Kluft und stellte fest, dass die geringe Preisspanne eine völlig unterschiedliche Ertragsrealität verschleiere.

Spacex vs. Wettbewerber: Umsatz und Nettogewinn, 2025Mrd. US-Dollar
Spacex Umsatz
18.7 Mrd. US-Dollar
Spacex Nettogewinn
-5 Mrd. US-Dollar
Amazon Umsatz
717 Mrd. US-Dollar
Amazon Nettogewinn
78 Mrd. US-Dollar
Microsoft Umsatz
281.7 Mrd. US-Dollar
Microsoft Nettogewinn
101.8 Mrd. US-Dollar

Daten aus dem Artikeltext

Cursor-Übernahme

Am Dienstag bestätigte SpaceX, dass es seine Option zur Übernahme von Anysphere, dem in San Francisco ansässigen Entwickler der Coding-App Cursor, in einem reinen Aktiengeschäft im Wert von 60 Milliarden US-Dollar ausüben werde. Die beiden Unternehmen hatten im April eine Partnerschaft geschlossen, die eine Kaufoption beinhaltete; Musk entschied sich, bis nach dem Börsengang zu warten. Cursor, 2023 gegründet, hat eine Programmierumgebung geschaffen, die es Entwicklern ermöglicht, auf spezialisierte KI-Modelle und Modelle Dritter zur Code-Generierung zuzugreifen, und gilt als Pionier des sogenannten Vibe Coding. Die Übernahme erweitert die Fähigkeiten von SpaceX‘ Grok-Modell in den lukrativsten Bereich des KI-Marktes. Grok hinkte bei Code-Schreibwerkzeugen hinter OpenAI, Anthropic und Google hinterher, was den Übernahme-Vorstoß bei Cursor auslöste.

„Spacex hat im letzten Jahr einen Verlust von 5 Milliarden US-Dollar verbucht. Man braucht schon eine gehörige Portion Vorstellungskraft, um ein solches Bewertungsniveau zu rechtfertigen.“

Andreas Lipkow, Analyst bei CMC Markets

Nachfrage von Privatanlegern treibt die Rallye

Analysten zufolge wird die Rallye von Privatanlegern angetrieben, die bei der IPO-Zuteilung leer ausgegangen sind und nun zu jedem verfügbaren Kurs kaufen. Daten von Vanda Research zeigen, dass Privatanleger an den ersten beiden Handelstagen genauso viele SpaceX-Aktien kauften wie in der gesamten Vorwoche an der gesamten US-Börse. Weniger als 5 Prozent der SpaceX-Aktien sind frei handelbar; der Rest wird von Musk, frühen Investoren und Mitarbeitern gehalten, deren Aktien für mehrere Monate gesperrt sind. Gehebelte ETFs auf SpaceX erzielten an ihrem ersten Tag ein Handelsvolumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Die den Börsengang begleitenden Banken verdienten insgesamt rund 500 Millionen US-Dollar an Gebühren, wobei Goldman Sachs und Morgan Stanley die größten Nutznießer waren.

„Die hohe Nachfrage ist nicht überraschend. Es gab viele Anleger, insbesondere Privatanleger, die zunächst nicht zum Zuge kamen.“

Max Gokhman, Senior Vice President bei Franklin Templeton Investment Solutions

Breiterer Markt und geopolitische Rückenwinde

Der SpaceX-Börsengang, der größte der Geschichte, nahm zunächst 75 Milliarden US-Dollar ein und wuchs nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption am Montag auf 85,7 Milliarden US-Dollar an. Der Erfolg des Angebots scheint den Weg für die anstehenden Börsengänge der KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic zu ebnen. Die globalen Aktienmärkte profitierten zudem von einem starken Rückgang der Ölpreise im Zuge der Ankündigung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran und der Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

„Die Märkte behalten eine gewisse Dynamik bei, nach der starken Erholung der Aktienmärkte am Montag, die durch die Ankündigung eines US-Iran-Deals ausgelöst wurde.“

Kathleen Brooks, Analystin bei XTB

SpaceX-COO Gwynne Shotwell sagte in einem Interview mit CNBC am Tag des Börsengangs, eine Fusion zwischen SpaceX und Tesla könnte Elon Musks Leben ein wenig erleichtern. Musk selbst postete auf X: „Ich liebe die unglaublichen Menschen von SpaceX über alle Maßen.“ Sein persönliches Vermögen, das durch den Börsengang, der ihn zum ersten Billionär der Welt machte, auf fast 1,3 Billionen US-Dollar nach den ersten beiden Handelstagen anwuchs, so Berechnungen von Bloomberg.

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