Wirtschaft · New York und San Francisco
SpaceX überholt Amazon mit einer Bewertung von 2,73 Billionen US-Dollar am dritten Handelstag und kündigt 60-Milliarden-Dollar-Cursor-Übernahme an
Die Aktien von Elon Musks Raketen-, Satelliten- und KI-Konzern legten am Dienstag um weitere 8 bis 14 Prozent zu und trieben die Marktkapitalisierung über die von Amazon und kurzzeitig auch über die von Microsoft, während das Unternehmen bestätigte, dass es das Coding-Startup Cursor für 60 Milliarden US-Dollar übernehmen wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, stern.de, Neue Zürcher Zeitung und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
SpaceX erreichte am dritten Handelstag eine Marktkapitalisierung von 2,73 Billionen US-Dollar und zog damit an Amazon (2,67 Billionen US-Dollar) vorbei, um das fünftwertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt zu werden.
SpaceX wird Anysphere, den Entwickler der KI-Coding-App Cursor, in einem reinen Aktiengeschäft übernehmen, das die Fähigkeiten von Grok im KI-Markt für Softwareentwicklung erweitert.
Weniger als 5 % der Aktien sind frei handelbar, und Privatanleger kauften an zwei Tagen so viele SpaceX-Aktien wie in der gesamten Vorwoche am gesamten US-Markt. Das Volumen gehebelter ETFs überstieg am ersten Tag eine Milliarde US-Dollar.
SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar und einen Verlust von 5 Milliarden US-Dollar, während Amazon bei einem Umsatz von 717 Milliarden US-Dollar 78 Milliarden US-Dollar verdiente. Analysten hinterfragen die Bewertungsdiskrepanz.
Der größte Börsengang der Geschichte platzierte 555,6 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar und nahm 75 Milliarden US-Dollar ein, später durch die Mehrzuteilungsoption auf 85,7 Milliarden US-Dollar aufgestockt.
- 12.06.Aktien eröffnen bei 150 US-Dollar an der Nasdaq, schließen bei 160,95 US-Dollar (plus 19 %). Größter Börsengang der Geschichte, platziert zu 135 US-Dollar.
- 15.06.Aktien steigen um 20 %. SpaceX übt Mehrzuteilungsoption aus, Gesamterlös erreicht 85,7 Milliarden US-Dollar.
- 16.06.Aktien steigen weitere 8–14 %, erreichen kurzzeitig 225 US-Dollar. Bewertung erreicht 2,73 Billionen US-Dollar und überholt Amazon. 60-Milliarden-Dollar-Cursor-Deal angekündigt.
Kurssprung am dritten Tag
Die SpaceX-Aktie stieg am Dienstag, ihrem dritten Handelstag nach dem historischen Nasdaq-Debüt am Freitag, um bis zu 14 Prozent und erreichte ein Tageshoch von über 225 US-Dollar, bevor sie sich bei etwa 209 bis 210 US-Dollar einpendelte. Die Aktie hatte bereits am Freitag um 19 Prozent und am Montag um 20 Prozent zugelegt, was einem Gesamtgewinn seit dem Börsengang von mehr als 50 Prozent entspricht. Die Bewertung des Unternehmens erreichte 2,73 Billionen US-Dollar und übertraf damit Amazons 2,67 Billionen US-Dollar; zeitweise überholte sie im Handelsverlauf sogar Microsofts 2,93 Billionen US-Dollar. Der Handel war hektisch, mit einem Umsatz von mehr als 30 Milliarden US-Dollar bis zum Vormittag in New York.
Eine enorme Kluft in den Fundamentaldaten
Die Bewertungslücke zwischen SpaceX und seiner neuen Peer Group täuscht über eine dramatische Diskrepanz im zugrundeliegenden Geschäftsumfang hinweg. SpaceX erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar und verbuchte einen Rekordverlust von fast 5 Milliarden US-Dollar, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Amazon hingegen meldete für 2025 einen Umsatz von 717 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 78 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen von Microsoft beliefen sich im Geschäftsjahr bis Juni 2025 auf 281,7 Milliarden US-Dollar, bei einem Nettogewinn von 101,8 Milliarden US-Dollar. Die Irish Times verwies direkt auf diese Kluft und stellte fest, dass die geringe Preisspanne eine völlig unterschiedliche Ertragsrealität verschleiere.
- Spacex Umsatz
- 18.7 Mrd. US-Dollar
- Spacex Nettogewinn
- -5 Mrd. US-Dollar
- Amazon Umsatz
- 717 Mrd. US-Dollar
- Amazon Nettogewinn
- 78 Mrd. US-Dollar
- Microsoft Umsatz
- 281.7 Mrd. US-Dollar
- Microsoft Nettogewinn
- 101.8 Mrd. US-Dollar
Daten aus dem Artikeltext
Cursor-Übernahme
Am Dienstag bestätigte SpaceX, dass es seine Option zur Übernahme von Anysphere, dem in San Francisco ansässigen Entwickler der Coding-App Cursor, in einem reinen Aktiengeschäft im Wert von 60 Milliarden US-Dollar ausüben werde. Die beiden Unternehmen hatten im April eine Partnerschaft geschlossen, die eine Kaufoption beinhaltete; Musk entschied sich, bis nach dem Börsengang zu warten. Cursor, 2023 gegründet, hat eine Programmierumgebung geschaffen, die es Entwicklern ermöglicht, auf spezialisierte KI-Modelle und Modelle Dritter zur Code-Generierung zuzugreifen, und gilt als Pionier des sogenannten Vibe Coding. Die Übernahme erweitert die Fähigkeiten von SpaceX‘ Grok-Modell in den lukrativsten Bereich des KI-Marktes. Grok hinkte bei Code-Schreibwerkzeugen hinter OpenAI, Anthropic und Google hinterher, was den Übernahme-Vorstoß bei Cursor auslöste.
„Spacex hat im letzten Jahr einen Verlust von 5 Milliarden US-Dollar verbucht. Man braucht schon eine gehörige Portion Vorstellungskraft, um ein solches Bewertungsniveau zu rechtfertigen.“
Nachfrage von Privatanlegern treibt die Rallye
Analysten zufolge wird die Rallye von Privatanlegern angetrieben, die bei der IPO-Zuteilung leer ausgegangen sind und nun zu jedem verfügbaren Kurs kaufen. Daten von Vanda Research zeigen, dass Privatanleger an den ersten beiden Handelstagen genauso viele SpaceX-Aktien kauften wie in der gesamten Vorwoche an der gesamten US-Börse. Weniger als 5 Prozent der SpaceX-Aktien sind frei handelbar; der Rest wird von Musk, frühen Investoren und Mitarbeitern gehalten, deren Aktien für mehrere Monate gesperrt sind. Gehebelte ETFs auf SpaceX erzielten an ihrem ersten Tag ein Handelsvolumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Die den Börsengang begleitenden Banken verdienten insgesamt rund 500 Millionen US-Dollar an Gebühren, wobei Goldman Sachs und Morgan Stanley die größten Nutznießer waren.
„Die hohe Nachfrage ist nicht überraschend. Es gab viele Anleger, insbesondere Privatanleger, die zunächst nicht zum Zuge kamen.“
Breiterer Markt und geopolitische Rückenwinde
Der SpaceX-Börsengang, der größte der Geschichte, nahm zunächst 75 Milliarden US-Dollar ein und wuchs nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption am Montag auf 85,7 Milliarden US-Dollar an. Der Erfolg des Angebots scheint den Weg für die anstehenden Börsengänge der KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic zu ebnen. Die globalen Aktienmärkte profitierten zudem von einem starken Rückgang der Ölpreise im Zuge der Ankündigung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran und der Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
„Die Märkte behalten eine gewisse Dynamik bei, nach der starken Erholung der Aktienmärkte am Montag, die durch die Ankündigung eines US-Iran-Deals ausgelöst wurde.“
SpaceX-COO Gwynne Shotwell sagte in einem Interview mit CNBC am Tag des Börsengangs, eine Fusion zwischen SpaceX und Tesla könnte Elon Musks Leben ein wenig erleichtern. Musk selbst postete auf X: „Ich liebe die unglaublichen Menschen von SpaceX über alle Maßen.“ Sein persönliches Vermögen, das durch den Börsengang, der ihn zum ersten Billionär der Welt machte, auf fast 1,3 Billionen US-Dollar nach den ersten beiden Handelstagen anwuchs, so Berechnungen von Bloomberg.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HandelsblattNach Börsengang: Musks Weltraumfirma SpaceX überholt Amazon an der Börse
- stern.deMusks Weltraumfirma SpaceX überholt Amazon an der Börse
- Neue Zürcher ZeitungSpaceX nutzt seinen Börsen-Boom und kauft das KI-Startup Cursor für 60 Milliarden Dollar
- The Irish TimesSpaceX leapfrogs Amazon to become world's fifth-most valuable company
- Elon Musk
- Gründer und CEO von SpaceX; wurde nach dem Börsengang zum ersten Billionär der Welt
- Jeff Bezos
- Amazon-Gründer und Inhaber des Raketenunternehmens Blue Origin; Rivale von Musk im Weltraumwettlauf
- Max Gokhman
- Senior Vice President bei Franklin Templeton Investment Solutions
- Gwynne Shotwell
- COO von SpaceX; schlug eine Fusion von SpaceX und Tesla vor, die Musks Leben erleichtern könnte
- Andreas Lipkow
- Analyst bei CMC Markets, der SpaceXs Bewertung angesichts des Verlusts von 5 Milliarden US-Dollar in Frage stellte
- Kathleen Brooks
- Analystin bei XTB, kommentiert die breitere Marktdynamik durch den US-Iran-Deal
- Donald Trump
- US-Präsident; kündigte die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Unterzeichnung des US-Iran-Protokolls für Freitag an
- Orte
- New York City
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