Spanien genehmigt 13-Milliarden-Euro-Investitionsplan für Flughäfen von 2027 bis 2031
Die spanische Regierung hat am Dienstag den Flughafenregulierungsplan DORA III verabschiedet und stellt fast 13 Milliarden Euro für die Modernisierung von Terminals und Flugfeldanlagen im Aena-Netz zwischen 2027 und 2031 bereit.
Aufteilung der Mittel auf die wichtigsten Drehkreuze
Der spanische Ministerrat hat am Dienstag, den 15. September 2026, das Flughafenregulierungsdokument (DORA III) verabschiedet, das fast 13 Milliarden Euro für Flughafenausgaben zwischen 2027 und 2031 vorsieht. Die Mittel werden vom staatlichen Betreiber Aena verwaltet, um Terminals zu modernisieren und die Betriebskapazität im gesamten nationalen Netz zu erweitern. Adolfo Suárez Madrid-Barajas erhält mit 4.477 Millionen Euro den größten Anteil, darunter die Erweiterung der Terminals T4 und T4S, der Bau einer zentralen Einrichtung für Check-in und Sicherheit für die Terminals T1, T2 und T3 sowie der Anschluss des Flughafens an Hochgeschwindigkeitsbahn und U-Bahn-Verlängerungen. Josep Tarradellas Barcelona-El Prat liegt mit 1.760 Millionen Euro an zweiter Stelle, gefolgt von Alicante mit 868 Millionen Euro und Málaga mit 830 Millionen Euro.
- Madrid-Barajas
- 4477 Mio. €
- Barcelona-El Prat
- 1760 Mio. €
- Alicante
- 868 Mio. €
- Málaga
- 830 Mio. €
- Palma
- 621.6 Mio. €
- Tenerife Sur
- 553 Mio. €
- Zaragoza
- 96.3 Mio. €
- Valladolid
- 18.5 Mio. €
Modernisierungen und Startbahnstreit in Barcelona-El Prat
Die Investitionen in Barcelona-El Prat konzentrieren sich auf die Neugestaltung der Terminals T1 und T2. Terminal T1 wird seine Fassade um 38 Meter in Richtung Parkplatz verlängern, wodurch 70.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche entstehen, um die Check-in-Kapazität zu erhöhen, und der stillgelegte Kontrollturm von 2005 wird entfernt. Das ältere Terminal T2 wird umgebaut, einschließlich der Verlegung des Joan-Miró-Wandbildes an die Fassade von T1, sowie Instandhaltungsarbeiten an den Startbahnen. Der Plan sieht 191 Millionen Euro für Umweltausgleichsmaßnahmen und vorbereitende Planung für eine geplante Verlängerung der seeseitigen Startbahn und ein Satellitenterminal vor.
Sumar-Minister äußerten sich gegen den Ausbau der Flughafeninfrastruktur und verwiesen auf die Umweltauswirkungen auf die Feuchtgebiete von La Ricarda, die unter dem Natura-2000-Netz geschützt sind, sowie auf den prognostizierten Verkehrsanstieg von 55 auf 70 Millionen Passagiere. Ernest Urtasun, Kulturminister und Sprecher der Sumar, kritisierte das Projekt.
Wir lehnen diesen Plan ab, die Flughafenaktivitäten unbegrenzt auszuweiten.
Regionale Verteilung und Finanzierungsstruktur
Über Madrid und Barcelona hinaus verteilt das Regulierungsdokument Mittel auf die Autonomen Gemeinschaften. Katalonien erhält insgesamt 1.963 Millionen Euro, die Kanarischen Inseln 1.807 Millionen Euro, Andalusien 1.267 Millionen Euro und die Balearen 1.030 Millionen Euro. Auf den Kanarischen Inseln erhält Teneriffa Süd 553 Millionen Euro für die Terminalmodernisierung, während Gran Canaria 336,3 Millionen Euro zugewiesen bekommt. Auf den Balearen erhält Palma 621,6 Millionen Euro für Gepäckkontrollsysteme und Flugfeldmodernisierungen. Kleinere Zuweisungen umfassen 207 Millionen Euro für Galicien, 104 Millionen Euro für Aragonien und 18,5 Millionen Euro für den Flughafen Valladolid.
- Katalonien
- 1963 Mio. €
- Kanarische Inseln
- 1807 Mio. €
- Andalusien
- 1267 Mio. €
- Balearen
- 1030 Mio. €
- Galicien
- 207 Mio. €
- Aragonien
- 104 Mio. €
Verkehrs- und Nachhaltigkeitsminister Óscar Puente erklärte, dass die fünfjährige Investition vollständig aus den kommerziellen und operativen Einnahmen von Aena und nicht aus dem Staatshaushalt finanziert wird. Die durchschnittlichen Flughafengebühren werden netzweit um drei Eurocent pro Passagier und Jahr steigen.
Politische Debatte und Zeitplan
Puente erklärte, dass die physische Bautätigkeit an der seeseitigen Startbahn von Barcelona erst nach Genehmigung durch die Europäische Kommission erfolgen wird und in den darauffolgenden Regulierungszyklus DORA IV fällt. Die vorbereitenden Mittel in DORA III werden nahegelegenes Land erwerben, um vergleichbare Umweltschutzgebiete zu schaffen. Wirtschaftsverbände in Katalonien, darunter die Cambra de Comerç de Barcelona durch ihre Infrastrukturdirektorin Alícia Casart, äußerten Unzufriedenheit mit dem vorgeschlagenen Zeitplan. Der Wirtschaftsverband schätzt, dass die Verschiebung der Startbahnarbeiten den Fertigstellungstermin von dem zuvor vereinbarten Ziel 2033 auf frühestens 2035 verschiebt.


