
Stadtrat von Sosnowiec benennt 3,7 Hektar großen Zagórze-Park nach verstorbenem Abgeordneten Łukasz Litewka
Die Stadträte stimmten einstimmig für die Benennung des 3,7 Hektar großen Grünkorridors entlang der ul. Białostocka nach dem verstorbenen Abgeordneten, nach Konsultationen mit seinen Eltern.
Einstimmiger Stadtratsbeschluss
Der Stadtrat von Sosnowiec stimmte am 27. August 2026 einstimmig dafür, einen neu entstehenden Stadtpark nach dem verstorbenen Abgeordneten und Aktivisten Łukasz Litewka zu benennen. Der Beschluss formalisiert eine Initiative, die im Juni erstmals von verschiedenen Fraktionen des Stadtrats eingebracht wurde, nachdem im Mai erste städtische Visualisierungen vorgestellt worden waren. Der Sosnowiecer Bürgermeister Arkadiusz Chęciński gab die Ratsentscheidung in den sozialen Medien bekannt und bestätigte, dass die Stadtverwaltung das Projekt zuvor direkt mit Litewkas Eltern abgestimmt hatte. Die Familie unterstützte die Benennung der Erholungsfläche entlang der ul. Białostocka im Bezirk Zagórze zum Gedenken an ihren Sohn voll und ganz. Chęciński erläuterte den Konsultationsprozess und die Entscheidung des Rates in einer offiziellen Stellungnahme.
Łukasz Litewka wird zum Patron des Parks, der an der Białostocka-Straße entsteht. In der heutigen Sitzung des Stadtrats unterstützten die Ratsmitglieder den entsprechenden Beschlussentwurf. Es ist hier hervorzuheben, dass die Initiative mit der Familie von Łukasz abgestimmt wurde. In dieser Sache traf ich mich mit seinen Eltern, die die Idee unterstützten.
Grünflächen- und Infrastrukturpläne
Die neue Grünfläche umfasst etwa 3,7 Hektar und erstreckt sich über fast 700 Meter zwischen der ul. Białostocka und der ul. Lenartowicza. Die Bauarbeiten werden vom Städtischen Dienstleistungsunternehmen für Versorgungsbetriebe auf einem Grundstück durchgeführt, das an eine Ende 2022 in Betrieb genommene Straßenbahnlinie angrenzt. Das zentrale Element des Parks ist eine urbane Obstbaumplantage auf rund 45 Ar, bepflanzt mit Säurekirschen, Birnen, Äpfeln und Maulbeerbäumen. Die Landschaftsgärtner werden außerdem vielfältige Blumenwiesen auf über 5.300 Quadratmetern anlegen, zusammen mit wasserdurchlässigen Gehwegen und ausgewiesenen Graffiti-Zonen. Anna Jedynak-Rykała, die Vorsitzende des Stadtrats von Sosnowiec, skizzierte die für die Anwohner geplanten Freizeiteinrichtungen.
Es wird eine Rollschuhbahn mit einer Fläche von über 5.000 Quadratmetern geben. Es ist eine 1,3 Kilometer lange Schleife, die das Fahren in beide Richtungen ermöglicht. Natürlich wird es Bänke, Mülleimer und eine Chillout-Zone mit städtischen Liegestühlen geben. Die Alleen werden beleuchtet sein.
Projektzeitplan und Bauarbeiten
Das Entwicklungsgelände im Bezirk Zagórze war bereits mehrere Jahre vor Beginn der aktiven Bauarbeiten für Verkehrs- und Erholungszwecke vorgesehen. Die Stadtverwaltung kündigte die Pläne für den Park erstmals im Juli 2025 an, bevor sie im Mai 2026, als die ersten Erdarbeiten begannen, visuelle Darstellungen veröffentlichte. Der Park grenzt an Tausende von Wohngebäuden in Zagórze und bietet einen grünen Puffer entlang des modernisierten öffentlichen Verkehrskorridors. Die physischen Bauarbeiten werden vom städtischen Unternehmen fortgesetzt, die Fertigstellung ist in mehreren Phasen auf dem 3,7 Hektar großen Korridor geplant.
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Umstände des tödlichen Unfalls
Łukasz Litewka starb im Alter von 36 Jahren nach einem Verkehrsunfall am 23. April 2026 auf der ul. Kazimierzowska im benachbarten Dąbrowa Górnicza. Der Abgeordnete der Lewica fuhr mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn, als ein Mitsubishi-Personenwagen in seine Spur geriet und ihn erfasste. Trotz einstündiger Wiederbelebungsversuche am Unfallort erlag Litewka seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen den 57-jährigen Autofahrer, identifiziert als Sławomir K., wegen Verursachung eines tödlichen Verkehrsunfalls durch fahrlässige Verkehrsverstöße. Der Beschuldigte wurde nach Hinterlegung einer Kaution von 40.000 PLN aus der Haft entlassen, nachdem das Regionalgericht in Sosnowiec den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft abgelehnt hatte. Nach polnischem Recht drohen bei dieser Anklage eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu acht Jahren.
Öffentliches Engagement und wohltätiges Vermächtnis
Bevor er für die Nowa Lewica in den polnischen Sejm gewählt wurde, war Litewka aktives Mitglied des Stadtrats von Sosnowiec. Litewka erlangte große öffentliche Anerkennung für seine philanthropischen Initiativen durch seine Wohltätigkeitsorganisation, die TeamLitewka-Stiftung. Die Stiftung sammelte Gelder für medizinische Behandlungen, stellte Rehabilitationsgeräte für Unfallopfer zur Verfügung und reagierte auf lokale soziale Notfälle. Litewka gründete auch die landesweite Kampagne Zwierzogranie, die Futtersammlungen und Verhaltensvorträge organisierte, um Tierheime zu unterstützen und Adoptionen zu fördern.

