
Sorolla-Gemälde in Sevilla auf der Straße vergessen, von murcianischem Touristen gefunden und zurückgegeben
Ein Gemälde von Joaquín Sorolla, das eine Familie in Sevilla vergessen hatte, wurde von einem Touristen aus Murcia mitgenommen, dem der Rahmen gefiel. KI und ein Auktionshaus identifizierten den Künstler, was zur Rückgabe führte.
Der Vorfall
Am Samstag, 27. Juni 2026, brach eine Familie in Sevilla zu einem Strandurlaub auf. Sie lehnte ein kleines Gemälde mit einem breiten, vergoldeten Rahmen an die Wand eines Gebäudes in der Rafael-González-Abreu-Straße, während sie das Auto belud. In der Hektik fuhren sie ohne das Bild davon. Es handelte sich um ein Original von Joaquín Sorolla, obwohl die Familie später sagte, es habe "einen großen ideellen Wert" und sei seit vielen Jahren in ihrem Besitz gewesen. Sie hängten auf Spanisch und Englisch Plakate auf, die eine Belohnung für die Rückgabe versprachen, gaben aber zunächst den Künstler nicht preis.
Der Fund
Andrés Hurtado, ein 57-jähriger Arbeitsloser aus Puebla de Soto (Murcia), machte Urlaub in Sevilla. Auf dem Rückweg zu seinem Hotel gegen 16:30 Uhr sah er das Gemälde auf dem Gehweg liegen.
Er trug es in einer Tüte eines China-Ladens in sein Hotel. Am nächsten Morgen untersuchte er es genauer und entdeckte die Sorolla-Signatur. Er nutzte eine KI-App auf seinem Smartphone, die ihm nahelegte, dass es sich um ein Original handeln könne, und "exorbitante Preise" nannte, wie er El Mundo erzählte. Daraufhin kontaktierte er das Madrider Auktionshaus Alcalá Subastas. Dieses bestätigte, dass es sich um einen echten Sorolla handele, eine Meereslandschaft mit dem Titel "Puerto de Ayamonte", gemalt 1919 und gewidmet "A mi amigo Fer".Ich nahm es mit, weil mir der Rahmen gefiel.
Identifizierung und Rückgabe
Am Montag sah Hurtado in den Nachrichten Berichte über einen "gestohlenen" Sorolla in Sevilla. Ihm wurde klar, dass es sich um dasselbe Gemälde handelte, das er hatte.
Die Besitzer, telefonisch erreicht, gaben an, es im Stress des Verkehrs vergessen zu haben. Eine Polizeieinheit reiste von Sevilla nach Murcia, um das Werk am Mittwoch, dem 1. Juli, abzuholen. Der Besitzer versprach Hurtado ein "Geschenk", und Rechtskommentatoren wiesen darauf hin, dass Findern, die verlorenes Eigentum zurückgeben, nach spanischem Zivilrecht ein Finderlohn oder ein Anteil am Wert zusteht.Ich rief die Polizei an und sagte: 'Keine Sorge, das Gemälde wurde nicht gestohlen, ich hatte es.'
Was ist das Gemälde wert?
Verschiedene Quellen machten unterschiedliche Angaben. Telecincos 'Vamos a ver' und 20 minutos berichteten von einem Wert von 60.000 €. El Mundo nannte die vom Auktionshaus genannte Zahl von 150.000 €. La Razón gab eine mögliche Auktionsspanne zwischen 40.000 € und 150.000 € an. Die Unterschiede könnten auf verschiedene Auktionsszenarien und den Zustand des Stücks zurückzuführen sein.
- Familie vergisst Gemälde auf Sevillaner Straße beim Beladen des Autos.
- Andrés Hurtado findet das Gemälde und nimmt es wegen des Rahmens mit.
- Hurtado untersucht das Gemälde und bemerkt die Sorolla-Signatur.
- Hurtado nutzt KI und kontaktiert Auktionshaus; erfährt, dass es sich um einen echten Sorolla im Wert von bis zu 150.000 € handelt.
- Hurtado sieht Nachrichten über das verlorene Gemälde.
- Hurtado ruft die Polizei an, um die Rückgabe zu arrangieren.
- Polizei holt das Gemälde in Murcia zur Rückgabe ab.
- Telecinco/20 minutos
- 60000 €
- El Mundo
- 150000 €


