Partielle Sonnenfinsternis verdunkelt den Himmel über Ostdeutschland bei Sonnenuntergang am 12. August
Am Abend des 12. August 2026 wird der Mond vor die Sonne ziehen und kurz vor Sonnenuntergang eine tiefe partielle Finsternis über Ostdeutschland erzeugen.
Eine Sonnenfinsternis bei Sonnenuntergang
Am 12. August 2026 wird sich kurz vor Sonnenuntergang eine partielle Sonnenfinsternis ereignen, bei der der Mond bis zu 86 Prozent der Sonnenscheibe über Sachsen-Anhalt und mehr als 80 Prozent über Sachsen und Thüringen bedeckt. Das Phänomen beginnt gegen 19:15–19:18 Uhr MESZ, erreicht sein Maximum um etwa 20:11 Uhr, und danach geht die Sonne zunehmend verfinstert unter. Da die Sonne tief über dem westlichen Horizont steht, ist eine klare, ungehinderte Sicht unerlässlich.
Diese hier ist etwas ganz Besonderes, weil sie bei Sonnenuntergang stattfindet und die Sonne teilweise verfinstert untergeht.
Der Pfad der Totalität wird Grönland, Island, Nordspanien und den Nordosten Portugals überqueren, wo der Mond die Sonne vollständig verdeckt. Für Beobachter in Deutschland bleibt die Sonne jedoch eine helle Sichel. Die Europäische Weltraumorganisation wird die totale Sonnenfinsternis live streamen.
- Partielle Sonnenfinsternis beginnt
- Maximale Abdeckung (86 % in Sachsen-Anhalt)
- Die Sonne geht noch verfinstert unter
Wo und wann beobachten
Astronomen betonen, dass die größte Herausforderung darin besteht, einen Aussichtspunkt mit freiem westlichem Horizont zu finden. Markus Roth, Direktor der Thüringer Landessternwarte Tautenburg, rät, Städte zu verlassen und erhöhte Standorte abseits von Bäumen und Gebäuden aufzusuchen.
Ich rate jedem, der die partielle Sonnenfinsternis sehen möchte, eine freie Sicht zum Horizont zu suchen – aus der Stadt heraus, weg von Bäumen, am besten auf einer Anhöhe mit ungehindertem Blick nach Westen.
Die Volkssternwarte Urania in Jena wird auf einem Hügel bei Coppanz mit Blick auf das Saaletal aufbauen. In Sachsen verlegt der Astroclub Radebeul seine Beobachtung zur Sternwarte Gönnsdorf am östlichen Stadtrand von Dresden, wo ab dem späten Nachmittag Teleskope und Spezialbrillen zur Verfügung stehen, mit Fachvorträgen im Vorfeld. Auch die Sternwarte Nordsachsen in Eilenburg plant, Besucher zu empfangen.
Sicherheit zuerst
Beobachter dürfen niemals direkt in die Sonne schauen, ohne zertifizierte Finsternisbrillen oder Sonnenfilter. Normale Sonnenbrillen, berußtes Glas oder ungefilterte Ferngläser schützen nicht vor Netzhautschäden. In Merseburg werden ab 18:30 Uhr Teleskope auf dem Parkplatz des Flugplatzes aufgestellt, und in Lochau (Saalekreis) trifft sich die Astronomische Station Johannes Kepler ab 19:00 Uhr am Elsterdeich.
Die Sonne wird verfinstert untergehen.
Bonus: Perseiden-Meteorschauer
Kurz nach der Finsternis erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt – ein weiterer Grund, draußen zu bleiben. Mehrere Sternwarten, darunter das Astronomiemuseum Sonneberg, verbinden die Finsternis mit einer jährlichen Sternschnuppennacht. Schmidts Gruppe in Halle wird ebenfalls vom 3. bis 7. August Perseiden-Beobachtungen anbieten, jeweils ab 21:00 Uhr abends.

