
21-jähriger Sohn in Chojna (Westpommern) wegen Mordes an seiner Mutter und versuchten Mordes an seiner Großmutter angeklagt
Die Polizei fand am Montagmorgen die Leiche einer 46-jährigen Frau in ihrem Haus in Chojna. Ihr 21-jähriger Sohn wurde drei Stunden später festgenommen und muss sich nun wegen Mordes an seiner Mutter und versuchten Mordes an seiner Großmutter verantworten.
Entdeckung und erste Reaktion
Am Morgen des 20. Juli 2026, gegen 10 Uhr, entdeckte die Polizei in Chojna, einer Stadt mit etwa 7.000 Einwohnern im Landkreis Gryfino in Westpommern, die Leiche einer 46-jährigen Frau in einem Haus. Die genaue Todesursache wurde nicht bekannt gegeben, aber die Behörden leiteten sofort die Fahndung nach einer verdächtigen Person ein. Innerhalb von drei Stunden nahmen sie den 21-jährigen Sohn des Opfers fest. An der Aktion waren mehrere Polizeieinheiten beteiligt: Präventionsbeamte, Hundeführer mit ausgebildeten Spürhunden sowie Beamte, die Drohnen zur Absuche des Gebiets einsetzten. Zusätzliche Kräfte aus Stettin wurden zur Unterstützung der Suche hinzugezogen.
Ein Mann, der möglicherweise mit dem Tod einer Frau in Verbindung steht, deren Leiche heute gegen 10 Uhr in Chojna gefunden wurde, wurde festgenommen.
Anklage und Aussage des Verdächtigen
Der Verdächtige wurde am 21. Juli der Staatsanwaltschaft des Landkreises Gryfino vorgeführt. Aufnahmen von TVN24 zeigten ihn, wie er mit einem speziellen Schutzhelm, einer üblichen Vorsichtsmaßnahme bei spektakulären Fällen, in das Gebäude geführt wurde. Drinnen wurde ihm formell der Mord an seiner Mutter und der versuchte Mord an seiner Großmutter zur Last gelegt. Damian Kordykiewicz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stettin, bestätigte die Anklagepunkte.
Der Mann gestand die Taten nicht.
Während der Vernehmung waren seine Aussagen kurz und halfen den Ermittlern kaum weiter. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass aufgrund seiner spärlichen Angaben der genaue Ablauf der Ereignisse am Tag der Tat noch untersucht werde. Der Lokalreporter Krzysztof Zasada von RMF FM berichtete, der Vorfall sei auf Familienstreitigkeiten zurückzuführen, obwohl die Behörden offiziell kein Motiv bestätigt haben.
Seine Erklärungen waren sehr dürftig, daher ermitteln die Ermittler noch den genauen Ablauf der Tragödie.
Gericht ordnet Untersuchungshaft an
Das Amtsgericht Gryfino befasste sich am 22. Juli mit dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf dreimonatige Untersuchungshaft. Richter Michał Tomala, Sprecher des Landgerichts Stettin, erklärte, das Gericht sehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Verdächtige die Taten begangen habe. Der Richter wies auch darauf hin, dass das Gericht dem Angeklagten einen Pflichtverteidiger bestellt habe.
Das Gericht bewertete die Wahrscheinlichkeit, dass der Verdächtige die Taten begangen hat, als hoch und ordnete seine vorläufige Festnahme bis zum 18. Oktober an.
Bei der Entscheidung wurden die Schwere der dem Verdächtigen drohenden Strafe (bis zu lebenslanger Haft), das Risiko der Beweismanipulation und die Fluchtgefahr berücksichtigt. Die Haftanordnung gilt bis zum 18. Oktober 2026.
- Leiche einer 46-jährigen Frau in einem Haus in Chojna gefunden
- 21-jähriger Sohn nach dreistündiger Suche mit Drohnen und Spürhunden festgenommen
- Verdächtiger wegen Mordes an der Mutter und versuchten Mordes an der Großmutter angeklagt
- Gericht ordnet dreimonatige Untersuchungshaft bis 18. Oktober an
Rechtlicher Hintergrund und weitere Schritte
Nach Artikel 148 des polnischen Strafgesetzbuches wird Mord mit einer Freiheitsstrafe von nicht weniger als 10 Jahren bestraft, wobei die Höchststrafe lebenslange Haft ist. Auch der Nebenvorwurf des versuchten Mordes zieht eine hohe Strafe nach sich. Die Staatsanwaltschaft des Landkreises Gryfino leitet weiterhin die Ermittlungen, die von der Regionalstaatsanwaltschaft in Stettin überwacht werden. Stand 22. Juli befand sich der Verdächtige weiterhin in Gewahrsam, und es wurden keine weiteren Einzelheiten zum Zustand der Großmutter oder zu den genauen Umständen des Angriffs bekannt gegeben. Die Behörden haben erklärt, dass noch forensische Beweise gesammelt und Zeugen befragt werden, um zu rekonstruieren, was in den Stunden vor dem Auffinden der Leiche geschah.

