- Gegen 10:00 UhrFnam und SPMS datieren den Beginn des Ausfalls auf etwa 10:00 Uhr; mehrere lokale Gesundheitseinheiten sind betroffen.
- 10:30 UhrLaut Fnam ist das System seit etwa 25 Minuten ausgefallen, und der Ausfall ist wahrscheinlich landesweit.
- Bis 12:00 UhrSPMS zufolge sind einige Supportsyteme für Gesundheitszentren und Krankenhäuser wiederhergestellt.
- Etwa 12:30 UhrLaut Fnam funktioniert das System wieder, ist aber noch sehr langsam.
Ein landesweiter Ausfall seit dem Morgen
Am Montag, 19. Oktober 2026, fiel das Informationssystem des portugiesischen Serviço Nacional de Saúde (SNS) aus, sodass Ärztinnen und Ärzte keine Rezepte ausstellen und keine elektronischen Patientenakten öffnen konnten. Die Federação Nacional dos Médicos (Fnam) erklärte, die Probleme hätten gegen 10:00 Uhr begonnen und mehrere lokale Gesundheitseinheiten (ULS) erreicht, darunter São João, Matosinhos und Médio Ave. Joana Bordalo e Sá, Vizepräsidentin des Verbands, sagte um 10:30 Uhr gegenüber Lusa, das System sei seit etwa 25 Minuten ausgefallen und der Ausfall sei wahrscheinlich landesweit. Im Laufe des Vormittags gingen weitere Meldungen aus anderen Einheiten ein. Laut Fnam blieben Tausende Patienten ohne Konsultationen und Medikamente.
Rezepte und Akten blockiert
Die Prescrição Eletrónica Médica (PEM), die Plattform, über die Ärztinnen und Ärzte Rezepte ausstellen, war offline; auch das Registo de Saúde Eletrónico (RSE), das Zugang zur Krankengeschichte der Patienten gibt, war nicht verfügbar. Bordalo e Sá sagte, die PEM sei „komplett ausgefallen“, sodass Ärztinnen und Ärzte kein einziges Rezept ausstellen konnten. Die Folgen trafen auch die Patienten. Die App und das Portal SNS 24 gehörten zu den am stärksten betroffenen Angeboten für Bürgerinnen und Bürger; Fehlermeldungen besagten, der Rezeptdienst sei vorübergehend nicht verfügbar, und blockierten den Zugang zu den Codes, die zum Abholen von Medikamenten in Apotheken nötig sind. Ältere Menschen und chronisch Kranke, die ihre elektronischen Rezepte per SMS oder App erhalten, konnten ihre Medikamente nicht bekommen. Vor Ort konnte eine Patientin im Krankenhaus von Vila Franca de Xira eine seit Monaten gebuchte Schlafsprechstunde nicht wahrnehmen, und Patienten mit Terminen im Gesundheitszentrum von Carregado wurde mitgeteilt, dass sie nicht behandelt werden könnten.
Bordalo e Sá beschrieb die Auswirkungen auf ihre eigene Arbeit im Sprechzimmer.
„Das schränkt unser ärztliches Handeln ein, es verunsichert die Konsultationen, die wir gerade durchführen, und es verzögert unsere gesamte Arbeit.“
Ursache und teilweise Wiederherstellung
SPMS, die öffentliche Stelle, die gemeinsame Dienste und IT für das Gesundheitsministerium betreibt, bestätigte den Ausfall und brachte ihn mit Einschränkungen in ihrem Rechenzentrum in Verbindung. Erste Berichte besagten, eine Ursache sei zunächst nicht genannt worden. Bis 12:00 Uhr, so SPMS, seien einige Supportsyteme für Gesundheitszentren und Krankenhäuser wiederhergestellt worden. Fnam teilte dem DN mit, das System sei von 10:00 bis etwa 12:30 Uhr ausgefallen und danach noch sehr langsam gewesen. Ein Großteil des Betriebs in Krankenhäusern und Gesundheitszentren war lahmgelegt, landesweit wurden Konsultationen, Untersuchungen und Behandlungen ausgesetzt. Nach der Bestätigung von Fnam gegenüber SIC waren die Portugiesischen Onkologieinstitute (IPO) die Ausnahme und nicht betroffen.
In ihrer Erklärung teilte SPMS Folgendes mit.
„Das Problem wurde sofort erkannt, und die technischen Teams arbeiten an der schnellen Wiederherstellung der Dienste und Supportsyteme für den SNS.“
Gewerkschaft macht das Ministerium verantwortlich
Fnam macht das Gesundheitsministerium verantwortlich und erklärt, das Problem trete immer wieder auf. Bordalo e Sá nannte das Ministerium direkt und brachte den Ausfall mit einem seit Langem bestehenden Mangel an modernen Werkzeugen in Verbindung.
„Auch dies liegt wieder ganz in der Verantwortung des Gesundheitsministeriums, von Ana Paula Martins, die nichts modernisiert und uns nicht die geeigneten Werkzeuge an die Hand gibt.“
Sie nannte das Problem schlicht inakzeptabel und sagte, es zeige einen Mangel an Fähigkeit, die Werkzeuge für die essenzielle Versorgung funktionsfähig zu halten. Die Gewerkschaft erklärt, die Ausfälle seien häufig, und trotz Meldungen sei das Problem nicht behoben. Bordalo e Sá sagte, am stärksten litten die Patienten, die an diesem Tag eine Konsultation in einem Gesundheitszentrum oder Krankenhaus haben.