Regierung · Brüssel und Madrid

Sánchez öffnet Tür zu vorgezogenen Neuwahlen, falls Haushalt 2027 im Kongress abgelehnt wird

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte am 18. Juni erstmals, dass er vorgezogene Neuwahlen ausrufen könnte, falls sein Staatshaushalt 2027 im Kongress scheitert – nachdem der baskische nationalistische Verbündete PNV die Auflösung gefordert hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, 20 minutos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2025, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2025
Wie es dazu kam
  1. 1.09.Parlamentarische Behandlung des Haushalts 2027 beginnt nach der Sommerpause.
  2. 1.10.Schlussabstimmung über den Haushalt im Herbst erwartet; wahrscheinliche Niederlage würde Wahlgerüchte auslösen.
  3. 1.01.Mögliche vorgezogene Parlamentswahlen im ersten Quartal 2027, um Überschneidung mit den Kommunalwahlen im Mai zu vermeiden.

Ein Kurswechsel von Sánchez

Beim Gipfel des Europäischen Rates in Brüssel verzichtete Pedro Sánchez darauf, seine frühere Behauptung zu wiederholen, die Legislaturperiode werde selbst bei einer Ablehnung des Staatshaushalts 2027 voll ausgeschöpft. Stattdessen gab er eine bedingte Antwort:

„Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, werden wir sie treffen, wenn diese Hypothesen eintreten.“

Pedro Sánchez, Spanischer Ministerpräsident
Der Ministerpräsident fügte hinzu, er wolle nicht spekulieren, da die Regierung den Haushalt noch ausarbeite und verhandeln werde. Die Formulierung stellt jedoch eine Abkehr von seiner bisherigen Haltung dar (zuletzt im September 2025 auf TVE geäußert), wonach ein parlamentarisches Veto gegen die Haushaltspläne keine politischen Konsequenzen hätte.

Die PNV-Forderung und das politische Kalkül

Die PNV (Baskische Nationalistische Partei), ein wichtiger parlamentarischer Verbündeter, hatte den Druck bereits erhöht. Am 17. Juni forderte ihre Sprecherin Maribel Vaquero Sánchez während einer Kontrollsitzung auf, die Legislaturperiode sei „die letzte Runde“ und forderte:

„Legen Sie den allgemeinen Staatshaushalt vor, das ist Ihre Pflicht. Aber wenn Sie in dieser Kammer keine Einigung erzielen, lösen Sie die Cortes auf und rufen Sie Wahlen aus.“

Maribel Vaquero, PNV-Sprecherin
PNV-Chef Aitor Esteban hatte die Kritik seit Wochen verschärft. Die Partei, die im Baskenland mit EH Bildu um Wähler konkurriert, möchte vermeiden, dass vorgezogene Parlamentswahlen mit den für Mai 2027 angesetzten Kommunal- und Regionalwahlen zusammenfallen. Diese Forderung, die in privaten Gesprächen zwischen Sabin Etxea und Moncloa übermittelt wurde, griff Sánchez auf, als er einen Wahl-„Super-Sonntag“ öffentlich ausschloss.

Haushaltsfahrplan und möglicher Auslöser

Die Regierung plant, den makroökonomischen Rahmen am 23. Juni vorzulegen, die Ausgabenobergrenze und den Defizitpfad Mitte Juli zu verabschieden und nach der Sommerpause mit der parlamentarischen Behandlung zu beginnen. Eine Schlussabstimmung im Kongress wird für Herbst 2026 erwartet. Da die Unterstützung bröckelt (Junts und Podemos haben sich distanziert), droht dem Haushalt eine wahrscheinliche Niederlage. Einige PSOE-Größen und Sánchez' innerer Kreis ermutigen ihn, eine Ablehnung als Auslöser für vorgezogene Wahlen zu nutzen. Moncloa-Kreise stellen einen möglichen Vorlauf lediglich als technisch dar: Die Legislatur sollte ohnehin bis Juli 2027 enden, eine Abstimmung Anfang 2027 würde sie nur um wenige Monate verkürzen.

Andere Verbündete und Druck der Opposition

Auch Junts und Coalición Canaria drängen auf eine Beendigung der Legislaturperiode. Unterdessen bezeichnete Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo den Haushaltsfahrplan als „Nebelkerze“ für Korruptionsfälle im Umfeld der Regierung. Die Exekutive setzt darauf, dass die Rückkehr von Carles Puigdemont nach Katalonien, sobald der Europäische Gerichtshof das Amnestiegesetz bestätigt, die Position von Junts verändern könnte. Vorerst ist Sánchez entschlossen, die Haushaltspläne vorzulegen, und sagt, er werde „sein Hemd durchschwitzen“, um eine Mehrheit zu sichern.

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Quellen und Kontext

Brüssel, Madrid · Belgien, Spanien

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