
Slowakische Polizei vereitelt Brandanschlag auf Drohnenfabrik und nimmt drei Verdächtige fest
Die Polizei in der Slowakei und in Deutschland hat drei ausländische Staatsangehörige festgenommen, die beschuldigt werden, einen Auftragsbrandanschlag auf eine Anlage für unbemannte Luftfahrtsysteme in der Ostslowakei geplant zu haben, in der sich etwa 70 Mitarbeiter befanden.
Vereitelter Brandanschlag in der Ostslowakei
Die slowakischen Behörden bestätigten am Dienstag, den 25. August 2026, dass die Polizei einen geplanten Brandanschlag auf eine Fabrik für unbemannte Luftfahrtsysteme in der östlichen Region des Landes vereitelt hat. Die Operation verhinderte strukturelle Schäden oder Verletzungen in der Produktionsstätte. Laut Angaben der slowakischen Polizei befanden sich zum Zeitpunkt des geplanten Anschlags etwa 70 Mitarbeiter in dem Gebäude.
Ermittler der Einheit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (UBOK) gaben an, dass die Produktionshalle Ausrüstung und Vermögenswerte im Wert von mehreren zehn Millionen Euro enthielt. Während die Behörden den industriellen Schwerpunkt und das regionale Gebiet des Ziels bestätigten, gaben sie weder den Handelsnamen noch die genauen Gemeindekoordinaten der Anlage preis. Darüber hinaus stellten die Beamten nicht klar, ob die Fabrik Drohnen für das benachbarte Ukraine herstellt, das an die Ostslowakei grenzt.
Beweise und forensische Erkenntnisse
Bei der Durchsetzungsoperation beschlagnahmten Polizeibeamte eine Reihe von Einsatzgeräten und Brandmaterialien, die für den Sabotageversuch bestimmt waren. Die Beamten beschlagnahmten eine große Menge eines Brandgemisches sowie Werkzeuge, Mobiltelefone, eine Action-Kamera und eine handgezeichnete Skizze der Zielanlage.
Wenn der Angriff stattgefunden hätte, hätte die Gefahr eines Großbrandes bestanden, der das Leben und die Gesundheit von Menschen gefährdet und erheblichen Schaden verursacht hätte.
Eine vorläufige Analyse des polizeilichen forensischen und fachlichen Instituts ergab, dass das beschlagnahmte Brandgemisch aus Benzin und Polystyrol bestand. Diese chemische Kombination erzeugt ein haftendes Gemisch, das dazu bestimmt ist, an strukturellen Oberflächen zu haften und die Verbrennung über Industrieanlagen hinweg aufrechtzuerhalten.
- Slowakei
- 2
- Deutschland
- 1
Geheimdienstkoordination und Festnahmen
Der Durchsetzungsaktion ging eine koordinierte Informationssammlung über inländische und grenzüberschreitende Sicherheitsapparate voraus. Der slowakische zivile Nachrichtendienst, der Slowakische Informationsdienst (SIS), und der Militärnachrichtendienst lieferten die entscheidenden Informationen, die es der Spezialeinheit UBOK ermöglichten, die Verdächtigen zu verfolgen.
Die synchronisierte Operation führte zur Festnahme von drei ausländischen Staatsangehörigen in zwei europäischen Rechtsgebieten. Die slowakische Polizei nahm zwei der ausländischen Verdächtigen auf slowakischem Gebiet fest, während die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland den dritten Verdächtigen festnahmen. Die Polizeibehörden haben die Nationalitäten der drei Personen nicht öffentlich bekannt gegeben.
Motiv und rechtliche Anklagen
Die Ermittler haben alle drei Verdächtigen formell wegen gemeingefährlicher Handlungen im Auftrag angeklagt, einem gesetzlichen Tatbestand, der Handlungen umfasst, die weitreichende Sachschäden oder Gefahren für Leben und Gesundheit riskieren. Die slowakische Polizei erklärte, dass die Personen auf Anweisung Dritter und nicht aus eigenem Antrieb handelten.
Der Auftraggeber hinter dem Komplott bleibt in öffentlichen Stellungnahmen offizieller Stellen unidentifiziert. Die Ermittler haben keine Unterlagen veröffentlicht, die Finanztransaktionen, Kommunikationsprotokolle oder den Ursprung der Anweisungen detaillieren. Die drei Verdächtigen bleiben in Untersuchungshaft, während die rechtlichen Verfahren in der Slowakei zusammen mit der justiziellen Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden fortgesetzt werden.

