Wirtschaft · Seoul, Tokio und Frankfurt

SK Hynix-Gewinn steigt dank KI-Nachfrage um das Siebenfache, asiatische Aktien legen zu

Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix hat für das dritte Quartal einen operativen Gewinn gemeldet, der mehr als siebenmal so hoch liegt wie ein Jahr zuvor und die Analystenprognosen übertrifft. Die asiatischen Märkte legten daraufhin zu; der Kospi stieg nach den jüngsten Zahlen von tagesschau um 6,6 Prozent.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, N-tv, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Seoul, Tokio, Frankfurt · Südkorea, Japan, Deutschland

Siebenfacher Gewinnsprung dank KI-Chipnachfrage

SK Hynix teilte mit, der operative Gewinn im dritten Quartal habe mehr als das Siebenfache des Vorjahreswerts erreicht; die Zahlen wurden am Mittwoch, 28. Oktober, veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 328 Prozent auf 104,6 Billionen Won, und beide Werte übertrafen die Analystenprognosen, die von einem operativen Gewinn zwischen 76,7 und 81,67 Billionen Won und einem Umsatz von knapp über 99 Billionen Won ausgegangen waren. Der operative Gewinn von 83,3 Billionen Won entspricht laut Handelsblatt etwa 56,4 Milliarden Euro, während Der Tagesspiegel rund 56 Milliarden Euro und 20 Minuten etwa 51 Milliarden Schweizer Franken nannten. Das Unternehmen erwartet, dass die Nachfrage nach seinen High-Bandwidth-Speicherchips bis 2030 das Angebot übersteigt. Nvidia gehört zu den wichtigsten Kunden, und SK Hynix ist nach Samsung Electronics der zweitgrößte Speicherchiphersteller.

Ausschüttungen an die Aktionäre und die Kioxia-Beteiligung

Das Unternehmen will in diesem Jahr rund 100 Billionen Won an die Aktionäre zurückgeben, darunter ein im August angekündigter Aktienrückkauf im Volumen von 40 Billionen Won. Bloomberg bezifferte diesen Betrag auf 75 Milliarden US-Dollar. Ein Teil des Geldes für die Ausschüttungen stammt aus dem Verkauf der Beteiligung von SK Hynix am japanischen Konkurrenten Kioxia. Die finanziellen Bedingungen des Verkaufs hat das Unternehmen nicht offengelegt, Analysten vermuten jedoch einen Preis deutlich über den vier Billionen Won, die 2018 investiert wurden. Eine südkoreanische Zeitung hatte die Pläne bereits früher in der Woche gemeldet. Laut Handelsblatt legten die Aktien im Einklang mit dem Gesamtmarkt um rund 2 Prozent zu, während 20 Minuten von einem frühen Plus von 2,7 Prozent berichtete, das später nachließ. Seit Ende 2025 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, allerdings hat die Euphorie seit Mitte des Jahres spürbar nachgelassen.

Asiatische Märkte und der breitere KI-Handel

Die asiatischen Aktienmärkte legten am Mittwoch zu, getragen von neuer Zuversicht in Bezug auf künstliche Intelligenz. Tagesschau berichtete, der südkoreanische Kospi habe 6,6 Prozent und Japans Nikkei 1,2 Prozent gewonnen. Technologiewerte an der Nasdaq hatten am Vorabend bereits 1,2 Prozent aufgeholt, gestützt auf Finanzierungsankündigungen, darunter eine von Meta Platforms, sowie auf die geplante Börsennotierung des KI-Entwicklers Anthropic. Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities, sagte, bei KI-Unternehmen zeichne sich ein Muster ab: Berichte über hohe Ausgaben hätten die Kurse oft belastet, während Anzeichen steigender Profitabilität sie gehoben hätten. Chris Brigati, Anlagechef des Finanzdienstleisters SWBC, sagte, Anleger wollten wissen, ob die hohen KI-Ausgaben nachhaltiges Umsatzwachstum erzeugten und nicht nur Gewinn.

Kursgewinne asiatischer Aktienindizes am 28. Oktober%
Kospi (Südkorea)
6.6 %
Nikkei (Japan)
1.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Europa und der weitere Tagesverlauf

Auch in Frankfurt hatten die Anleger starke Unternehmenszahlen zu verarbeiten. Der DAX hatte laut tagesschau bereits 0,7 Prozent auf 25.590 Punkte zugelegt und sollte höher eröffnen. Die Deutsche Bank meldete für Juli bis September einen Nachsteuergewinn von rund 1,9 Milliarden Euro, etwa 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, und könnte nun ihr angestrebtes Ergebnisniveau von 33 Milliarden Euro für das Gesamtjahr übertreffen. BASF steigerte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) dank höherer Preise und leicht höherer Mengen um 15 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro und hob die Prognose für 2026 von 6,9 bis 7,7 Milliarden auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro an. Die Fondsgesellschaft DWS sammelte im Quartal 30,9 Milliarden Euro neues Geld ein, so viel wie nie zuvor in einem einzelnen Quartal, verfehlte beim Gewinnwachstum allerdings die Erwartungen der Analysten. Die US-Notenbank Fed gibt am Mittwochabend ihre Zinsentscheidung bekannt; nach der ersten Zinserhöhung seit rund drei Jahren im September wird eine Pause zwischen 3,75 und 4 Prozent erwartet. Die Märkte rechnen mit einer weiteren Erhöhung im Dezember. Alphabet und Microsoft legen ihre Quartalszahlen nach US-Börsenschluss vor.

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