Sicherheit · Jericho

Israelische Siedler besetzen acht palästinensische Häuser in Jericho, UN verurteilt

Rund 30 israelische Siedler sind am Mittwoch, dem 4. November, in acht Häuser in Ein a-Duyuk a-Tahta bei Jericho eingezogen; nach Angaben der UN zwang die Übernahme Familien zur Flucht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, der Standard, ΣΚΑΪ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Jericho · Palästina

Eine Übernahme am Mittwochnachmittag

Rund 30 israelische Siedler sind am Mittwochnachmittag, dem 4. November, in acht Häuser in Ein a-Duyuk a-Tahta am Stadtrand von Jericho im besetzten Westjordanland eingezogen, wie die israelische Beobachtungsorganisation Peace Now mitteilte. Der Siedlervertreter Hanan Greenwood sagte gegenüber AFP, die rechtsgerichtete israelische Organisation Nachala habe die acht Häuser mit Hilfe der Siedler gekauft, und er sprach begeistert davon, vor Ort zu sein. Nachala finanziert neue Siedlungen im besetzten Westjordanland und setzt sich dafür ein, dass Israel das Gebiet annektiert. Die Siedlung liegt nahe einer archäologischen Stätte, die als Hasmonäerpaläste bekannt ist und nach der Dynastie benannt wurde, die Judäa bis etwa 40 v. Chr. beherrschte. Peace Now zufolge griff die Gruppe zwei israelische Aktivisten an und beraubte sie und verletzte einen Palästinenser durch einen Schuss ins Bein.

Fälschungsvorwürfe und die Reaktion der UN

Die Siedler bestehen darauf, dass die Häuser legal gekauft wurden, doch palästinensische Vertreter sagen, die Kaufverträge seien gefälscht. Hussein Hamayel, Gouverneur der Region Jericho, sagte gegenüber AFP, das Land gehöre der Palästinensischen Autonomiebehörde und könne nicht verkauft werden; er bezeichnete den Vorgang als Fälschung und nicht als Verkauf. UN-Sprecher Stephane Dujarric erklärte am Donnerstag, dem 5. November, vor Journalisten im Namen von Generalsekretär Antonio Guterres, Siedler hätten bei der Übernahme am Mittwoch Berichten zufolge scharfe Munition eingesetzt. Er fügte hinzu, sie hätten palästinensische Anwohner körperlich angegriffen und Steine geworfen, was Familien aus Sicherheitsgründen zur Flucht veranlasst habe.

„Wir verurteilen erneut all diese gewalttätigen Handlungen der israelischen Siedler.“

Stephane Dujarric, Sprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterres

Die Äußerungen Dujarrics fielen zu einem Zeitpunkt, an dem das Ausmaß der Vertreibung aus den Berichten noch unklar war. Die UN teilten mit, einige der Vertriebenen hätten nun keine angemessene Unterkunft mehr.

Sperrzone und vertriebene Familien

Das israelische Militär hat das Gebiet inzwischen zur geschlossenen Militärzone erklärt, und nach Angaben der UN verhindert dies, dass humanitäre Helfer die Betroffenen erreichen. Einige der vertriebenen Familien haben nun keine angemessene Unterkunft, und der Zugang für Hilfsorganisationen bleibt blockiert, solange die Zone besteht. Anwohner sagten gegenüber Reportern, sie befürchteten, die neue Siedlung werde mehr Gewalt in die Region Jericho bringen. Die palästinensische Seite hat die Darstellung der Siedler zum Erwerb der Häuser nicht akzeptiert.

Landstatus und der weitere Siedlungskontext

Das Land liegt in Area C, jenem Teil des Westjordanlands, den Israel seit den Osloer Abkommen der 1990er Jahre kontrolliert. Israel hält das Gebiet seit 1967, und mehr als 500.000 Israelis leben dort in Siedlungen, die nach internationalem Recht illegal sind, zusammen mit etwa drei Millionen Palästinensern. Angriffe von Siedlern im Westjordanland haben im Jahr 2026 Berichten zufolge nahezu ihren bisher höchsten Stand erreicht. Peace Now warnte, die neue Siedlung könne zu weiterer Vertreibung führen, und verwies auf Hebron, wo etwa 400 Siedler in der Altstadt unter einer palästinensischen Bevölkerung von 250.000 Menschen leben. Die Europäische Union hat Nachala mit Sanktionen belegt, weil die Organisation Gewalt fördert, die zur Zwangsvertreibung von Palästinensern geführt hat.

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