Konflikte · Hebron

Israelische Truppen verlassen Hebron nach einer Belagerung, durch die rund 3.300 Palästinenser vertrieben wurden

Die israelische Armee hat ihren Einsatz in Hebron beendet und sich aus der Stadt im Westjordanland zurückgezogen, nachdem ein Angriff am 23. Oktober zwei Soldaten getötet hatte. Die lokalen Behörden geben an, dass der Einsatz rund 3.300 Menschen vertrieben und Häuser sowie Geschäfte beschädigt hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, Le Monde.fr, newsORF.at und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Hebron · Palästina
Wie es dazu kam
  1. 23.10.Bewaffneter Angriff auf einen Kontrollpunkt am Rand von Hebron tötet zwei israelische Soldaten und verletzt drei; beide Angreifer werden erschossen
  2. Zwei Tage nach Beginn des EinsatzesGeneralstabschef Eyal Zamir empfiehlt laut einem Bericht der Times of Israel die Beendigung des Einsatzes, Netanyahu lehnt dies zunächst ab
  3. Woche des 26. Oktober 2026Zamir teilt Netanyahu laut ANSA mit, es gebe keine operativen Gründe für eine Fortsetzung und keine rechtliche Grundlage, Palästinenser an der Rückkehr in ihre Häuser zu hindern
  4. 2.11.Die israelische Armee verkündet das Ende des Hebron-Einsatzes und ihren Abzug aus der Stadt

Armee zieht sich aus Hebron zurück

Die israelische Armee erklärte am Montag, dem 2. November, sie habe ihre Operationen in Hebron abgeschlossen und ihre Soldaten aus der Stadt im besetzten Westjordanland abgezogen. Palästinensische Behörden meldeten den Rückzug aus mehreren Vierteln am selben Tag. Le Monde veröffentlichte die eigene Erklärung der Armee, mit der das Ende verkündet wurde, doch ein früherer Bericht von ORF besagte, die Armee habe den Abzug noch nicht bestätigt. Die Berliner Zeitung zählte elf Tage des Einsatzes, während Al Jazeera von einer zehntägigen Belagerung sprach.

Der Gouverneur von Hebron, Khaled Dudin, kündigte am Montag an, dass Familien, die aus ihren Häusern vertrieben worden waren, zurückkehren könnten, und erklärte, die palästinensischen Sicherheitskräfte kontrollierten nun das Gebiet:

„Die palästinensischen Sicherheitskräfte haben nach dem israelischen Abzug die vollständige Kontrolle über das Gebiet übernommen.“

Khaled Dudin, Gouverneur von Hebron

Dudin fügte hinzu, viele Häuser seien weitgehend zerstört, und versprach schnelle Schritte zum Wiederaufbau. Der palästinensische Zivilschutz warnte Rückkehrer laut Berliner Zeitung davor, verdächtige Gegenstände zu berühren oder beschädigte Gebäude vor einer Sicherheitsüberprüfung zu betreten.

Der Angriff und die anschließende Durchsuchungsaktion

Ein bewaffneter Angriff auf einen Kontrollpunkt am Rand von Hebron tötete am 23. Oktober nach Angaben des israelischen Militärs zwei israelische Soldaten und verletzte drei weitere. Beide Angreifer, die aus Hebron stammten, wurden erschossen. Die Armee riegelte anschließend die Stadt ab, durchsuchte Hunderte Gebäude, nahm mehrere Verdächtige fest und beschlagnahmte Waffen. ANSA berichtete, der Schwerpunkt habe auf dem Viertel Hamula gelegen, das der Bericht als Heimat von Hamas-Anhängern beschrieb, wo Dutzende Verdächtige befragt und die Häuser der beiden Angreifer abgerissen wurden. Al Jazeera berichtete, israelische Kräfte hätten die Stadt und umliegende Dörfer abgeriegelt, einige palästinensische Häuser übernommen und in Militärposten umgewandelt.

Vertreibung und Verluste in der Stadt

Das Gouvernement Hebron zählte rund 3.300 Menschen, die vertrieben oder anderweitig betroffen waren, überwiegend in den Vierteln Al-Jalda und Ein Deir Baha, sowie 15 zerstörte Häuser und andere Bauwerke. OCHA gab die Zahl der Vertriebenen mit mehr als 3.000 an und erklärte, die meisten von ihnen seien bei Verwandten untergekommen. Die UN-Agentur teilte zudem mit, einige Häuser seien als Militärposten genutzt worden.

Bürgermeister Yousef al-Jabari sagte am Samstag, dem 31. Oktober, gegenüber Al Jazeera, die täglichen wirtschaftlichen Verluste beliefen sich auf über 12 Millionen Schekel, umgerechnet rund 3,8 Millionen Dollar, und die Schäden an der Infrastruktur lägen bei mehr als 1,9 Millionen Dollar. Die Verluste im Gesundheits- und Umweltsektor bezifferte er auf etwa 160.000 Dollar. Der Bürgermeister sagte, 327 Betriebe seien zur Schließung gezwungen worden und rund 80.000 Schülerinnen und Schüler hätten zehn Tage lang den Unterricht verpasst. Er fügte hinzu, Hebron mache etwa 40 Prozent der palästinensischen Wirtschaft aus, und bezeichnete die Belagerung als kollektive Bestrafung.

Rechtliche Anfechtung und ein Riss in Israels Führung

Adalah, eine Menschenrechtsorganisation, reichte beim Obersten Gericht Israels eine Petition im Namen der Stadtverwaltung von Hebron und mehrerer Anwohner ein. Sie wirft der Armee vor, Familien ohne Grund zu vertreiben und zivile Gebäude zu zerstören, was nach ihrer Darstellung gegen humanitäres Völkerrecht verstößt.

Innerhalb der israelischen Führung sagte Generalstabschef Eyal Zamir in der Woche des 26. Oktober laut ANSA zu Premierminister Benjamin Netanyahu, es gebe keine operativen Gründe für eine Fortsetzung und keine rechtliche Grundlage, Palästinenser an der Rückkehr in ihre Häuser zu hindern. Ein Bericht der Times of Israel, auf den sich die Berliner Zeitung berief, besagte, Zamir habe zwei Tage nach Beginn des Einsatzes dessen Beendigung empfohlen, und Netanyahu habe den Rat zunächst abgelehnt.

Druck im gesamten Westjordanland

Der Bürgermeister sagte, palästinensische Familien fürchteten, die Armee könnte ihre Angriffe bald ausweiten. Al Jazeera berichtete am 1. November, Israel drohe mit einer breiter angelegten Offensive. An anderer Stelle im besetzten Westjordanland nahmen israelische Kräfte laut Wafa zehn palästinensische Lehrkräfte in Masafer Yatta südlich von Hebron fest und beschlagnahmten ihr Fahrzeug. OCHA verzeichnete im Oktober 397 Angriffe von Siedlern auf Palästinenser, die höchste Monatszahl seit Beginn der Erfassung im Jahr 2006, so Wafa. Dudin hat einen schnellen Wiederaufbau versprochen, doch keine der Quellen nennt einen Zeitplan dafür.

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