Wirtschaft · Paris und Saint-Herblain
SFR-Beschäftigte streiken in ganz Frankreich gegen den 20,35 Milliarden Euro teuren Zerschlagungsverkauf an Telekom-Rivalen
Tausende Beschäftigte demonstrierten am 24. September 2026 vor dem Altice-Hauptsitz in Paris und regionalen Büros gegen Arbeitsplatzverluste im Zusammenhang mit der Übernahme durch Bouygues Telecom, Orange und Free.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, Le Monde.fr, LesEchos.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am 24. September 2026 versammelten sich rund 1.000 Beschäftigte am Hauptsitz von Altice France in Paris, um gegen die Zerschlagung von SFR durch Bouygues Telecom, Orange und Free zu protestieren.
Unsa-Vertreter François Monéger berichtete, dass von den 8.000 SFR-Mitarbeitern Bouygues 2.300 übernehmen werde, Orange und Free 500, und 2.000 vorübergehend den Netzrückbau betreuen würden.
Gewerkschaften warnen, dass bis zu 12.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze gefährdet sind, während die Altice Technical Services-Tochter ERT für den 30. September 2026 einen Nachfolgestreik plant, noch vor der regulatorischen Prüfung Ende 2027.
- 30.09.ERT-Glasfasertechniker planen Nachfolgestreik
- 2027Entscheidung der französischen Wettbewerbsbehörde erwartet
- 2028Frühestmöglicher endgültiger Abschluss der Übernahme
Proteste am Altice-Hauptsitz
Am 24. September 2026 veranstalteten SFR-Beschäftigte landesweite Streiks und Arbeitsniederlegungen gegen den geplanten 20,35 Milliarden Euro teuren Verkauf und die Zerschlagung des französischen Telekommunikationsbetreibers. Vor dem Altice-France-Hauptsitz im 15. Arrondissement von Paris versammelten sich rund 1.000 Arbeiter gegenüber dem Ministerium der Streitkräfte und zeigten Rauchfackeln der Gewerkschaften Unsa und CFDT. Altice, kontrolliert von Patrick Drahi, hatte etwa vier Monate zuvor zugestimmt, SFR an ein Konsortium aus Bouygues Telecom, Orange und Iliads Free zu verkaufen, um erhebliche Konzernschulden abzubauen. Auch regionale Demonstrationen fanden statt, darunter am Standort Saint-Herblain bei Nantes, wo sich 190 SFR-Mitarbeiter und 240 technische Kollegen versammelten.
Die Demonstranten äußerten Frustration über die Bedingungen der Übernahme und argumentierten, dass die sozialen Kosten der Akquisition ignoriert werden. Geneviève, eine Mitarbeiterin mit 17 Jahren Betriebszugehörigkeit bei SFR, sprach vor dem Pariser Büro zu ihren Kollegen.
„Wir machen uns nichts vor, wir wissen, dass diese Übernahme stattfinden wird. Aber was wir wollen, ist gehört zu werden, dass mehr unserer Kollegen übernommen werden.“
Personalverteilung und Unsicherheit im Einzelhandel
Gewerkschaftsvertreter, darunter CFDT, Unsa und CFTC, erklärten, dass die Aufteilung Tausende von Arbeitnehmern ohne langfristige Beschäftigung zurücklasse. SFR beschäftigt derzeit rund 8.000 Mitarbeiter. Laut dem von Unsa-Delegierten François Monéger beschriebenen Übergangsplan wird Bouygues Telecom 2.300 Mitarbeiter übernehmen, während Orange und Free zusammen 500 Mitarbeiter absorbieren. Weitere 2.000 Mitarbeiter werden für mehrere Jahre befristet beschäftigt, um das Netz des Betreibers zurückzubauen, bevor ihre Aufgaben enden.
Auch das Einzelhandelsnetz ist von ähnlichen Störungen betroffen. Mitarbeiter aus rund 120 der 400 SFR-Filialen werden zu den erwerbenden Betreibern wechseln, wobei die konkreten Filialstandorte noch nicht feststehen. In Städten wie Nantes, wo SFR sieben Einzelhandelsstandorte betreibt, schlossen sich Filialmitarbeiter den Protesten an. Gewerkschaftsvertreter forderten, dass das Konsortium jedem Mitarbeiter mindestens drei Vorschläge für einen Arbeitsplatzwechsel unterbreitet, anstatt der derzeit geplanten einzigen Option.
- Bouygues Telecom
- 2300 Mitarbeiter
- Netzrückbau
- 2000 Mitarbeiter
- Orange and Free
- 500 Mitarbeiter
Daten aus dem Artikeltext
Auswirkungen auf Subunternehmer und rechtliche Schritte
Gewerkschaftsberechnungen zufolge erreicht die Gesamtzahl der gefährdeten Arbeitsplätze unter Einbeziehung externer Auftragnehmer fast 12.500. Techniker bei ERT, einer Tochtergesellschaft von Altice Technical Services, die Glasfaserinstallationen verwaltet, schlugen Alarm, da SFR ihr einziger Kunde ist. ERT-Mitarbeiter, darunter Betriebsleiterin Christine Valverde und Konstruktionsbüro-Fachkraft Samuel Anisis, berichteten, dass sie keine Informationen über ihre Zukunft erhalten hätten, was die ERT-Gewerkschaften dazu veranlasste, einen Streik für den 30. September 2026 anzuberaumen.
Die SFR-Gewerkschaften leiteten auch ein Eilverfahren (référé) gegen Altice France und das übernehmende Konsortium ein, um die Offenlegung detaillierter Transaktionsdokumente zu erzwingen. Das Konsortium erklärte, es habe sechs Gesprächsrunden mit Arbeitnehmervertretern durchgeführt, weitere Sitzungen seien geplant. Die französische Wettbewerbsbehörde (Autorité de la concurrence) wird voraussichtlich erst Ende 2027 ihre aufsichtsrechtliche Entscheidung treffen, wodurch der endgültige Abschluss der Übernahme frühestens auf 2028 verschoben wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BFMTV"SFR, c'est nous": en grève, les salariés de SFR, bientôt racheté par Bouygues Telecom, Free et Orange, dénoncent "un gâchis" et un "plan social catastrophique"
- Le Monde.fr" Cette très belle boîte a été tuée " : les salariés de SFR manifestent en nombre contre les conditions du rachat de l'opérateur par Bouygues Telecom, Free et Orange
- LesEchos.frMobilisation sans précédent des salariés de SFR devant le siège d'Altice France
- Ouest FranceDémantèlement de SFR : en Loire-Atlantique, près de 500 salariés à cran
- Patrick Drahi
- Kontrollaktionär von Altice, der Vermögensverkäufe zur Begleichung von Unternehmensschulden anstrebt
- Geneviève
- SFR-Mitarbeiterin mit 17 Jahren Betriebszugehörigkeit, die bei der Pariser Demonstration sprach
- Orte
- Paris, Frankreich, Saint-Herblain
- Organisationen
- SFR, Orange, Bouygues Telecom
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