Sevilla entreißt Rayo Vallecano mit Elfmeter in der 97. Minute einen 2:1-Sieg – drei Strafstöße und eine Rote Karte
Sevilla rettete am 15. August 2026 mit einem umstrittenen Elfmeter von Gerard Fernández in der 97. Minute einen 2:1-Sieg über Rayo Vallecano im Eröffnungsspiel der LaLiga, nachdem Kike Salas die Rote Karte gesehen hatte und der Schiedsrichter der Heimmannschaft drei Strafstöße zugesprochen hatte.
Ein chaotischer Auftakt in Nervión
Sevilla startete mit einem 2:1-Sieg über Rayo Vallecano im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán am Samstag, den 15. August 2026, in die LaLiga-Saison 2026/27. Den Sieg sicherte Gerard Fernández in der siebten Minute der Nachspielzeit per Elfmeter – der erste Auftaktsieg für Sevilla seit fünf Spielzeiten. Dies gelang trotz der Roten Karte für Innenverteidiger Kike Salas in der 88. Minute und einer ersten Halbzeit, in der die Hausherren wenig Qualität und Zusammenhalt zeigten.
Rayo schlug bereits nach vier Minuten zu. Neuzugang Arouna Sangante, der sein Debüt in der Innenverteidigung gab, verlor den Ball in der Nähe des eigenen Strafraums, sodass Álvaro García an Torhüter Odysseas Vlachodimos vorbei einschieben konnte. Das frühe Tor brachte eine ohnehin unruhige Kulisse zum Schweigen, und das Sánchez-Pizjuán reagierte mit Pfiffen und Sprechchören gegen die Vereinsführung.
VAR dominiert das Geschehen
Die Partie war von den Eingriffen des Video-Assistenten geprägt. Nach einer halben Stunde dachte Isi Palazón, er hätte das zweite Tor für Rayo erzielt, doch der Treffer wurde wegen eines Fouls des Mittelfeldspielers an Juan Iglesias aberkannt. Wenig später zeigte Schiedsrichter Ricardo De Burgos Bengoetxea nach einem Foul von Rayo-Torhüter Augusto Batalla in der 38. Minute auf den Punkt, doch der VAR hob die Entscheidung wieder auf.
In der zweiten Halbzeit glich Sevilla durch einen Elfmeter von Jon Guridi in der 52. Minute nach einem Foul von Álvaro García an Miguel Sierra aus. Die Kontroverse verschärfte sich, als Kike Salas in der 88. Minute die Rote Karte sah und Sevilla in Unterzahl zurückließ. Doch in der 97. Minute, nach einem Ballverlust von Rayo-Eingewechseltem Pedro Díaz, holte Debütant Robbie Ure gegen ein ungestümes Einsteigen von Florian Lejeune einen Elfmeter heraus, den Peque Fernández zum erlösenden Dreier verwandelte.
- Álvaro García trifft für Rayo nach Sangante-Fehler (0:1)
- Isi Palazóns Tor wegen Fouls an Juan Iglesias aberkannt
- VAR annulliert Elfmeter für Sevilla nach Batalla-Foul
- Jon Guridi verwandelt Elfmeter zum 1:1 für Sevilla
- Kike Salas sieht die Rote Karte für Sevilla
- Peque Fernández verwandelt umstrittenen Elfmeter zum 2:1-Sieg für Sevilla
Rayos Frust kocht über
Rayo-Kapitän Álvaro García, der die Führung erzielt hatte, zeigte sich nach dem Spiel auf dem Platz ungehalten.
Tres penaltis. El partido ha sido igualado, pero con demasiado protagonismo para el que no tiene que ser protagonista.
Die Niederlage vertieft eine schwierige Phase für Rayo, die unter dem neuen Cheftrainer Beñat San José nach dem Abgang von Íñigo Pérez in die Saison gestartet sind. Der Madrider Klub steht zudem vor einem logistischen Problem: Das erste Heimspiel, für Donnerstag angesetzt, kann nicht in Vallecas stattfinden, nachdem die Comunidad de Madrid die Stadionlizenz aufgrund schwerwiegender Sicherheitsmängel ausgesetzt hat. Leganés stellt stattdessen sein Estadio Municipal de Butarque als Ausweichspielstätte zur Verfügung.
Sevillas Jugend-Wagnis
Sevillas Trainer Luis García Plaza bot eine Mannschaft mit vielen Eigengewächsen auf, darunter die Debütanten Nico Guillén und Miguel Sierra. Der Kader hat Schlüsselspieler wie Akor Adams, Sow und Gudelj verloren, und es sind noch keine garantierten Neuzugänge gekommen. Bis zu fünf Canteranos standen gegen Rayo auf dem Feld, und Sportdirektor José Ignacio Navarro wird voraussichtlich noch Verstärkungen holen, darunter einen dritten Stürmer. Sevilla liegt nach dem 1. Spieltag auf Platz zwei der Tabelle, punktgleich mit Spitzenreiter Deportivo Alavés, hat jedoch ein Spiel mehr absolviert.


