Konflikte · Belgrad und Kiew
Selenskyj warnt: Ukraine hat vor dem Winter ‚praktisch kein‘ intaktes Wärmekraftwerk – erster Besuch in Serbien
Während seines ersten offiziellen Besuchs in Serbien am 8. August warnte der ukrainische Präsident Selenskyj, die Ukraine verfüge vor dem Winter über ‚praktisch kein‘ intaktes Wärmekraftwerk mehr, während bei russischen Angriffen innerhalb von 24 Stunden 13 Menschen getötet wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch, France 24, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Selenskyj erklärte am 8. August in Belgrad, die Ukraine habe vor dem Winter praktisch kein intaktes Wärmekraftwerk mehr – nach beinahe täglichen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur seit Februar 2022.
Selenskyj traf am Freitagabend zu einem zweitägigen Besuch in Belgrad ein – seiner ersten offiziellen Reise nach Serbien seit der Invasion 2022. Er traf Präsident Aleksandar Vučić, um über Energie, Sicherheit und EU-Zusammenarbeit zu sprechen.
Bei Angriffen in der Nacht vom 7. auf den 8. August kamen in Puchiwka mindestens drei und in Kiew eine Person durch ballistische Raketen ums Leben; 13 Tote in 24 Stunden. Am 5. August starben bei Angriffen auf die Region Kiew mindestens 17 Menschen.
Serbien hat keine Sanktionen gegen Moskau verhängt, und Vučić sagte, seine Politik sei unverändert. Er kündigte jedoch ein neues humanitäres Hilfsprogramm für die Ukraine in den Bereichen Medizin und Energie an.
Selenskyj traf Donald Trump Ende Juli in Washington, um Patriot-Raketen zu erhalten – die einzigen Systeme, die russische ballistische Raketen abfangen können, da der Ukraine die Abfangraketen fehlen.
- 5.08.Mindestens 17 Tote bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung
- 7.08.Selenskyj trifft am Freitagabend zu seinem ersten offiziellen Besuch in Serbien ein
- 8.08.Selenskyj trifft Vučić in Belgrad, warnt, dass in der Ukraine praktisch keine intakten Wärmekraftwerke mehr vorhanden sind
Selenskyjs erster Besuch in Serbien
Wolodymyr Selenskyj traf am Freitagabend zu einem zweitägigen Besuch in Belgrad ein – seiner ersten offiziellen Reise nach Serbien seit der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022. Am Samstag traf er den serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić; Gesprächsthemen waren Energie, Sicherheit und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. Serbien ist eines der wenigen europäischen Länder, das keine Sanktionen gegen Moskau verhängt hat und sein langjähriges Bündnis mit Russland aufrechterhält. Vučić sagte, die Politik seiner Regierung habe sich nicht geändert, kündigte aber ein neues humanitäres Hilfsprogramm für die Ukraine in den Bereichen Medizin und Energie an.
„Ich bin überzeugt, dass dieser Besuch zur Entwicklung der Beziehungen zwischen Serbien und der Ukraine und zur Stärkung der Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse beitragen wird.“
Vučić ging auch direkt auf die Frage der militärischen Zusammenarbeit ein.
„Wir haben heute und derzeit nicht über militärische Zusammenarbeit gesprochen. Was nach Kriegsende passieren wird, ist eine andere Frage.“
Energieinfrastruktur in Trümmern
Selenskyj warnte, die Ukraine gehe dem kommenden Winter mit „praktisch keinem“ intakten Wärmekraftwerk entgegen, nachdem seit Februar 2022 fast täglich russische Drohnen- und Raketenangriffe auf die Energieinfrastruktur verübt worden waren. Bereits am 14. Februar hatte er erklärt, dass „kein einziges Kraftwerk“ von russischen Angriffen verschont geblieben sei. Die Ukraine und ihre Verbündeten werfen Moskau vor, systematisch die Infrastruktur anzugreifen und Hunderttausende Haushalte von Heizung und Strom abzuschneiden.
„Russische Raketen zielen genau darauf ab, das Leben der Ukrainer unerträglich zu machen.“
Selenskyj betonte die Notwendigkeit eines besseren Zugangs zu Abfangraketen, um die immer heftigeren russischen Langstreckenangriffe abzuwehren. Er wies darauf hin, dass Raketenkomponenten aus „fast allen Kontinenten, auch von unseren engen Partnern“ nach Russland gelangten, und forderte strengere Sanktionen, um die Lieferung von Raketenteilen zu verhindern.
„Diese Komponenten treffen ein, dann schlagen die Raketen ein, töten Kinder, Zivilisten und Soldaten.“
„Was auch immer passiert, es ist zwingend erforderlich, jedem die Chance auf ein würdevolles Leben zu geben – daher die entscheidende Bedeutung unserer Energiekooperation.“
Steigende zivile Opferzahlen
Bei russischen Angriffen in der Nacht von Freitag auf Samstag kamen in Puchiwka bei Kiew mindestens drei Menschen ums Leben: ein Großvater, eine Großmutter und ihr dreijähriger Enkel, wie Selenskyj auf X mitteilte. Ein separater Angriff mit sechs ballistischen Raketen auf zivile Infrastruktur in Kiew forderte ein weiteres Todesopfer. Sieben Menschen wurden verwundet. Die kombinierten Angriffe und Frontbeschüsse forderten bis Samstag innerhalb von 24 Stunden 13 Tote.
Am Mittwoch waren bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung mindestens 17 Menschen getötet worden. Die ukrainische Luftabwehr konnte in dieser Nacht aufgrund fehlender Abfangraketen keine Raketen abfangen.
- 5. Aug. (Mittwoch)
- 17 Tote
- 7.–8. Aug. (24 Std. bis Samstag)
- 13 Tote
Daten aus dem Artikeltext
Serbiens Balanceakt
Serbien, das für seine Energieversorgung stark von Russland abhängig ist, hat sich nie den europäischen Sanktionen gegen Moskau angeschlossen. Im Mai 2025 beschuldigte der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) serbische Rüstungsunternehmen, über Drittländer Munition an die Ukraine zu liefern – „trotz Belgrads offizieller Neutralität“. Vučić versprach daraufhin, Verträge nicht auszuführen, „wenn der Verdacht auf den Endempfänger besteht“, und erklärte, Serbien habe alle Exporte von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung gestoppt.
Selenskyj reiste Ende Juli nach Washington, um Donald Trump zu treffen und Patriot-Raketen zu erbitten – die einzigen Systeme, die russische ballistische Raketen abschießen können. Mehr als vier Jahre nach Beginn des Konflikts werden die Angriffe auf beiden Seiten einer nahezu statischen Frontlinie intensiver, mit einer wachsenden Zahl ziviler Opfer.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SWI swissinfo.chZelensky avertit que l'hiver sera difficile pour l'Ukraine
- France 24Ukraine : Zelensky avertit que l'hiver sera difficile, frappes meurtrières dans la région de Kiev
- MediapartZelensky avertit que l'hiver sera difficile pour l'Ukraine, 4 morts dans des frappes dans la région de Kiev
- BFMTV"Quasiment aucune centrale thermique intacte" après les bombardements russes: Zelensky inquiet pour les Ukrainiens à quelques mois de l'hiver
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, warnte während seines ersten Besuchs in Serbien vor der zerstörten Energieinfrastruktur
- Aleksandar Vucic
- Präsident Serbiens, empfing Selenskyj und kündigte ein neues humanitäres Hilfsprogramm für die Ukraine an
- Donald Trump
- Von Selenskyj Ende Juli in Washington getroffen, um die Lieferung von Patriot-Raketen zu besprechen
- Orte
- Belgrad
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