Diplomatie · Brüssel und Danzig
Selenskyj trifft Tusk in Brüssel im Streit um UPA und sagt, die Ukraine wolle den Krieg vor dem Winter beenden
Am Rande des EU-Gipfels in Brüssel traf der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zum ersten Mal seit einem Streit um die historische Benennung der 'Helden der UPA', der die bilateralen Beziehungen bedrohte, mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk zusammen. Selenskyj sagte den EU-Staats- und Regierungschefs zudem, die Ukraine wolle den Krieg mit Russland vor dem Winter beenden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, wpolityce.pl, wiadomosci.radiozet.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Selenskyj und Tusk trafen sich am Rande des EU-Gipfels in Brüssel zusammen mit Außenminister Sybiha und der polnischen Vertreterin Bartol und erörterten bilaterale Fragen, die EU-Integration und die russische Aggression.
In einer Rede vor den EU-Staats- und Regierungschefs erklärte Selenskyj, die Ukraine wolle den Krieg vor dem Winter durch Diplomatie und Druck auf Moskau beenden.
Falls sich der Konflikt ausweitet, benötigt die Ukraine Treibstoff, Diesel, Energieausrüstung und mindestens 300 Raketen als Winterhilfspaket.
Die Benennung einer Militäreinheit nach den 'Helden der UPA' hat das Kapitel des Ordens des Weißen Adlers in Polen dazu veranlasst, über die Aberkennung der Auszeichnung an Selenskyj nachzudenken, eine Entscheidung steht jedoch noch aus.
Ein von historischen Spannungen überschattetes Treffen
Wolodymyr Selenskyj traf Donald Tusk am Rande des Europäischen Ratsgipfels in Brüssel am Donnerstag, den 18. Juni. Das Gespräch fand vor Beginn der Plenarsitzung statt, auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha und die Vertreterin Polens bei der EU Agnieszka Bartol waren am Tisch. Selenskyj schrieb später in den sozialen Medien, sie hätten über bilaterale Themen, die europäische Integration der Ukraine und die Herausforderungen gesprochen, denen alle europäischen Länder aufgrund der russischen Aggression gegenüberstünden.
„Ich bin Polen dankbar, dass es die Ukraine von den ersten Tagen der russischen Invasion an unterstützt hat. Das ist wirklich wichtig für unsere Region und ganz Europa. Unsere gemeinsamen Sicherheitsinteressen und die Freiheit jeder Nation, die in der Nachbarschaft Russlands lebt, müssen geschützt werden.“
Es wurde keine offizielle Ergebnisveröffentlichung bekannt gegeben, aber das ukrainische Medium European Pravda betonte die besondere Bedeutung des Treffens.
„Das Treffen hat aufgrund der Eskalation des historischen Konflikts zwischen den beiden Ländern und der bevorstehenden Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig, bei der die Anwesenheit von Präsident Selenskyj ursprünglich geplant war, eine besondere Bedeutung.“
Der Streit um die "Helden der UPA"
Ende Mai eskalierte die Spannung, nachdem Selenskyj eine Militäreinheit als "Helden der UPA" benannt hatte. Die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) wird in Polen als die für die Vernichtung von Polen in Wolhynien verantwortliche Kraft angesehen, während die Ukraine die Formation als eine Unabhängigkeitsbewegung betrachtet, die hauptsächlich gegen die UdSSR kämpfte. Die Entscheidung stieß in Warschau auf scharfe Kritik. Präsident Karol Nawrocki berief am 8. Juni das Kapitel des Ordens des Weißen Adlers ein, um zu erwägen, Selenskyj die Auszeichnung zu entziehen. Das Kapitel gab eine Stellungnahme ab, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Die Aberkennung des Ordens erfordert auch eine Gegenzeichnung des Ministerpräsidenten. Donald Tusk bezeichnete sowohl Selenskyjs Schritt als auch die Initiative zur Aberkennung des Ordens als "beunruhigend".
Den Krieg vor dem Winter beenden
In seiner Rede vor dem EU-Gipfel setzte Selenskyj einen klaren zeitlichen Rahmen.
„Wir wollen diesen Krieg vor dem Winter beenden.“
Er argumentierte, das Ziel könne durch Diplomatie und Druck auf Russland erreicht werden. Sollten die Kämpfe andauern, bräuchte die Ukraine ein Winterhilfspaket mit Treibstoff, Diesel, Energieausrüstung und mindestens 300 Raketen. Selenskyj informierte die EU-Staats- und Regierungschefs über diese Anforderungen und bedankte sich bei den Nachbarländern, wobei er Ungarn, Polen, Rumänien und die Slowakei nannte. Er versicherte zudem, dass die Ukraine zu gegenseitigem Respekt stehe.
Unsicherheit über die Wiederaufbaukonferenz in Danzig
Die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz ist für den 25. und 26. Juni in Danzig geplant. Selenskyjs Teilnahme war ursprünglich vorgesehen, sein Büro hat sie jedoch seit dem UPA-Skandal nicht bestätigt. Einige polnische Quellen und der Abgeordnete der Partei "Diener des Volkes" Mykyta Poturajew haben angedeutet, dass er nach Danzig reisen wolle, während die Präsidialverwaltung ihre Standardposition wiederholte, dass Auslandsbesuche des Staatschefs aus Sicherheitsgründen nie im Voraus angekündigt werden. Tusk, zuvor nach dem Besuch gefragt, sagte, er werde die Angelegenheit mit Selenskyj in Brüssel besprechen.
Wiederbelebung der Visegrád-Gruppe
Separaten Angaben zufolge kündigte Donald Tusk das erste Treffen der Führer der Visegrád-Gruppe seit Jahren an. Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar lud die Ministerpräsidenten Polens, Tschechiens und der Slowakei für Dienstag nach Budapest und Gödöllő ein. Tusk sagte, er sei bestrebt, das Format zu entblocken, da die vier mitteleuropäischen Länder gemeinsame Themen in Europa anzusprechen hätten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- naTemat.plZełenski na szczycie UE spotkał się z Tuskiem. Nagle wypalił o terminie zakończenia wojny
- wpolityce.plCzy Tusk chce ukryć spotkanie z Zełenskim?
- wiadomosci.radiozet.plWołodymyr Zełenski spotkał się z Donaldem Tuskiem. W tle napięcia historyczne
- polsatnews.plTusk spotkał się z Zełenskim. "Jestem wdzięczny Polsce"
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine; traf Tusk auf dem EU-Gipfel und rief zu einem Kriegsende vor dem Winter auf.
- Donald Tusk
- Ministerpräsident von Polen; erörterte mit Selenskyj bilaterale Fragen und die Wiederaufbaukonferenz in Danzig.
- Andrij Sybiha
- Außenminister der Ukraine; nahm am Treffen zwischen Selenskyj und Tusk in Brüssel teil.
- Agnieszka Bartol
- Vertreterin der Republik Polen bei der EU; war beim Treffen Tusk-Selenskyj anwesend.
- Karol Nawrocki
- Präsident von Polen; initiierte die Sitzung des Kapitels des Ordens des Weißen Adlers, um eine Aberkennung des Ordens an Selenskyj zu erwägen.
- Mykyta Poturajew
- Ukrainischer Abgeordneter der Partei 'Diener des Volkes'; sagte, Selenskyj plane die Reise nach Danzig zur Wiederaufbaukonferenz.
- Peter Magyar
- Ministerpräsident von Ungarn; lud die Führer der Visegrád-Gruppe nach Budapest ein, ein Schritt, der von Tusk unterstützt wird.
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