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Kurz gefasst

  • Putin wies Selenskyjs Vorschlag eines persönlichen Treffens per offenem Brief zurück, nannte ihn 'unverschämt' und bestand darauf, dass ein endgültiges Abkommen zuerst von Fachleuten ausgehandelt werden müsse.

  • Selenskyj entgegnete, Putins Ablehnung sei eine 'schwache Antwort', die beweise, dass Russland den Krieg nicht beenden wolle, und forderte verstärkten wirtschaftlichen Druck auf Moskau.

  • Russland fordert den ukrainischen Rückzug aus Donezk und anderen Regionen; die Ukraine bezeichnet dies als Kapitulation. Moskau lehnt eine Waffenruhe ab mit der Begründung, sie würde der Ukraine eine Wiederbewaffnung ermöglichen.

  • Die Ukraine und Russland tauschten am Freitag jeweils 185 Gefangene aus. Der britische Premierminister Starmer warnte, ein russischer Angriff auf die NATO könnte bereits 2030 erfolgen.

  • Macron, Starmer und Merz werden sich am Sonntag in London mit Selenskyj treffen, um über die Unterstützung für die Ukraine und den Druck auf Russland zu beraten.

Sankt Petersburg
Sankt Petersburg, Kiew, London · Russland, Ukraine, Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 04.06.2026Selenskyj veröffentlicht einen offenen Brief an Putin, in dem er ein persönliches Treffen zur Beendigung des Krieges vorschlägt.
  2. 05.06.2026Putin lehnt den Vorschlag auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum ab und bezeichnet den Brief als 'unverschämt' und das Treffen als 'sinnlos'.
  3. 05.06.2026Selenskyj reagiert in den sozialen Medien: 'Russland entscheidet sich erneut für den Krieg. Er will ihn einfach nicht beenden.'
  4. 07.06.2026Macron, Starmer und Merz treffen sich planmäßig in London mit Selenskyj, um die Unterstützung für die Ukraine zu besprechen.

Der offene Brief und die Ablehnung

Am Donnerstagabend veröffentlichte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen offenen Brief an Wladimir Putin, in dem er ein persönliches Treffen zur Aushandlung einer Kriegsbeendigung vorschlug. Der auf der Website der ukrainischen Präsidentschaft veröffentlichte Brief erklärte: 'Die Ukraine schlägt vor, diesen Krieg durch direkten Kontakt zwischen Ihnen und uns zu beenden. Ich schlage ein Treffen vor.' Der Zeitpunkt fiel mit dem Abschluss des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums zusammen, wo Putin sein traditionelles Treffen mit internationalen Nachrichtenagenturen abhielt.

Putins Antwort am Freitag war prompt und scharf. In seiner Rede auf der Abschlusssitzung des Forums erklärte er:

„Ich sehe keinen Sinn in einem Treffen. Es ist nur für die ukrainische Seite von Interesse, um den Vormarsch unserer Streitkräfte zu stoppen.“

Vladimir Putin, Präsident Russlands
Er bestand darauf, dass zunächst Fachleute Lösungen erarbeiten müssten, bevor ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs stattfinde, und bezeichnete Selenskyjs offenen Brief als 'unverschämt' und 'völlig unangemessen.' In seinen gesamten Ausführungen bezog sich Putin auf Selenskyj nur als 'den Autor des Briefes.'

Selenskyjs Erwiderung

Selenskyj reagierte am Freitagabend in den sozialen Medien und stellte die Ablehnung als eine Entscheidung für die Fortsetzung des Konflikts dar.

„Leider entscheidet sich die russische Seite erneut für den Krieg. Jeder hat die heutige Antwort gehört. Eine schwache Antwort. Er will den Krieg einfach nicht beenden.“

Volodymyr Zelensky, Präsident
Er fügte hinzu, dass Russland 'weniger Geld und mehr Druck auf es brauche,' und bezog sich dabei auf die anhaltende ukrainische Angriffskampagne gegen russische Ölraffinerien, die darauf abzielt, die Kriegsfinanzen des Kremls auszutrocknen.

Die diplomatische Sackgasse

Der Schlagabtausch unterstreicht eine grundlegende Pattsituation, die nun im fünften Jahr andauert. Russland fordert politische und territoriale Zugeständnisse, einschließlich eines vollständigen ukrainischen Rückzugs aus der Region Donezk. Kiew lehnt diese Bedingungen als Kapitulation ab. Die Ukraine strebt seit langem eine verlängerte Waffenruhe an, um Verhandlungen zu ermöglichen, aber Moskau lehnt dies ab mit der Begründung, jede Pause würde den ukrainischen Streitkräften eine Neuformierung erlauben.

Mehrere von den USA vermittelte Verhandlungsrunden in den letzten Monaten haben die Kluft nicht überbrücken können, und der Prozess kam weiter ins Stocken, als sich die Aufmerksamkeit Washingtons dem Iran zuwandte. Putin bezog sich auf eine frühere Übereinkunft mit dem US-Präsidenten Donald Trump von einem Treffen in Alaska im letzten Jahr, bei dem der amerikanische Führer angeblich zugestimmt hatte, dass die Ukraine den Donbas abtreten solle, um den Krieg zu beenden. In Selenskyjs Brief hieß es bezeichnenderweise, dass 'ukrainische und europäische Fragen nicht in Anchorage entschieden werden.'

Der weitere Kontext

Der Krieg hat Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge verursacht, mit enormen Zerstörungen, die sich auf die Ostukraine konzentrieren, von der Teile weiterhin unter Moskaus Kontrolle stehen. Putin erklärte, die Kampfhandlungen würden 'eines Tages enden', wenn Russland 'die Ziele erreicht hat, die wir uns gesetzt haben.' Dann wandte er sich direkt an seine Truppen:

„Macht weiter so, Brüder.“

Vladimir Putin, Präsident Russlands

In einer separaten Entwicklung am Freitag tauschten die Ukraine und Russland jeweils 185 Kriegsgefangene aus. Selenskyj bestätigte, dass die zurückkehrenden Ukrainer Angehörige der Streitkräfte, der Nationalgarde und des Grenzschutzes sowie einen Zivilisten umfassten. Unterdessen warnte der britische Premierminister Keir Starmer, dass nach Einschätzung der NATO-Geheimdienste ein russischer Angriff auf das Bündnis 'bereits 2030' erfolgen könnte.

Nächste Schritte

Der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz werden sich am Sonntag in London mit Selenskyj treffen. Der Élysée-Palast erklärte, die Gespräche würden sich auf 'die Unterstützung für die Ukraine' und 'die verstärkte Druckausübung auf die russischen Kriegsanstrengungen' konzentrieren. Die drei europäischen Führungspersönlichkeiten werden zunächst unter sich beraten, bevor sie den ukrainischen Präsidenten empfangen.

Weiter in der heutigen Ausgabe

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Heutiger Brief · 5 Min. zum AnhörenProteste in Frankreich treiben Lecornu nach 1.200 Festnahmen zum DurchgreifenLive · 2 ThemenUkraine-Friedensgespräche in Miami

Quellen und Kontext

  • Franceinfoam 5.06. um 23:53Guerre en Ukraine : Vladimir Poutine refuse la proposition de rencontre de Volodymyr Zelensky
  • Libérationam 5.06. um 22:03Poutine refuse la proposition Zelensky d'une rencontre en tête-à-tête, "la partie russe choisit encore la guerre", dénonce le président ukrainien
  • Le Parisienam 5.06. um 21:07Guerre en Ukraine : une rencontre en tête à tête avec Zelensky sans accord établi au préalable n'a " pas d'intérêt ", juge Poutine
  • RFIam 5.06. um 21:04Russie : Vladimir Poutine refuse la proposition de rencontre de Volodymyr Zelensky
Vladimir Putin
Präsident Russlands, lehnte Selenskyjs Treffenangebot auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum ab.
Volodymyr Zelensky
Präsident der Ukraine, schlug Putin über einen offenen Brief ein persönliches Treffen vor und reagierte auf die Ablehnung.
Donald Trump
US-Präsident, soll letztes Jahr bei einem Treffen in Alaska mit Putin vereinbart haben, dass die Ukraine den Donbas zur Beendigung des Krieges abtreten solle.
Keir Starmer
Britischer Premierminister, warnte vor einem möglichen russischen Angriff auf die NATO bereits im Jahr 2030 und wird sich in London mit Selenskyj treffen.
Emmanuel Macron
Französischer Präsident, wird sich am Sonntag in London mit Selenskyj treffen, um die Unterstützung für die Ukraine zu besprechen.
Friedrich Merz
Deutscher Bundeskanzler, wird sich am Sonntag in London mit Selenskyj treffen, um die Unterstützung für die Ukraine zu besprechen.
Dmitri Peskov
Kreml-Sprecher, deutete zunächst an, Selenskyj könne Moskau jederzeit besuchen, bevor Putin die Ablehnung aussprach.
Mark Rutte
NATO-Generalsekretär, hatte zuvor gewarnt, Russland könne innerhalb von fünf Jahren bereit sein, militärische Gewalt gegen die NATO einzusetzen.

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Veröffentlicht am 4.06. um 22:57.

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Auf Grundlage von Berichten von

Franceinfo, Libération, Le Parisien, RFI, POLITICO, Le Temps, La Libre.be, 20minutes

Liste der Quellen

Konflikte · Sankt Petersburg, Kiew und London

Putin lehnt Selenskyjs Treffenangebot per offenem Brief als 'unverschämt' und 'unangemessen' ab

Wladimir Putin lehnte Wolodymyr Selenskyjs Vorschlag eines direkten Treffens zur Beendigung des Krieges ab und forderte, dass zunächst ein endgültiges Abkommen ausgehandelt werden müsse. Selenskyj entgegnete, Russland 'entscheide sich erneut für den Krieg.'

Sankt Petersburg

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, Libération, Le Parisien und weiteren Medien. Veröffentlicht am 4.06. um 22:57.

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