Am Donnerstagabend veröffentlichte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen offenen Brief an Wladimir Putin, in dem er ein persönliches Treffen zur Aushandlung einer Kriegsbeendigung vorschlug. Der auf der Website der ukrainischen Präsidentschaft veröffentlichte Brief erklärte: 'Die Ukraine schlägt vor, diesen Krieg durch direkten Kontakt zwischen Ihnen und uns zu beenden. Ich schlage ein Treffen vor.' Der Zeitpunkt fiel mit dem Abschluss des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums zusammen, wo Putin sein traditionelles Treffen mit internationalen Nachrichtenagenturen abhielt.
Putins Antwort am Freitag war prompt und scharf. In seiner Rede auf der Abschlusssitzung des Forums erklärte er:
„Ich sehe keinen Sinn in einem Treffen. Es ist nur für die ukrainische Seite von Interesse, um den Vormarsch unserer Streitkräfte zu stoppen.“
Selenskyj reagierte am Freitagabend in den sozialen Medien und stellte die Ablehnung als eine Entscheidung für die Fortsetzung des Konflikts dar.
„Leider entscheidet sich die russische Seite erneut für den Krieg. Jeder hat die heutige Antwort gehört. Eine schwache Antwort. Er will den Krieg einfach nicht beenden.“
Der Schlagabtausch unterstreicht eine grundlegende Pattsituation, die nun im fünften Jahr andauert. Russland fordert politische und territoriale Zugeständnisse, einschließlich eines vollständigen ukrainischen Rückzugs aus der Region Donezk. Kiew lehnt diese Bedingungen als Kapitulation ab. Die Ukraine strebt seit langem eine verlängerte Waffenruhe an, um Verhandlungen zu ermöglichen, aber Moskau lehnt dies ab mit der Begründung, jede Pause würde den ukrainischen Streitkräften eine Neuformierung erlauben.
Mehrere von den USA vermittelte Verhandlungsrunden in den letzten Monaten haben die Kluft nicht überbrücken können, und der Prozess kam weiter ins Stocken, als sich die Aufmerksamkeit Washingtons dem Iran zuwandte. Putin bezog sich auf eine frühere Übereinkunft mit dem US-Präsidenten Donald Trump von einem Treffen in Alaska im letzten Jahr, bei dem der amerikanische Führer angeblich zugestimmt hatte, dass die Ukraine den Donbas abtreten solle, um den Krieg zu beenden. In Selenskyjs Brief hieß es bezeichnenderweise, dass 'ukrainische und europäische Fragen nicht in Anchorage entschieden werden.'
Der Krieg hat Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge verursacht, mit enormen Zerstörungen, die sich auf die Ostukraine konzentrieren, von der Teile weiterhin unter Moskaus Kontrolle stehen. Putin erklärte, die Kampfhandlungen würden 'eines Tages enden', wenn Russland 'die Ziele erreicht hat, die wir uns gesetzt haben.' Dann wandte er sich direkt an seine Truppen:
„Macht weiter so, Brüder.“
In einer separaten Entwicklung am Freitag tauschten die Ukraine und Russland jeweils 185 Kriegsgefangene aus. Selenskyj bestätigte, dass die zurückkehrenden Ukrainer Angehörige der Streitkräfte, der Nationalgarde und des Grenzschutzes sowie einen Zivilisten umfassten. Unterdessen warnte der britische Premierminister Keir Starmer, dass nach Einschätzung der NATO-Geheimdienste ein russischer Angriff auf das Bündnis 'bereits 2030' erfolgen könnte.
Der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz werden sich am Sonntag in London mit Selenskyj treffen. Der Élysée-Palast erklärte, die Gespräche würden sich auf 'die Unterstützung für die Ukraine' und 'die verstärkte Druckausübung auf die russischen Kriegsanstrengungen' konzentrieren. Die drei europäischen Führungspersönlichkeiten werden zunächst unter sich beraten, bevor sie den ukrainischen Präsidenten empfangen.
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Wladimir Putin lehnte Wolodymyr Selenskyjs Vorschlag eines direkten Treffens zur Beendigung des Krieges ab und forderte, dass zunächst ein endgültiges Abkommen ausgehandelt werden müsse. Selenskyj entgegnete, Russland 'entscheide sich erneut für den Krieg.'
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, Libération, Le Parisien und weiteren Medien. Veröffentlicht .