Konflikte · Madrid, Berlin und Abu Dhabi

Selenskyj landet in Madrid: Überraschungsbesuch vor Gesprächen mit Sánchez und dem Iberoamerika-Gipfel

Der ukrainische Präsident ist am Mittwoch, 4. November, ohne Vorankündigung auf einem Luftwaffenstützpunkt bei Madrid gelandet, um am Iberoamerika-Gipfel teilzunehmen. Dort soll er Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez treffen; ganz oben auf seiner erklärten Agenda steht die Luftverteidigung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Nasz Dziennik, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Berlin, Abu Dhabi, Saporischschja · Spanien, Deutschland, Vereinigte Arabische Emirate
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Bilaterales Treffen mit Pedro Sánchez im Palast von Moncloa nach Angaben der spanischen Regierung
  2. 10.11.Dreiseitige Gespräche mit Russland und den USA in Abu Dhabi angesetzt
  3. 11.11.Zweiter Tag der dreiseitigen Gespräche mit Russland und den USA in Abu Dhabi angesetzt

Überraschende Ankunft in Madrid

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy landete am Mittwoch, 4. November 2026, auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz bei Madrid zu einem Besuch, der aus Sicherheitsgründen nicht im Voraus angekündigt worden war, wie La Razón berichtete. Er kam als Gast des XXX. Iberoamerika-Gipfels, der 19 lateinamerikanische Länder mit Spanien, Portugal und Andorra zusammenführt und am Mittwoch und Donnerstag in der spanischen Hauptstadt stattfindet. Präsidenten von sieben lateinamerikanischen Ländern nehmen teil, nämlich Argentinien, Bolivien, Chile, Costa Rica, Honduras, Guatemala und die Dominikanische Republik; auch UN-Generalsekretär António Guterres und EU-Ratspräsident António Costa sind eingeladen. La Razón zufolge war Zelenskyys erster Stopp das Teatro Real zur Eröffnungsfeier des Gipfels, die König Felipe VI. leitet. Die Deutsche Welle meldete, ein Treffen mit dem König werde erwartet, sei aber nicht offiziell bestätigt.

Treffen mit Sánchez und Luftverteidigung

Im Mittelpunkt von Zelenskyys Besuch steht ein bilaterales Treffen mit Pedro Sánchez im Palast von Moncloa, das Spaniens Unterstützung für die Ukraine bekräftigen soll. Regierungsquellen in Madrid setzten das Treffen auf Donnerstag, 5. November, während La Razón es für den späten Nachmittag des Ankunftstages meldete – die beiden Darstellungen weichen beim Datum voneinander ab. In einem Beitrag auf X legte Zelenskyy nach der Landung seine Prioritäten dar.

„Die erste Priorität ist die Stärkung der Luftverteidigung für die Ukraine, der Schutz unserer Bevölkerung und der Ausbau der Verteidigungskooperation und -produktion.“

Volodymyr Zelenskyy, Präsident

Er dankte Spanien zudem für seine Hilfe und erklärte, es würden neue Unterstützungsschritte vorbereitet. El Confidencial berichtete, westliche Vertreter hätten Spanien und Griechenland gedrängt, einen Teil ihrer Patriot-PAC-2-Abfangraketen an Kiew abzugeben, von denen einige das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen. Zelenskyy sagte außerdem, auf seiner Agenda stünden Kontakte zu US-Vertretern, während Washington eine neue Verhandlungsrunde zwischen Kiew und Moskau vorantreibt.

Angriff auf eine unterirdische Schule

Zelenskyy schilderte einen Angriff auf eine unterirdische Schule in Komishuvaja nahe der Front bei Saporischschja, die am Montag, 2. November, getroffen wurde. Ihm zufolge warfen russische Truppen neun Gleitbomben auf das Gebäude. Die Schule war in den Boden verlegt worden, damit sie während des Krieges weiterarbeiten konnte; sie gab Lebensmittel und Medikamente an die im Dorf verbliebenen Bewohner aus und diente zugleich als Luftschutzbunker. Zelenskyy sagte, Rettungsteams hätten bislang 40 Leichen geborgen, mehr als 30 Menschen könnten noch unter den Trümmern liegen, sodass die Zahl der Toten steigen könnte. Er äußerte Unmut über die aus seiner Sicht sehr spärliche Reaktion der internationalen Gemeinschaft.

Gespräche in Abu Dhabi und Berlin

Auf einer Pressekonferenz sagte Zelenskyy, für den 10. und 11. November seien in Abu Dhabi dreiseitige Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten angesetzt. Er nannte drei Prioritäten für diese Gespräche: einen gegenseitigen Verzicht auf Angriffe auf Energie- und kritische Infrastruktur, die Freigabe des Getreidetransports über das Schwarze Meer und einen Gefangenenaustausch. Zuvor hatte er am Dienstag, 3. November, in Berlin den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz getroffen.

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