Ein Bezirksgericht in Daejeon in Südkorea hat Jeong Myung-seok, 81, den Anführer der Bewegung Jesus Morning Star (JMS), am Montag, 19. Oktober 2026, zu 33 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand ihn des sexuellen Missbrauchs an 16 Anhängerinnen zwischen 2018 und 2022 für schuldig, wobei er sich als Messias ausgab. Die Strafe übersteigt die 27 Jahre, die die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Berichte bezeichnen das Urteil als erstinstanzliche Entscheidung.
Das Gericht ordnete zudem an, seine persönlichen Daten zehn Jahre lang öffentlich zugänglich zu machen, und untersagte ihm für denselben Zeitraum die Arbeit an Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Nach Verbüßung der Haft muss er 15 Jahre lang ein elektronisches Überwachungsgerät tragen. Die stellvertretende Leiterin der Gruppe, Kim Ji Seon, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, dazu ein zehnjähriges Tätigkeitsverbot und 80 Stunden Therapie für Sexualstraftäter. In seiner Begründung verwies das Gericht auf die Art und die Dauer der Übergriffe.
„Als Anführer der Sekte nutzte er eine absolute, einem wiedergekehrten Herrn gleichende Stellung, um mehrere Anhängerinnen wiederholt sexuell zu belästigen.“
Er wurde angeklagt, weil er seine Stellung als religiöser Führer nutzte, um Anhängerinnen davon zu überzeugen, er sei der „Messias“, und sie in einen Zustand versetzte, in dem sie sich nicht wehren konnten, bevor er sie missbrauchte. Den Opfern wurde gesagt, sie seien Bräute Gottes und sexueller Kontakt mit dem Führer bringe spirituelle Reinigung. Die Taten ereigneten sich im Schulungszentrum Wolmyeongdong der Sekte in Geumsan in der Provinz Süd-Chungcheong sowie an anderen Orten. Das Gericht verwies auf die Wiederholung der Taten, die Zahl der Opfer, die Ausnutzung religiöser Autorität und darauf, dass die Taten nach seiner früheren Haftentlassung geschahen.
Daten aus dem Artikeltext
Jeong verbüßt bereits eine 17-jährige Haftstrafe aus einem Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Januar 2025, wegen der Misshandlung einer Frau aus Hongkong und des sexuellen Missbrauchs einer Anhängerin aus Australien und einer weiteren aus Südkorea. Zu seiner früheren Haftstrafe machen die Quellen unterschiedliche Angaben. SAPO zufolge verbüßte er zwischen 2008 und 2018 zehn Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs von Mitgliedern und Veruntreuung, während TVP eine zehnjährige Haftstrafe mit Taten zwischen 2001 und 2006 verbindet. Beide Angaben lassen diese Haft 2018 enden. Laut Independent floh er 2001 nach China, nachdem Anklage gegen ihn erhoben worden war, wurde dort im Mai 2007 festgenommen und später nach Südkorea zurückgebracht. TVP ergänzt, dass Interpol 2003 eine Red Notice gegen ihn erließ.
Jesus Morning Star, laut SAPO offiziell Christian Gospel Mission, wurde von Jeong gegründet. SAPO datiert die Gründung auf die frühen 1980er Jahre, während ein auf Article basierender Bericht aus Polen 1978 nennt. Die Gruppe beansprucht rund 100.000 Anhänger für sich. Ein Professor der Dankook-Universität, Kim Do-hyung, schätzte 2023 laut Kyunghyang Shinmun, die Zahl liege bei mindestens 20.000 bis 30.000. Polnische Berichte nennen über 100.000 Mitglieder in Südkorea und über 10.000 im Ausland, darunter in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich und in Australien. Anwerber sollen gezielt junge Frauen an Universitäten mit Bibelstunden, Sport und Modeln angesprochen haben. Eine Netflix-Dokumentarserie von 2023, „In the Name of God: A Holy Betrayal“, deren erste drei Folgen den JMS-Fall behandeln, lenkte breite Aufmerksamkeit auf die Vorwürfe ehemaliger Anhänger.
Am 8. Oktober verurteilte dasselbe Gericht Jeong und JMS laut SAPO, drei Frauen rund 370 Millionen Won – knapp 250.000 Euro – Schadensersatz zu zahlen. Das Urteil vom 19. Oktober ist die jüngste in einer Reihe von Verurteilungen Jeongs. Die Strafe des Gerichts liegt über dem Antrag der Staatsanwaltschaft von 27 Jahren.
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Pollar unterstützenSicherheit · Daejeon und Geumsan
Ein Bezirksgericht in Daejeon hat am Montag, 19. Oktober 2026, den 81-jährigen Gründer von Jesus Morning Star des sexuellen Missbrauchs an 16 Anhängerinnen zwischen 2018 und 2022 für schuldig befunden. Die 33-jährige Haftstrafe liegt über den 27 Jahren, die die Staatsanwaltschaft gefordert hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, The Independent, SAPO und weiteren Medien. Veröffentlicht .