Regierung · Warschau
Polnischer Sejm verabschiedet einstimmig Gesetz zur persönlichen Assistenz für 100.000 behinderte Bürger
Der Sejm stimmte am 18. September 2026 einstimmig für die Einführung einer systemischen persönlichen Assistenz für Menschen mit Behinderungen, die 2028 für Erwachsene und 2030 für Jugendliche eingeführt wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Polska Agencja Prasowa SA, oko.press, naTemat.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Am 18. September 2026 stimmten 443 Abgeordnete für den Regierungsentwurf, ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen.
Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren mit mindestens 80 Punkten werden 2028 anspruchsberechtigt für 20 bis 240 monatliche Stunden, Jugendliche von 13 bis 17 Jahren kommen 2030 hinzu.
Die stellvertretende Familienministerin Monika Sikora schätzte die Gesamtkosten der zehnjährigen Umsetzung auf 50 Milliarden PLN, während die Überbrückungsfinanzierung für 2027 auf 1,2 Milliarden PLN festgelegt wurde.
Das Parlament lehnte Änderungsanträge ab, die die Punktschwelle auf 70 senken oder Personen über 65 einbeziehen sollten, was Kritik von Behindertenaktivisten und der Ombudsfrau Sylwia Gregorczyk-Abram hervorrief.
- 2027Regierung stellt 1,2 Milliarden PLN Übergangsfinanzierung über zwei Jahresprogramme bereit
- 2028Systemische persönliche Assistenz tritt für Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren in Kraft
- 2030Programm erweitert Anspruch auf Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren
Einstimmige Abstimmung nach jahrelangem Einsatz
Am 18. September 2026 stimmte der Sejm mit 443 zu 0 für die Verabschiedung eines Gesetzes zur Einführung einer systemischen persönlichen Assistenz für Menschen mit Behinderungen in Polen. Der Gesetzentwurf, der nun an den Senat geht, ist der Höhepunkt der parlamentarischen Arbeit, die im Dezember 2025 mit drei konkurrierenden Vorschlägen der Regierung, des Präsidenten und von Abgeordneten begann. Der angenommene Text basiert auf dem Regierungsentwurf, der im Büro des ehemaligen Regierungsbevollmächtigten für behinderte Menschen, Łukasz Krasoń, erstellt wurde. Der Abstimmung gingen jahrelanger öffentlicher Druck voraus, darunter Proteste auf dem Parlamentsboden, die von Behindertenaktivisten in den Jahren 2018 und 2023 durchgeführt wurden. Nach Prognosen des Ministeriums für Familie, Arbeit und Sozialpolitik wird das neue System etwa 100.000 Bürger abdecken.
Umfang und Anspruchskriterien
Im Rahmen des genehmigten Konzepts wird die systemische Assistenz 2028 für Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren eingeführt, die auf der offiziellen Bedarfsskala mindestens 80 Punkte erreichen. Die Deckung wird 2030 auf Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren ausgeweitet. Anspruchsberechtigte Erwachsene erhalten zwischen 20 und 240 Stunden spezielle Assistenz pro Monat, während berechtigte Minderjährige zwischen 20 und 80 monatliche Stunden erhalten. Zu den Assistenzaufgaben gehören die tägliche Hygiene, Haushaltsarbeiten und Mobilitätshilfe. Die Abgeordneten billigten einen von der Partei Razem eingebrachten Änderungsantrag, der die Gültigkeit eines Assistenzanspruchsbescheids von drei auf fünf Jahre verlängert. Die Kreisverwaltungen (Powiate) organisieren den Dienst vor Ort, entweder durch direkte öffentliche Verwaltung oder über Verträge mit Nichtregierungsorganisationen.
Haushaltszuweisungen und Übergangsfinanzierung
Die stellvertretende Familienministerin und Regierungsbevollmächtigte für behinderte Menschen, Monika Sikora, erklärte, dass die Gesamtkosten des Gesetzes in den ersten zehn Jahren 50 Milliarden PLN erreichen werden. Der Starttermin wurde auf 2028 verschoben, ein Jahr später als der ursprünglich vorgesehene Start 2027, um Haushaltszwängen und administrativen Vorbereitungen Rechnung zu tragen. Vor dem gesetzlichen Start kündigte das Ministerium 1,2 Milliarden PLN an Überbrückungsfinanzierung für 2027 durch jährliche Programme des Solidaritätsfonds an. Diese Übergangszuweisung umfasst 880 Millionen PLN für lokale Gebietskörperschaften und 320 Millionen PLN für zivilgesellschaftliche Organisationen. Die Gesamtsumme für 2027 liegt um mehr als 200 Millionen PLN unter den Gesamtausgaben des Programms im Jahr 2026.
- Lokale Gebietskörperschaften (JST)
- 880 Millionen PLN
- Nichtregierungsorganisationen (NGO)
- 320 Millionen PLN
Daten aus dem Artikeltext
Einwände und der Weg zum Senat
Trotz der einstimmigen Schlussabstimmung stießen zentrale Aspekte des Gesetzes in den Ausschussanhörungen auf Einwände. Der Sejm lehnte Änderungsanträge der PiS und des Präsidialamtes ab, die darauf abzielten, Bürger über 65 Jahre einzubeziehen und die Anspruchsschwelle auf 70–79 Punkte zu senken. Behindertenorganisationen wiesen darauf hin, dass die 80-Punkte-Schwelle die meisten gehörlosen und blinden Antragsteller ausschließt, die in der Regel zwischen 50 und 60 Punkte erreichen. Auch der Menschenrechtsbeauftragte, zuvor Marcin Wiącek und derzeit Sylwia Gregorczyk-Abram, stellte die Verwendung zivilrechtlicher Verträge anstelle von unbefristeten Arbeitsverträgen für Pflegeassistenten in Frage.
Bartosz Tarnowski, Vertreter des Polnischen Forums für Menschen mit Behinderungen während der parlamentarischen Beratungen, wies darauf hin, dass vor Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens noch erhebliche Herausforderungen bestehen.
„Jetzt erwartet uns der Senat und wir müssen darüber nachdenken. Dies ist keine Änderung oder ein kleines Gesetz, sondern eine neue systemische Lösung. Eine gigantische Veränderung. Und alles muss getan werden, damit es gut funktioniert. Mehrere Lösungen geben Anlass zu ernster Sorge.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Polska Agencja Prasowa SASejm. Ustawa o asystencji osobistej przyjęta jednogłośnie
- oko.pressUstawa o asystencji osobistej przyjęta. Jednomyślnie. Wreszcie. Z dziurami
- naTemat.plPrzez lata spali na podłodze Sejmu, dziś wygrali. 100 tys. osób czekało na tę ustawę
- TVN24Mniej pieniędzy na asystencję osobistą w przyszłym roku. A co z ustawą? Sejm zdecydował
- Monika Sikora
- Polnische stellvertretende Ministerin für Familie, Arbeit und Sozialpolitik und Regierungsbevollmächtigte für behinderte Menschen
- Sylwia Gregorczyk-Abram
- Polnische Menschenrechtsbeauftragte (Ombudsfrau)
- Marcin Wiącek
- Ehemaliger polnischer Menschenrechtsbeauftragter (Ombudsmann)
- Orte
- Warschau
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen