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Einzelsport·vor 2 Std.

Deutsche Segler eröffnen Kieler Woche mit durchwachsenen Ergebnissen in leichter Sommerbrise

Die 132. Kieler Woche begann unter hochsommerlichem Himmel in Norddeutschland, mit den Vizeweltmeistern Simon Diesch und Anna Markfort an der Spitze der 470er-Mixed-Flotte nach drei Wettfahrten.

Eröffnungswochenende

Die 132. Ausgabe der Kieler Woche, der weltweit größten Segelserie, wurde am Sonntag bei leichten Sommerbrisen am Olympiazentrum in Kiel eröffnet. Zuschauer füllten die Arena, während olympische Segler in den leichten Winden vor technische Herausforderungen gestellt wurden. Die deutschen Vizeweltmeister Simon Diesch und Anna Markfort erzielten das beste nationale Ergebnis und führen die 470er-Mixed-Flotte nach drei Wettfahrten an. Das Duo aus Deggerhausertal/Kiel lag vor den Landsleuten Malte Winkel und Bente Batzing.

Es hat wirklich Spaß gemacht.

Markforts Doppelrolle

Die 32-jährige Markfort jongliert zwei Rollen: Tagsüber segelt sie auf dem Kurs der Kieler Woche, abends kommentiert sie für das ZDF das SailGP-Halbzeit-Event im kanadischen Halifax. Das deutsche Team kämpfte am Sonntagabend um einen Platz im Finale. Der transatlantische Doppeleinsatz spiegelt ihre zentrale Rolle in der medialen Präsenz des deutschen Segelsports während der Regatta wider.

Schwierigkeiten für 49er-Crews

Deutschlands Top-49er-Teams hatten in den leichten Winden zu kämpfen. Richard Schultheis und Fabian Rieger sowie das olympische elftplatzierte und bei der Weltmeisterschaft viertplatzierte Duo Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger liegen nach vier Wettfahrten auf den Plätzen 21 und 25. Beide Crews müssen sich in den verbleibenden Qualifikationsrennen am Montag verbessern, um die Top-20-Goldflotte zu erreichen. Die leichteren, jüngeren Crews kamen mit den weichen Sommerwinden besser zurecht als die deutschen Top-Teams.

Wir müssen disziplinierter in den Starts sein, unseren Plan besser umsetzen. Dann können wir jeden schlagen.

Das US-Duo Nevin Snow und Ian Macdiarmid führt derzeit die 49er-Flotte an.

Ilca 7 und 49erFX Ergebnisse

Der Kieler Lokalmatador Ole Schweckendiek belegte in der olympischen Ilca-7-Klasse den zweiten Gesamtrang mit einem achten Platz und einem Wettfahrt-Sieg. Der dreimalige Olympionike und Weltmeister von 2020, Philipp Buhl, eröffnete seine Regatta nach zwei Wettfahrten auf dem elften Platz. Im Frauen-Skiff 49erFX waren Jule Ernst und Lea Adoplph aus Bayern nach fünf Wettfahrten das beste deutsche Duo auf dem fünften Platz.

Ausblick

Die Medal Races für die olympischen Segler sind für Mittwoch angesetzt. Die Qualifikation wird am Montag fortgesetzt, wobei die deutschen 49er-Crews unter Druck stehen, in die Top 20 zu klettern und einen Platz in der Goldflotte zu sichern. Es wird erwartet, dass die Leichtwindbedingungen anhalten, was von allen Seglern technische Präzision verlangt.

Platzierungen deutscher Segler nach dem Eröffnungswochenende (niedriger ist besser) · Position
470er Mixed (Diesch/Markfort)
1 Position
Ilca 7 (Schweckendiek)
2 Position
49erFX (Ernst/Adoplph)
5 Position
Ilca 7 (Buhl)
11 Position
49er (Schultheis/Rieger)
21 Position
49er (Meggendorfer/Spranger)
25 Position
Kiel · Halifax

3 Quellen

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