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Sicherheit·vor 3 Std.

Hinrichtung in Barcelona am helllichten Tag vor einer Polizeiwache – sechster tödlicher Schusswaffeneinsatz in diesem Jahr

Ein Mann wurde am Dienstagmorgen auf einer belebten Straße in Barcelona aus nächster Nähe erschossen – nur wenige Meter von einer Nationalpolizeiwache entfernt und während eines Papstbesuchs, der Tausende von Polizisten mobilisiert hatte.

Die Schießerei

Ein Mann wurde am Dienstag, dem 10. Juni, um etwa 9:50 Uhr auf der Calle Balmes, an der Kreuzung mit der Granada del Penedès, durch einen einzigen Kopfschuss getötet. Der Täter näherte sich dem Opfer von hinten, feuerte einmal aus nächster Nähe und floh zu Fuß. Das Opfer, ein etwa 40-jähriger Mann, der noch nicht identifiziert wurde, starb sofort. Die Schießerei ereignete sich direkt vor einer Nationalpolizeiwache, einer Behörde, die Ausweise und Pässe ausstellt, aber von bewaffneten Beamten besetzt ist und deren Überwachungskameras den Angriff klar aufzeichneten.

Es gab Leute, die zu Fuß unterwegs waren, Leute, die zur Arbeit gingen, und Leute auf Terrassen, die auf diesen Vorfall stießen.

Die Flucht

Nach der Schießerei rannte der Schütze nach Norden die Calle Granada del Penedès entlang, bog in die Julián Romea ein und erreichte die Plaça Gal·la Placídia. Dort gab er an einer Bushaltestelle die Pistole und ein Mobiltelefon auf und versteckte die Waffe unter einem Fahrradhelm, den er getragen hatte. Dann verschwand er. Die Polizei hat ihn noch nicht gefunden. Die gesamte Fluchtroute erstreckte sich über mindestens 300 Meter durch eines der belebtesten Viertel der Stadt.

Kontext des Papstbesuchs

Die Tötung ereignete sich am zweiten Tag des Besuchs von Papst Leo XIV. in Barcelona. Die Stadt befand sich laut verschiedenen Quellen in einem außergewöhnlichen Sicherheitseinsatz mit zwischen 6.100 und 7.000 Beamten. Der Tatort liegt etwa 800 Meter von der Kreuzung Passeig de Gràcia und Rosselló entfernt, wo der Papst auf dem Weg zur Sagrada Família in das Papamobil stieg. Die katalanische Polizei, die Mossos d'Esquadra, hat erklärt, dass sie den Mord nicht mit den Papstereignissen in Verbindung bringt.

Der Mörder floh nicht weniger als 300 Meter zu einer Bushaltestelle, wo er die Waffe und seinen Fahrradhelm zurückließ.

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Hypothese organisierte Kriminalität

Die Mossos d'Esquadra untersuchen die Tötung als Abrechnung zwischen kriminellen Organisationen. Die Haupthypothese deutet auf einen Konflikt zwischen montenegrinischen Mafia-Clans hin, insbesondere den Gruppen Kavac und Skaljari, die beide im Drogenhandel tätig sind. Die Schießerei ereignete sich auf dem Bürgersteig direkt gegenüber dem Honorarkonsulat von Montenegro. Dies ist der sechste Schusswaffenmord in Barcelona in diesem Jahr und der dritte im letzten Monat. Schusswaffenvorfälle in der Stadt sind im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025 um 45 % gestiegen.

Katalonien riskierte, eine Narco-Gesellschaft zu werden, und wir sehen, wie wir auf dieses Szenario zusteuern.

Politische Reaktion

Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni gab seiner Besorgnis Ausdruck und forderte eine stärkere Polizeipräsenz sowie strengere Strafen für Waffenbesitz und Drogenhandel. Er brachte die Gewalt mit organisierter Kriminalität in Verbindung, mahnte jedoch zur Vorsicht, bis die Ermittlungen abgeschlossen seien. Innenministerin Núria Parlon berief eine dringende Sitzung mit der Mossos-Führung ein, um die Eskalation zu thematisieren. Die Oppositionsparteien reagierten scharf: Jordi Martí von Junts bezeichnete das Klima der Schusswaffengewalt als unhaltbar, während der PP-Abgeordnete Dani Sirera ein dringendes Treffen aller Gemeindegruppen forderte.

Alles ist lösbar, wenn die Prioritäten richtig gesetzt und gute Entscheidungen getroffen werden.

Ein Muster der Gewalt

Dem Mord auf der Balmes ging eine tödliche Schießerei in der Nacht zum Sonntag in der Calle Minería im Stadtteil Zona Franca voraus, bei der ein Mann starb, nachdem er in einem Wohnblock erschossen worden war. In derselben Straße ereignete sich am 16. Mai eine weitere tödliche Schießerei, bei der ein Mann mindestens vier Schüsse in den Oberkörper und den Kopf erhielt. Mitte April fand Mitte des Nachmittags eine Hinrichtung auf der Terrasse eines Cafés in Diagonal Mar statt. Alle sechs Morde in diesem Jahr werden auf Abrechnungen zwischen kriminellen Banden zurückgeführt.

Tödliche Schusswaffeneinsätze in Barcelona, 2026
  1. Hinrichtung auf einer Café-Terrasse in Diagonal Mar, früher Nachmittag
  2. Mann auf der Calle Minería, Zona Franca, mindestens viermal in Oberkörper und Kopf geschossen
  3. Mann stirbt nach Schüssen in einem Wohnblock auf der Calle Minería, Zona Franca
  4. Mann auf der Calle Balmes vor einer Nationalpolizeiwache in den Kopf geschossen
Barcelona

8 Quellen

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