KI-generiert·Mehr erfahren
© Η Ναυτεμπορική
Wahlen·vor 3 Std.

Schweizer Wähler lehnen Bevölkerungsgrenze von 10 Millionen ab und sichern EU-Freizügigkeitsabkommen

Die Schweizer Wähler haben einen Vorschlag zur Begrenzung der Bevölkerung auf 10 Millionen abgelehnt, wobei 55% am Sonntag in einem Referendum gegen die Maßnahme stimmten. Das Ergebnis bewahrt das bilaterale Abkommen der Schweiz über die Freizügigkeit mit der Europäischen Union.

Ergebnis des Referendums

Die Schweizer Wähler lehnten den Vorschlag ab, die Bevölkerung auf 10 Millionen zu begrenzen, wobei erste Prognosen 55% Gegenstimmen und 45% Zustimmung am 14. Juni 2026 zeigen. Das Referendum fand im Rahmen des schweizerischen Systems der direkten Demokratie statt, bei dem 100.000 Unterschriften eine nationale Abstimmung auslösen können.

Ergebnis des Referendums · %
Dagegen
55 %
Dafür
45 %

Die rechte Schweizerische Volkspartei (SVP) befürwortete die Grenze und stellte sie als Mittel gegen steigende Mieten, überfüllte Züge und Umweltbelastung dar. Die Regierung, das Parlament, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften lehnten die Maßnahme jedoch alle ab und argumentierten, dass sie den Zugang zu den ausländischen Arbeitskräften abschneiden würde, auf die die Wirtschaft angewiesen ist.

Wirtschaftliche Ängste überwiegen Migrationsbedenken

Gegner warnten, dass der Verlust des Freizügigkeitsabkommens mit der Europäischen Union der Schweizer Wirtschaft einen schweren Schlag versetzen würde. Eine Regierungsstudie schätzte, dass die Wirtschaftsleistung bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 12% niedriger sein könnte, wenn die Grenze durchgesetzt würde. Branchen wie Gesundheitswesen, Tourismus, Finanzen und Technologie würden ohne ausländische Arbeitskräfte akute Personalknappheit erleiden. Wirtschaftsverbände betonten, dass der Zugang zum Binnenmarkt für den Wohlstand der Schweiz unerlässlich ist.

Bevölkerungswachstum befeuert die Debatte

Die Bevölkerung der Schweiz ist von 7,3 Millionen im Jahr 2002 auf heute 9,1 Millionen gestiegen, wobei 27% der Einwohner keine Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen. Die starke Minderheit von 45% für die Grenze unterstreicht die wachsende öffentliche Unzufriedenheit über Infrastrukturengpässe und Wohnkosten. Obwohl der Vorschlag abgelehnt wurde, deutet seine Resonanz darauf hin, dass die Einwanderung ein trennendes Thema bleiben wird.

Bevölkerungswachstum der Schweiz · Millionen
2002
7.3 Millionen
2026
9.1 Millionen

Was die Abstimmung für die Zukunft bedeutet

Die Ablehnung beendet die Einwanderungsdebatte nicht. Schweizer Gesetzgeber schlagen bereits Abgaben oder Steuern im Zusammenhang mit der Migration vor, um die Überlastung der Infrastruktur zu bewältigen. Ein weiteres Referendum über ein neues Paket von Abkommen zwischen der Schweiz und der EU, das für 2027 oder 2028 erwartet wird, wird wahrscheinlich von den in dieser Abstimmung offenbarten Stimmungen geprägt sein.

Bern

4 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft