Wahlen · Stockholm
Schwedisches Mitte-Links-Block führt Parlamentswahl mit 176 zu 173 Sitzen an
Vorläufige Ergebnisse geben Magdalena Anderssons Oppositionsblock einen Vorsprung von drei Sitzen vor der Koalition von Ministerpräsident Ulf Kristersson, während bis Mittwoch noch rund 200.000 Brief- und Auslandsstimmen ausgezählt werden müssen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wprost, Nasz Dziennik, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bei 95 % ausgezählter Stimmen hält der Mitte-Links-Block 176 Sitze gegenüber 173 für die regierende Koalition von Ministerpräsident Ulf Kristersson im 349 Sitze umfassenden Reichstag.
Die schwedische Wahlbehörde wird am Mittwoch, dem 16. September, rund 200.000 Auslands- und vorzeitige Briefwahlstimmen auszählen; die beiden Blöcke trennen 28.600 Stimmen.
Jimmie Åkessons Schwedendemokraten fielen auf 17,6 % und 62 Sitze – der erste Verlust an Unterstützung bei einer Parlamentswahl für die Partei seit 2010.
Die Vorsitzende der Zentrumspartei, Elisabeth Thand Ringqvist, schloss eine Regierungsbeteiligung mit der Linkspartei aus, die im Gegenzug für die Unterstützung von Magdalena Andersson Ministerposten fordert.
- 16.09.Wahlbehörde zählt Auslands- und vorzeitige Briefwahlstimmen aus
- 28.09.Reichstag tritt zusammen, um den Parlamentspräsidenten zu wählen
- 29.09.Parlamentspräsident benennt ersten Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten
Vorläufige Ergebnisse und parlamentarische Mehrheit
Schwedens vier Parteien umfassender Mitte-Links-Oppositionsblock sicherte sich bei der Parlamentswahl am Sonntag einen knappen Vorsprung und gewann 176 Sitze gegenüber 173 für die regierende rechte Koalition von Ministerpräsident Ulf Kristersson. Die Auszählung, die auf 95 % der Wahlbezirke basiert, gibt der von der ehemaligen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson geführten Opposition eine Mehrheit von drei Sitzen im 349 Sitze umfassenden Reichstag. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk SVT und das Meinungsforschungsinstitut Vera Policy prognostizierten eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit eines Mitte-Links-Sieges und schätzten ein Endergebnis von 175 zu 174 Sitzen. Die Sozialdemokraten blieben mit 28,1 % der Stimmen und 100 Sitzen die größte politische Partei des Landes, auch wenn das Ergebnis einen Rückgang um 2,3 Prozentpunkte im Vergleich zu 2022 bedeutet. Landesweit beträgt der Stimmenunterschied zwischen den beiden konkurrierenden Blöcken nur 28.600 Stimmen, sodass das Gesamtergebnis knapp bleibt.
„Wenn dieses Ergebnis Bestand hat, wird Schweden eine neue Regierung bekommen.“
- Sozialdemokraten
- 100
- Moderate Partei
- 70
- Schwedendemokraten
- 62
- Linkspartei
- 29
- Zentrumspartei
- 25
- Christdemokraten
- 22
- Grüne
- 22
- Liberale
- 19
Daten aus dem Artikeltext
Verschiebungen auf der Rechten und Rückgang der Schwedendemokraten
Die regierende Moderate Partei von Ministerpräsident Ulf Kristersson legte um 0,8 Prozentpunkte zu und belegte mit 19,9 % der Stimmen und 70 Sitzen den zweiten Platz. Im Gegensatz dazu verzeichneten die rechtspopulistischen Schwedendemokraten ihren ersten Rückgang bei einer Wahl seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 und rutschten auf 17,6 % und 62 Sitze ab. Die von Jimmie Åkesson geführte Partei verlor schätzungsweise 11 Sitze und fiel landesweit auf den dritten Platz zurück, nachdem sie Regierungsposten in einer rechten Regierung angestrebt hatte. Von Kristerssons anderen Partnern sicherten sich die Christdemokraten 6,2 % und 22 Sitze, während die Liberalen mit 5,4 % und 19 Sitzen die 4-Prozent-Hürde übersprangen. Kristersson kündigte an, dass er Möglichkeiten für eine neue Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg prüfen werde, einschließlich einer Kontaktaufnahme zur Zentrumspartei.
„Wenn das Bestand hat, stehen uns unruhige Herbstmonate mit Gesprächsrunden mit dem Parlamentspräsidenten bevor.“
Auslandsstimmen und Zeitplan der Regierungsbildung
Die schwedische Wahlbehörde wird voraussichtlich am Mittwoch, dem 16. September, rund 200.000 Auslands- und vorzeitige Briefwahlstimmen auszählen, die die endgültige Verteilung der Parlamentsmandate bestimmen werden. Bei der Parlamentswahl 2022 gaben 251.000 solcher Stimmzettel den Ausschlag für Kristerssons Tidö-Koalition. Der neu gewählte Reichstag wird am 28. September zusammentreten, um seinen Präsidenten, den sogenannten Talman, zu wählen. Der Talman wird dann frühestens am 29. September den ersten formellen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorschlagen. In Schweden gilt der negative Parlamentarismus, bei dem ein Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten bestätigt wird, es sei denn, eine absolute Mehrheit von 175 Abgeordneten stimmt gegen ihn.
„Dies könnte ein sehr komplizierter Prozess der Regierungsbildung werden.“
Koalitionshürden und politische Ausrichtungen
Trotz einer rechnerischen Mehrheit steht Andersson vor komplexen Verhandlungen zur Bildung eines Regierungskabinetts. Die Vorsitzende der Zentrumspartei, Elisabeth Thand Ringqvist, bekräftigte, dass ihre Partei, die 7,1 % und 25 Sitze errungen hat, keine Regierung mit der Linkspartei eingehen werde, die 8,2 % und 29 Sitze innehat. Ringqvist erklärte, sie würde Neuwahlen vorziehen, anstatt die Linkspartei in die Regierung zu lassen. Umgekehrt besteht die Linkspartei darauf, im Gegenzug für die Unterstützung einer Regierung Andersson Ministerposten zu erhalten. Auch inhaltliche politische Differenzen trennen die Parteien, darunter die Steuerpolitik, wo die Linkspartei und die Grünen (6,1 % und 22 Sitze) höhere Steuern für Wohlhabende anstreben, ein Vorschlag, der von der Zentrumspartei abgelehnt wird. Es wird nicht erwartet, dass ein Regierungswechsel Schwedens pro-westliche Ausrichtung, die Unterstützung für die Ukraine oder die restriktive Migrationspolitik verändern wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Magdalena Andersson
- Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei und ehemalige Ministerpräsidentin von Schweden
- Ulf Kristersson
- Ministerpräsident von Schweden und Vorsitzender der Moderaten Partei
- Jimmie Åkesson
- Vorsitzender der Schwedendemokraten
- Elisabeth Thand Ringqvist
- Vorsitzende der Zentrumspartei
- Andreas Norlén
- Parlamentspräsident des Reichstags
- Ebba Busch
- Vorsitzende der Christdemokraten
- Orte
- Stockholm
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