
Schwedische Opposition liegt in Parlamentsprognose mit einem Sitz vorn
Eine Prognose des öffentlich-rechtlichen Senders SVT gibt dem linksgerichteten Oppositionsblock 175 Parlamentssitze, gegenüber 174 für den rechten Block von Ministerpräsident Ulf Kristersson.
Bei der am Sonntag abgeschlossenen schwedischen Parlamentswahl prognostiziert eine vom öffentlich-rechtlichen Sender SVT veröffentlichte Vorhersage dem vier Parteien umfassenden Oppositionsblock unter Führung der Sozialdemokraten 175 Sitze – ein Sitz Vorsprung vor dem rechten Block. Eine frühere SVT-Hochrechnung unmittelbar nach Schließung der Wahllokale hatte auf einen deutlicheren Oppositionssieg mit 183 Sitzen hingedeutet, doch die aktualisierte Prognose auf Basis der ersten ausgezählten Stimmen, verarbeitet durch einen Vorhersagealgorithmus, verringerte den Vorsprung.
Der Prognose zufolge kommt das Oppositionsbündnis aus Sozialdemokraten, Linkspartei, Zentrumspartei und Grünen auf 175 Sitze. Die regierende Mitte-rechts-Koalition aus Ministerpräsident Ulf Kristerssons Moderater Partei, Christdemokraten und Liberalen sowie den Schwedendemokraten wird auf 174 Sitze geschätzt. Die Spitzen der wichtigsten politischen Parteien äußerten sich zunächst nicht zu den Zahlen.
- Oppositionsblock
- 175 Sitze
- Regierender rechter Block
- 174 Sitze
Die sozialdemokratische Vorsitzende Magdalena Andersson, die 2021–2022 Ministerpräsidentin war und Schwedens NATO-Beitrittsantrag von 2022 steuerte, gilt als aussichtsreichste Kandidatin für die Führung einer möglichen neuen Regierung. Die Bildung einer Regierungsmehrheit steht vor programmatischen Differenzen zwischen Linkspartei und Zentrumspartei, insbesondere hinsichtlich der von der Linkspartei angestrebten und von der Zentrumspartei abgelehnten Ministerposten. Anders als in früheren Wahlkämpfen, in denen Migration und Kriminalität dominierten, stand die Wahl 2026 stark im Zeichen der Wirtschafts- und Sozialpolitik.


