Regierung · Stockholm
Schweden verabschiedet Gesetz zum Entzug von Aufenthaltstiteln bei Fehlverhalten und billigt umstrittenes „Petz-Gesetz“
Das schwedische Parlament hat am Montag ein Gesetz für „gutes Benehmen“ verabschiedet, das es den Behörden ermöglicht, Aufenthaltstitel auf Basis vager Kriterien wie unbezahlter Schulden, Schwarzarbeit oder Verbindungen zu extremistischen Organisationen zu widerrufen. Dies geschieht im Vorfeld der Wahlen im September. Zudem wurde knapp ein umstrittenes „Petz-Gesetz“ verabschiedet, das Mitarbeiter im öffentlichen Dienst zur Meldung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus verpflichtet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, Reuters, Ειδήσεις und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Das Parlament stimmte dafür, den Widerruf von Aufenthaltstiteln bei Fehlverhalten wie unbezahlten Schulden, Steuerhinterziehung, Kriminalität oder extremistischen Verbindungen mit rückwirkender Kraft zu ermöglichen.
Ein separates Gesetz verpflichtet viele Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes dazu, Personen zu melden, bei denen sie einen illegalen Aufenthaltsstatus vermuten; es wurde mit 174 zu 172 Stimmen angenommen.
Amnesty International und Civil Rights Defenders kritisieren, das Gesetz sei willkürlich, untergrabe die Rechtsstaatlichkeit und bestrafe Handlungen, die für schwedische Staatsbürger nicht strafbar sind.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen harten Einwanderungskurses der rechtsgerichteten Regierung und ihres rechtspopulistischen Partners, der Schwedendemokraten, vor den Parlamentswahlen im September.
- März 2026Migrationsminister Johan Forssell schlägt den Gesetzentwurf für „gutes Benehmen“ vor
- 15.06.Das Parlament verabschiedet das Gesetz, wodurch rückwirkende Widerrufe von Aufenthaltstiteln möglich werden
- September 2026Schweden hält Parlamentswahlen ab, bei denen Einwanderung ein zentrales Thema ist
Die Gesetzgebung
Am Montag verabschiedete das schwedische Parlament ein Gesetz, das es der Migrationsbehörde erlaubt, bestehende und ausstehende Aufenthaltstitel für Ausländer aufgrund von sogenanntem Fehlverhalten zu annullieren. Die Regierung nannte unbezahlte Schulden, Steuerhinterziehung, Kriminalität und Verbindungen zu extremistischen Organisationen als Beispiele, doch der Gesetzestext definiert nicht präzise, welches Verhalten genau als Grund ausreicht. Die Überprüfungen sind rückwirkend und betreffen bereits erteilte Genehmigungen; gegen jede Entscheidung kann vor einem Migrationsgericht Berufung eingelegt werden.
„Wer sich nicht bemüht, das Richtige zu tun, sollte nicht damit rechnen können, bleiben zu dürfen.“
Kritik und Bedenken
Oppositionsparteien und Menschenrechtsgruppen haben das Gesetz als willkürlich verurteilt und darauf hingewiesen, dass es Verhaltensweisen bestraft, die für schwedische Staatsbürger nicht strafbar sind. Amnesty International warnte, dass Aufenthaltstitel „aufgrund von Verhalten widerrufen werden könnten, das für schwedische Staatsbürger weder illegal noch strafbar war.“ Die in Stockholm ansässige Organisation Civil Rights Defenders erklärte, das Gesetz untergrabe die Rechtsstaatlichkeit und die Gleichheit vor dem Gesetz.
„Das Gesetz über gutes Benehmen lässt die Menschen im Ungewissen darüber, welche Handlungen oder Äußerungen gegen sie verwendet werden können.“
„Dies führt zu dem Risiko, dass Aufenthaltstitel auf Basis von Verhalten verweigert oder widerrufen werden, das für schwedische Staatsbürger weder illegal noch strafbar ist.“
Politischer Kontext
Die rechtsgerichtete Regierung, die nach der Wahl 2022 mit dem Versprechen an die Macht kam, die Einwanderung zu begrenzen und die Kriminalität zu bekämpfen, stützt sich für ihre Mehrheit auf die rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Die neuen Gesetze kommen wenige Monate vor der Parlamentswahl im September, bei der Identitäts- und Sicherheitsthemen das Geschehen dominieren dürften.
Das „Petz-Gesetz“
In einer separaten Abstimmung billigten die Abgeordneten knapp ein Gesetz, das viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst verpflichtet, die Behörden zu alarmieren, wenn sie vermuten, dass sich jemand ohne Aufenthaltsstatus im Land aufhält. Die Maßnahme wurde mit 174 zu 172 Stimmen angenommen und löste Warnungen von Gesundheitsexperten und Menschenrechtsgruppen aus, dass dies die körperliche und psychische Gesundheit von Migranten schädigen und Racial Profiling fördern werde.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The GuardianSweden votes to back laws reinforcing its immigration crackdown
- ReutersSweden passes 'good behaviour' law to kick out misbehaving immigrants
- Ειδήσεις - νέα - Το Βήμα OnlineΣουηδία: Εγκρίθηκε ο νόμος "καλής διαγωγής" που θα διώχνει από τη χώρα τους μετανάστες που παρεκτρέπονται | ΤΟ ΒΗΜΑ
- Η ΝαυτεμπορικήΣουηδία: Ψηφίστηκε νόμος περί "καλής συμπεριφοράς" για την απέλαση των μεταναστών που δεν συμπεριφέρονται σωστά
- Johan Forssell
- Schwedens Migrationsminister, der den Gesetzentwurf im März 2026 vorlegte
- Orte
- Stockholm
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen