
Zwei Mädchen bei Schulangriff in Schongau, Bayern, schwer verletzt; 16-Jähriger festgenommen
Ein 16-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen, nachdem am Mittwoch bei einem mutmaßlichen Amoklauf an einem Gymnasium in Oberbayern mindestens zwei Mädchen schwer verletzt wurden.
Was geschah
Am Mittwoch gegen 12:50 Uhr gingen bei der Polizei Notrufe über verletzte Personen am Welfen-Gymnasium in Schongau, einer 12.000-Einwohner-Stadt in Oberbayern, ein. Beamte aus der gesamten Region reagierten sofort, auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt. Schüler beschrieben ein chaotisches Szenario, nachdem ein Alarm ausgelöst wurde und alle versuchten, das Gebäude zu verlassen. Polizeisprecher Thomas Schelshorn erklärte, die Lage deute auf eine Amoklage hin.
Opfer und Rettungseinsatz
Mindestens zwei Mädchen wurden schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ein Polizeisprecher sagte, ihre Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich. Die Gesamtzahl der Verletzten blieb unklar, wurde aber als einstellige Zahl beschrieben. Sechs Rettungshubschrauber, darunter vier der ADAC-Luftrettung, waren im Einsatz. Eine Anlaufstelle für Eltern wurde an der Feuerwache in der Bahnhofstraße eingerichtet.
- Notrufe über verletzte Personen am Welfen-Gymnasium
- Beamte und Hubschrauber entsandt; Schule unter chaotischen Szenen evakuiert
- 16-jähriger Tatverdächtiger auf Schulgelände festgenommen
- Sechs Rettungshubschrauber eingesetzt; zwei Mädchen schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht
- Polizei durchsucht Schule; kein zweiter Täter gefunden
Tatverdächtiger und Ermittlungen
Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde auf dem Schulgelände festgenommen. Innenminister Joachim Herrmann erklärte, der Verdächtige sei vermutlich mit einem Messer und einer Schusswaffe bewaffnet gewesen. Allerdings wurde am Nachmittag keine Schusswaffe, sondern nur Munition gefunden. Es war zunächst nicht bekannt, ob der Jugendliche die Schule besuchte. Herrmann sagte, es habe zunächst Gerüchte über einen zweiten Täter gegeben, aber keine glaubwürdigen Belege. Die Polizei durchsuchte weiterhin das Gelände.
Reaktionen
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete den Vorfall als Amoklauf und sprach sein Beileid aus.
Er dankte der Polizei und den Rettungskräften für ihren schnellen Einsatz.Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten des Amoklaufs von Schongau. Eine solche schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern.


