
Mehrere Festnahmen nach Schüssen in Köln-Mülheim am Montagabend – vier Verletzte
Ein Streit auf der Berliner Straße eskalierte am späten Montagabend zu Schüssen, vier Menschen erlitten Schuss- und Stichverletzungen. Die Polizei leitete einen Großeinsatz ein und nahm später mehrere Verdächtige fest.
Was geschah
Gegen 22:00 Uhr am Montag, den 3. August, eskalierte ein Streit zwischen mehreren Personen auf der Berliner Straße im Kölner Stadtteil Mülheim zu Schüssen. Zeugen alarmierten die Polizei, nachdem auf offener Straße Schüsse gefallen waren. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Tankstelle und eines Kiosks. Die Polizei beschrieb das Ereignis später als „Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen“. Der genaue Auslöser und der Ablauf der Ereignisse, die zu den Schüssen führten, sind noch unklar.
Verletzte und Opfer
Vier Menschen wurden verletzt, einige davon schwer, und von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht. Die Verletzungen umfassten sowohl Schuss- als auch Stichwunden, wobei noch nicht bekannt ist, wie viele der vier von Kugeln getroffen wurden. Zwei Opfer wurden auf dem Gelände der Tankstelle gefunden, die anderen beiden etwa 200 Meter entfernt vor einem Kiosk, wie n-tv berichtete. Die Polizei meldete zunächst zwei Verletzte, erhöhte die Zahl später auf vier. Die Verletzten werden derzeit sowohl als Zeugen als auch als Tatverdächtige in den Ermittlungen geführt.
Polizeieinsatz und Festnahmen
Unmittelbar nach den Notrufen wurde ein Großeinsatz der Polizei eingeleitet. Zahlreiche Beamte sperrten das Gebiet ab, sicherten Spuren und begannen mit Zeugenbefragungen. Der Einsatz dauerte die ganze Nacht an. Am Dienstagmorgen erklärte ein Polizeisprecher, es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Während frühere Polizeiangaben keine Festnahmen bestätigten, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) später, dass mehrere Personen in Gewahrsam genommen wurden. Die Anzahl der abgegebenen Schüsse und die Identität des Schützen wurden nicht bekannt gegeben. Es ist auch unklar, ob sich der mutmaßliche Schütze unter den Festgenommenen befindet.
Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
- Streit und Schüsse auf der Berliner Straße
- Polizei sperrt Gebiet ab, sichert Spuren, befragt Zeugen
- Polizei bestätigt vier Verletzte, keine Gefahr für Öffentlichkeit; dpa meldet Festnahmen
Mülheims Kriminalitätshintergrund
Mülheim gilt als einer der kriminalitätsbelastetsten Stadtteile Kölns. Im Juni 2024 wurde ein Platz im Viertel zur ersten dauerhaften Waffenverbotszone in Nordrhein-Westfalen – eine Maßnahme zur Bekämpfung von Gewaltkriminalität. Im März 2026 wurde ein Restaurantgast in derselben Gegend mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt. Der Stadtteil hat immer wieder polizeiliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Ermittlungen laufen
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Ermittler arbeiten daran, das Motiv zu klären, den genauen Ablauf zu rekonstruieren und festzustellen, wie viele Schüsse abgegeben wurden. Die Polizei hat keine Informationen über den Hintergrund der Beteiligten oder die Art des Streits veröffentlicht. Die Behörden hatten angekündigt, am Morgen ein Update zu den ersten Erkenntnissen zu geben. Ein weiteres Update wird im Laufe des Dienstags erwartet, während die Ermittlungen fortschreiten.


