
Italienischer Hausbesitzer erschießt Einbrecher bei nächtlichem Einbruch nahe Cuneo
Ein 35-jähriger italienischer Hausbesitzer erschoss einen 25-jährigen Eindringling, nachdem er eine Gruppe von Einbrechern im Hof seines renovierungsbedürftigen Bauernhauses in Baldissero d'Alba entdeckt hatte.
Nächtliche Konfrontation in Baldissero d'Alba
Gegen 02:00 Uhr in der Nacht zum 20. September 2026 kam es auf einem ländlichen Anwesen in der Via Roma in Baldissero d'Alba, einer kleinen Gemeinde in der Provinz Cuneo, zu Schüssen. Ein 35-jähriger italienischer Hausbesitzer war allein im Bauernhaus, das sich aktiv in struktureller Renovierung befand und als abgeschlossene Baustelle betrieben wurde. Als er plötzliche und ungewöhnliche Geräusche aus dem Außenbereich hörte, griff der Bewohner zu einer registrierten Pistole und begab sich nach draußen. Draußen traf er auf eine Gruppe von Eindringlingen, die unter dem Schutz der Dunkelheit in das Grundstück eingedrungen waren. Vom Hof aus überrascht, feuerte der Hausbesitzer mehrere Schüsse in die Dunkelheit in Richtung der Eindringlinge.
Notfallmaßnahmen und Identifizierung des Opfers
Einer der Schüsse traf einen 25-jährigen Mann, der Teil der Eindringlingsgruppe war, während die anderen Personen sofort nach den Schüssen flohen und das Grundstück verließen. Unmittelbar nach den Schüssen setzte der 35-jährige Hausbesitzer einen Notruf an die Carabinieri ab, um den versuchten Raubüberfall und die Schießerei zu melden. Medizinisches Personal und Rettungssanitäter des Notdienstes 118 wurden zur Via Roma entsandt und versuchten, dem verletzten Eindringling auf dem Hof Erste Hilfe zu leisten. Trotz Wiederbelebungsversuchen des medizinischen Teams starb der Mann kurz nach deren Eintreffen an seinen Schussverletzungen. Die Strafverfolgungsbehörden identifizierten das getötete Opfer als einen 25-jährigen albanischen Staatsangehörigen, der in Turin lebte.
- Hausbesitzer hört Eindringlinge im Hof seines renovierungsbedürftigen Bauernhauses in der Via Roma
- Hausbesitzer feuert mehrere Schüsse in die Dunkelheit und alarmiert den Notruf der Carabinieri
- Rettungskräfte des Notdienstes 118 versuchen Wiederbelebung, doch der 25-jährige Eindringling stirbt
- Carabinieri von Bra und Operative Einheit Cuneo leiten Untersuchung zu Schießerei und Waffentransport ein
Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden und Überprüfung der Waffe
Die strafrechtlichen Ermittlungen zu der tödlichen Schießerei wurden den Carabinieri von Bra übertragen, die in Zusammenarbeit mit der Operativen Einheit des Provinzkommandos Cuneo arbeiten. Forensische Ermittler sperrten die Baustelle und den Hof in Baldissero d'Alba ab, um ballistische Beweise zu sammeln, Patronenhülsen zu zählen und die Flugbahnen der abgefeuerten Geschosse zu bestimmen. Erste Ermittlungen bestätigten, dass der 35-jährige italienische Hausbesitzer eine gültige Waffenbesitzkarte für die bei der Schießerei verwendete Pistole besaß. Die Ermittler konzentrieren sich jedoch auf die rechtlichen Bedingungen für den Aufbewahrungsort und den Transport der Schusswaffe. Lokale Berichte deuten darauf hin, dass die Genehmigung dem Mann erlaubte, die Waffe ausschließlich in seinem offiziellen Wohnsitz aufzubewahren, nicht jedoch, sie zu dem separaten Bauernhaus zu transportieren, wo Renovierungsarbeiten stattfanden.
Rechtlicher Kontext und regionale Selbstverteidigungspräzedenzfälle
Der Vorfall in Baldissero d'Alba ereignete sich nur wenige Kilometer von der Nachbargemeinde Grinzane Cavour entfernt, einem Ort, der mit einem bemerkenswerten früheren Selbstverteidigungsfall in der Provinz Cuneo in Verbindung gebracht wird. In jenem früheren Fall erschoss der örtliche Juwelier Mario Roggero zwei Räuber und verletzte einen dritten, nachdem diese sein Juweliergeschäft überfallen hatten. Roggero verbüßt derzeit eine rechtskräftige Haftstrafe von 14 Jahren und 9 Monaten wegen vorsätzlicher Tötung. Staatsanwälte und Carabinieri-Ermittler im Fall Baldissero d'Alba sammeln nun Zeugenaussagen und physische Beweise, um zu bewerten, ob der 35-jährige Hausbesitzer innerhalb der rechtlichen Grenzen der Notwehr handelte oder übermäßige Gewalt anwendete bzw. illegal Waffen transportierte.


