
Schottland besiegt Nordmazedonien 2:0 – Pocognoli feiert ersten Sieg in Skopje
Kieron Bowie und John McGinn trafen in Skopje und bescherten Sebastien Pocognoli bei Andy Robertsons 100. Länderspiel seinen ersten Sieg als Cheftrainer Schottlands.
Früher Durchbruch in Skopje
Schottland feierte am Samstagabend in der Tose-Proeski-Nationalarena in Skopje seinen ersten Sieg unter Cheftrainer Sebastien Pocognoli und besiegte Nordmazedonien mit 2:0. Stürmer Kieron Bowie eröffnete den Torreigen in der siebten Minute mit einem Linksschuss aus 25 Metern nach einem Zuspiel von Billy Gilmour. Das Tor beendete eine 422-minütige Torflaute Schottlands, das seit dem Sieg gegen Haiti im Eröffnungsspiel der WM-Gruppenphase im Juni in vier aufeinanderfolgenden Partien ohne Treffer geblieben war. Der frühe Treffer verhinderte zudem, dass sich Schottland seiner längsten Torflaute in der Geschichte der Nationalmannschaft näherte – 477 Minuten zwischen 1970 und 1971.
Robertsons Meilenstein und taktische Kontrolle
Pocognoli nahm zwei Änderungen an der Startaufstellung vor, die am Dienstag eine 0:3-Niederlage gegen die Schweiz hatte hinnehmen müssen: Stephen Welsh rückte für den gesperrten Jack Hendry in die Mannschaft, und Ben Gannon-Doak begann auf der rechten Außenbahn für Nathan Patterson. Kapitän Andy Robertson bestritt sein 100. Länderspiel und liegt damit nur noch zwei Einsätze hinter dem schottischen Rekord von Sir Kenny Dalglish (102 Länderspiele). Robertson prüfte Torhüter Stole Dimitrievski mit zwei frühen Versuchen aus spitzen Winkeln; zudem sorgte in der ersten Halbzeit ein Hund, der auf das Spielfeld lief, für eine kurze Unterbrechung.
Strafstoß und VAR-Überprüfungen
Nordmazedoniens Trainer Goce Sedloski wechselte nach 30 Minuten doppelt, um dem Druck Schottlands entgegenzuwirken, doch die Heimmannschaft kam im gesamten Spiel nur auf zwei Torschüsse, während Schottland 13 Versuche verzeichnete.
- Schottland
- 13 Torschüsse
- Nordmazedonien
- 2 Torschüsse
In der 50. Minute entschied Schiedsrichter François Letexier auf Strafstoß für Schottland wegen eines Fouls von Matejib Gashtarov an Gannon-Doak, nahm die Entscheidung nach Einschaltung des Videoassistenten jedoch zurück. Schottland erhöhte in der 69. Minute auf 2:0, nachdem eine weitere VAR-Überprüfung ein Handspiel des Rangers-Angreifers Bojan Miovski ergeben hatte, der einen Schuss von Bowie blockiert hatte. John McGinn verwandelte den Strafstoß und erzielte damit sein 22. Länderspieltor, womit er mit Lawrie Reilly gleichzog und den vierten Platz der schottischen Rekordtorschützenliste belegt.
Vor der Partie hatte sich McGinn bei einem Pressetermin in Skopje zu den Anforderungen des internationalen Wettbewerbs geäußert.
Das liegt in der Natur der Sache: Im Verein und in der Nationalmannschaft trägst du viel Verantwortung, viel Last auf deinen Schultern. Wenn du etwas gut machst, bist du das Beste seit geschnitten Brot. Wenn du ein paar Spiele nicht gut spielst, keine Vorlagen lieferst oder in einem entscheidenden Moment des Spiels einen schlechten Pass spielst, bist du automatisch nicht gut genug.
Später Platzverweis und Tabellenlage
Schottland beendete die Partie in Unterzahl, nachdem Verteidiger Scott McKenna in der 83. Minute die Rote Karte erhalten hatte, weil er dem eingewechselten Agon Elezi nach einem Fehlpass von Robertson eine Torchance verwehrt hatte. McKennas Platzverweis veranlasste Pocognoli, den Innenverteidiger Luke Graham vom FC Stoke für sein Länderspieldebüt anstelle von Gilmour einzuwechseln.
- Kieron Bowie erzielt das Führungstor aus 25 Metern.
- Goce Sedloski wechselt für Nordmazedonien doppelt.
- Schiedsrichter François Letexier nimmt einen Strafstoß für Schottland nach VAR-Überprüfung zurück.
- John McGinn verwandelt einen Strafstoß, der wegen eines Handspiels von Bojan Miovski gegeben wurde.
- Scott McKenna erhält die Rote Karte wegen eines Fouls an Agon Elezi.
McKenna wird für Schottlands nächstes Spiel in der Gruppe B1 am Dienstag gegen Slowenien im Hampden Park gesperrt sein. Das Ergebnis bringt Schottland nach drei Nations-League-Partien vier Punkte, während Nordmazedonien nun seit 13 Monaten ohne Sieg ist und in sieben aufeinanderfolgenden Spielen kein Tor erzielt hat.


