
Polizei verhaftet 32-jährigen Fahrer, der Migranten schmuggelt – Minderjähriger im Kofferraum versteckt – nahe Thessaloniki
Griechische Behörden haben einen 32-jährigen Ausländer auf der Egnatia Odos nach einer Verfolgungsjagd nahe der Mautstelle Analipsi festgenommen und dabei zwei undokumentierte Passagiere entdeckt, darunter einen Minderjährigen im Kofferraum, der aus der Türkei eingereist war.
Verfolgungsjagd an der Mautstelle Analipsi
Beamte der Abteilung für Migrationsmanagement der Direktion für Ausländer in Thessaloniki haben am Nachmittag des 21. August 2026 einen 32-jährigen Ausländer festgenommen. Der Vorfall ereignete sich auf der Autobahn Egnatia Odos in der Nähe der Mautstelle Analipsi außerhalb von Thessaloniki. Die griechische Polizei gab Einzelheiten der Operation am Morgen des 22. August 2026 bekannt. Der 32-jährige Mann fuhr einen privaten Personenkraftwagen, als Polizeibeamte ihn aufforderten, für eine Routinekontrolle anzuhalten. Der Fahrer kam der Aufforderung nicht nach, beschleunigte abrupt und versuchte, auf der Autobahn zu fliehen. Polizeistreifen nahmen sofort die Verfolgung auf, stellten das Fahrzeug nahe der Mautstelle und brachten es zum Stillstand. Der Verdächtige leistete heftigen körperlichen Widerstand, bevor er überwältigt und gefesselt wurde.
Durchsuchung deckt Minderjährigen im Kofferraum auf
Nachdem das Fahrzeug gesichert war, durchsuchten die Beamten gründlich den Innenraum und die Stauräume. Dabei entdeckten sie zwei Ausländer, die ohne gültige Reisedokumente oder Aufenthaltsgenehmigungen für griechisches Hoheitsgebiet unterwegs waren. Die Beamten stellten fest, dass es sich bei einem der Passagiere um einen begleiteten Minderjährigen handelte, der im Kofferraum des Autos versteckt worden war. Der zweite Passagier saß im Fahrgastraum, ohne die für einen legalen Aufenthalt erforderlichen Papiere. Die griechische Polizei erklärte, dass die Unterbringung des Minderjährigen im Kofferraum dazu dienen sollte, bei Straßenkontrollen im regionalen Straßennetz nicht entdeckt zu werden. Beide Passagiere wurden nach dem Stopp des Fahrzeugs sicher aus dem Auto geholt.
Schleuserring und griechisch-türkische Grenzüberschreitung
Die anschließenden Befragungen und Ermittlungen ergaben die Einzelheiten der Reise der beiden Passagiere. Beide Ausländer waren illegal nach Griechenland eingereist, nachdem sie die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei an einem nicht genehmigten Grenzübergang überquert hatten. Nach den bei der polizeilichen Ermittlung gewonnenen Daten hatte jeder der beiden Migranten 2.000 Euro an ein organisiertes Schleusernetzwerk gezahlt, um ihren Grenzübertritt und den anschließenden Landtransport nach Nordgriechenland zu sichern. Der 32-jährige Fahrer hatte den Auftrag, die Personen vom Grenzgebiet entlang des Egnatia-Odos-Korridors zu transportieren.
- Fahrer versucht, der Polizei nahe der Mautstelle Analipsi zu entkommen, bevor er gestoppt und festgenommen wird
- Beamte finden zwei undokumentierte Migranten, darunter einen begleiteten Minderjährigen im Kofferraum
- Ermittlungen bestätigen Grenzübertritt aus der Türkei und Zahlung von 2.000 Euro pro Person
- Griechische Polizei gibt Festnahme bekannt und übergibt Fall an die Staatsanwaltschaft
Formelle Anklage und vorläufige Ermittlungen
Die Abteilung für Migrationsmanagement in Mygdonia übernahm die vorläufigen Ermittlungen und die Erstellung der formellen Fallakte gegen den 32-jährigen Fahrer. Der Verdächtige sieht sich Anklagen wegen des unbefugten Transports irregulärer Migranten und Widerstands gegen Polizeibeamte ausgesetzt. Das bei der illegalen Transportaktion verwendete Fahrzeug wurde von der Polizei als Teil des Verfahrens beschlagnahmt. Nach Abschluss der vorläufigen Ermittlungen durch die Abteilung Mygdonia soll der festgenommene Fahrer dem zuständigen Staatsanwalt in Thessaloniki vorgeführt werden, um sich formell zu verantworten.


